Bundestagswahl 2021

Grüne grenzen sich von Sozialdemokraten ab

Oliver Krischer sprach vor rund 30  Zuhörern im Theater.Foto:Christian Beier
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Oliver Krischer sprach vor rund 30  Zuhörern im Theater.

NRW-Spitzenkandidat Oliver Krischer sprach im Theater und Konzerthaus über Klimaschutz.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die SPD sei die ökologische Version der CDU? Dieser Einschätzung trat Oliver Krischer am Montagabend entgegen. „Die tun sich nichts, die haben am Ende nur eine andere Parteifarbe“, sagte der Spitzenkandidat der NRW-Grünen für die Bundestagswahl bei seinem Auftritt in Solingen. Der 52-Jährige nutzte die Gelegenheit, seine Partei in Sachen Klimapolitik von den Sozialdemokraten abzugrenzen: „Wer Klimaschutz will, ist bei der SPD nicht richtig.“ Das hätten die vergangenen 23 Jahre, von denen die SPD 19 Teil der Regierung war, gezeigt. Für diese Einschätzung gab es zustimmenden Applaus von den rund 30 Zuhörerinnen und Zuhörer.

Für den von der hiesigen Grünen-Direktkandidaten Silvia Vaeckenstedt begrüßten Krischer war sein Besuch in der Klingenstadt ein thematisches Heimspiel. Knapp eine Stunde lang sprach er unter dem Motto „Machtlos gegen die Klimakrise? Wie können wir uns vor Katastrophen schützen?“ Seit 2009 ist der Dürener Mitglied des Bundestags. Vor acht Jahren wurde er stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Zu den politischen Schwerpunkten des Hobby-Ornithologen zählen Umwelt, Klima, Energie und Verkehr. Wenngleich er sich seit langer Zeit mit diesen Themen beschäftigte, habe ihn die Hochwasser-Katastrophe von Mitte Juli „richtig umgehauen“. An dem Ereignis werde deutlich, „dass wir nicht so weitermachen können wie bisher“.

Aufgrund des Klimawandels sei mit immer häufigeren und extremeren Unwetterereignissen zu rechnen. Um dieser Entwicklung entgegenzutreten, müssten zum einen die Kommunen finanziell befähigt werden, die Verkehrswende vor Ort voranzutreiben. Mit den Batteriebetriebenen Oberleitungsbussen sei Solingen in dieser Frage Vorreiter. Zudem brauche es eine „angemessene CO2-Bepreisung“ bei gleichzeitiger Auszahlung eines Energiegelds und einen Ausbau der erneuerbaren Energien.

Deutschland müsse in Sachen Klimaschutz eine Vorreiterrolle einnehmen: „Wenn das hier bei uns funktioniert, wird es auch in anderen Staaten gelingen.“

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