Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft

BSW zieht positive Jahresbilanz: „Als Ansprechpartner voll angekommen“

Uta Schneider, Stephan A. Vogelskamp und Sprecherin Anette Kolkau (v. l.) bewerten das BSW-Jahr 2021 positiv: Die Gesellschaft sei inzwischen stark verankert und als Ansprechpartner in der Politik überregional gefragt. Foto: Christian Beier
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Uta Schneider, Stephan A. Vogelskamp und Sprecherin Anette Kolkau (v. l.) bewerten das BSW-Jahr 2021 positiv: Die Gesellschaft sei inzwischen stark verankert und als Ansprechpartner in der Politik überregional gefragt.

Die Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (BSW) der bergischen Großstädte Remscheid, Solingen und Wuppertal zieht für das Jahr 2021 eine positive Bilanz: Den Wirrungen und Schwierigkeiten der Pandemie zum Trotz habe man die zahlreichen Projekte weiter betreiben können.

Von Timo Lemmer

Solingen. Das untermauerten Stephan A. Vogelskamp und Uta Schneider aus der Geschäftsführung in ihrer Jahresbilanz. Die machte in ihrer umfassenden Form vor allem deutlich, in wie vielen Maßnahmen der Zusammenschluss mit seinen sieben Gesellschaftern involviert ist (siehe unten).

Über 25 Millionen Euro Fördergeld würden in den verschiedenen, bergischen Projekten eingesetzt, so Vogelskamp: „So verrückt es klingt, da wir natürlich auf ein entspannteres 2021 gehofft hatten: Es war ein gutes Jahr, weil unsere Agenda weiterlaufen konnte.“ Der bergische Zusammenschluss habe, so Vogelskamp weiter, seinen Stellenwert steigern können und sei „als Ansprechpartner voll bei der Landesregierung angekommen“. Man habe zudem beweisen können, Fördergelder klug und als Anstoß für langfristige Projekte einsetzen zu können.

Wirtschaftsförderung: „Die Pandemie haben die Betriebe halbwegs gut überstanden“, sagt Vogelskamp, der ganz besonders in die Automotive-Branche tiefe Einblicke genießt – vor allem aufgrund des immer sicht- und hörbareren Vereins Automotive Land NRW, dessen Entstehung die BSW initiiert hat. Es sei schwer zu ertragen gewesen, „dass mit der Lieferkettenproblematik, als nach den Lockdowns alle optimistisch waren, noch ein schwerer Nackenschlag kam.“

Die BSW habe derweil in etlichen Netzwerken – beispielsweise dem Maschinenbau-Netzwerk Bergisch Land – wertvolle Vernetzung leisten können. Hervorzuheben sei das Prestigeprojekt Bergisch Smart Mobility. Viele Einzelprojekte wie die Elektro-Cabs in Wuppertal, die zukünftig auch in Barmen fahren, zeigten, wie Künstliche Intelligenz Mobilität beeinflussen könne.

Strukturförderung: In diesem Arbeitsbereich liege der Fokus auf Stadtentwicklung, Infrastruktur oder Arbeitsplätzen, so Schneider. Sie hob einige Projekte hervor: „Insbesondere unser mit 410 000 Euro kleinstes Projekt, das IRM.“ Im Integrierten, regionalen Mobilitätskonzept Rhein-Wupper sei Besonderes gelungen, lobte Vogelskamp: 20 Kommunen und Kreise an einem Tisch. Mit den Verkehrsverbünden erarbeiteten die 2021 ein Konzept zur Verbesserung der Alltagsmobilität. Eine umfassende Auswertung ist erschienen, bei der neuen Landesverkehrsministerin wolle man bald vorstellig werden. Die gesammelten Ideen sollen nun „zeitnah“ angegangen werden.

Derweil habe man im Segment Urbane Produktion sieben Pilotprojekte im Städtedreieck starten können, darunter das Tool Lab in Remscheid, die Gläserne Werkstatt in Solingen oder das Zirkelmesser aus Industrieabfällen in Zusammenarbeit mit der Universität Wuppertal.

„Es war ein gutes Jahr, weil unsere Agenda weiterlaufen konnte.“

Stephan A. Vogelskamp, BSW-Geschäftsführung

Tourismus: „Der Tourismus war natürlich besonders von Corona betroffen“, so Schneider, die vom Bergisch Land Tourismus Marketing dennoch Positives berichtete. „Wir haben eine Menge Broschüren neuaufgelegt, da die Nachfrage nach Kurzurlauben oder Tagesausflügen steigt.“ Neu ist eine Übersichts-App.

Regionalagentur: Im Bereich der Arbeitsmarktförderung habe die Hauptaufgabe 2021 aufgrund der eingeschränkten Begegnungsmöglichkeiten darin bestanden, Ausbildungsplätze beziehungsweise Azubis zu vermitteln. Aktionen wie vor dem Barmer Rathaus („Ausbildungsberatung to go“) spielten verstärkt eine Rolle.

Positionspapiere, Programme, Projekte: Die BSW hat alles auf ihrer Homepage gesammelt.

www.bergische-gesellschaft.de

Hintergrund

BSW-Gesellschafter sind die drei bergischen Großstädte Wuppertal, Remscheid und Solingen, dazu die jeweiligen Stadtsparkassen und die IHK. Aus ihnen speist sich auch der 15-köpfige Aufsichtsrat. Als politisches Gremium sieht die BSW derweil auch den Bergischen Rat als wichtigen Zusammenschluss: Dieses Ergänzungsgremium werde in seiner Relevanz stark zunehmen, prognostizierte Vogelskamp.

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