5000 neue Forellen wachsen auf

Burger Angelverein sorgt für Fisch-Nachwuchs in der Wupper

Mitglieder des Angelvereins Solingen-Burg setzen am Samstag 5000 Forellen in der Wupper aus. Die kleinen zwischen fünf und zehn Zentimeter langen Fische sollen jetzt in dem Fluss in Ruhe aufwachsen. Foto: Andreas Horn
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Mitglieder des Angelvereins Solingen-Burg setzen am Samstag 5000 Forellen in der Wupper aus. Die kleinen zwischen fünf und zehn Zentimeter langen Fische sollen jetzt in dem Fluss in Ruhe aufwachsen.

Am Samstagmorgen trafen sich Mitglieder des Angelvereins Solingen-Burg zur alljährlichen Ergänzung des Fischbestands.

Von Wolfgang Günther

Solingen. Am Samstagmorgen trafen sich viele Mitglieder des bereits 1994 gegründeten Angelvereins Solingen-Burg zur alljährlichen Ergänzung des Fischbestands am Wupperufer in Unterburg. „Unser Verein betreut die Wupper in einem Bereich von Wiesenkotten bis hinunter nach Glüder“, erzählte Daniel Schäfer, Gewässerwart des Vereins. Neben der Überwachung des Fischbestandes zählt auch die Pflege des Wupperufers zu den Aufgaben des aktiven Vereins.

Pünktlich traf Samstagfrüh auf dem Parkplatz an der Hasencleverstraße das Spezialfahrzeug eines Fischaufzuchtbetriebes ein, ausgeladen wurden Bottiche mit 5000 Bachforellen, zwischen fünf und zehn Zentimetern groß. Vereinsmitglied Tim Meissner packte beherzt mit an, während sein Sohn Jonathan mit seinem Freund Tom die wimmelnden Fische staunend betrachtete. „Wir haben aber auch einen kleinen Bestand an Weißfischen und Barschen zur Ergänzung bestellt“, berichtete Gerd Dörr. Der Kassenwart freute sich besonders über die Unterstützung von verschiedenen Sponsoren, schließlich kostet solch ein Fischlein pro Stück etwa 30 Cent. „In jedem Jahr fördert uns die Volksbank mit einem ansehnlichen Betrag. Ein wenig Geld kommt auch vom Land NRW.“

Im Gegensatz zu Aal und Lachs ist die Bachforelle kein Wanderfisch. „Wir gehen davon aus, dass die Tiere hier mehr oder weniger in unserem Bereich möglichst ungestört heranwachsen“, sagte Daniel Schäfer. Die Fische finden beste Lebensbedingungen vor, denn nach Auskunft der Angler hat die Wupper seit einigen Jahren hervorragende Wasserwerte. Vor kurzem konnten die Angler sogar einen Biber an der Wupper beobachten.

Signalkrebs und Kormoran machen Jagd auf den Fischbesatz

Die Mitglieder des Angelvereins beobachten den Fischbestand im Fluss des Bergischen Landes akribisch und führen eine Statistik darüber. Allerdings leben die Fische auch im klaren Wasser nicht ganz ungefährdet. „Besonders der Kormoran lässt sich gerne und oft einen unserer Fische schmecken“, erläuterte Gerd Dörr das Problem. Der Vogel kann auf seiner Fischjagd tief tauchen und lange unter Wasser bleiben.

Im Wasser lauert der aus Nordamerika eingewanderte Signalkrebs auf die reifen Eier der weiblichen Fische – und dezimiert damit den Nachwuchs. Aber auch ein großer Wels tut sich gerne mal an einer Forelle gütlich.

Als vorsichtig die Fische ausgeladen und in diverse Bottiche verteilt waren, machten sich die Angler auf den beschwerlichen Weg vom Parkplatz zum Wupperufer. Vorsichtig, ohne zu stolpern ging es durch das unbefestigte und zugewachsene Gelände ans Wupperufer. Dann konnten die Fische behutsam in ihr neues Gewässer eingelassen werden.

Uferschutz

Regelmäßig engagieren sich die Anglern bei der Bekämpfung des „Riesenbärenklaus“, einer gefährlichen Pflanze, die bei Berührung beim Menschen schwere Verbrennungen auslösen kann.

Mitglieder des Burger Angelvereins haben deutliche Spuren eines Bibers am Ufer in Unterburg entdeckt. Biologen sind begeistert.

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