Gesundheit

Brustkrebs: Vorsorge soll so angenehm wie möglich sein

Präsentierten die Neuheiten im Truck (v. r.): Vjosa Zeqiri, Alexandra Schulz, Jennifer Kolditz und Mark Schäfer. Foto: Christian Beier
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Präsentierten die Neuheiten im Truck (v. r.): Vjosa Zeqiri, Alexandra Schulz, Jennifer Kolditz und Mark Schäfer.

GE Healthcare präsentierte an der Beethovenstraße moderne Bildgebungsgeräte zum Erkennen von Brustkrebs

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die Zahl der Mammographieuntersuchungen ist im Frühjahr 2020 um mehr als 45 Prozent zurückgegangen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse der DAK-Gesundheit. Die Krankenkasse führt das Minus auf die Corona-Krise zurück. „Die Gesundheit von Frauen wurde durch die Pandemie insbesondere im Bereich der Onkologie stark beeinträchtigt“, erklärte Susanne Schlagl. Sie ist die Marketing-Direktorin von GE Healthcare in Deutschland, Österreich und der Schweiz. An den vergangenen beiden Tagen hat das Unternehmen vor seinem Standort an der Beethovenstraße seine Innovationen zur Brustkrebs-Früherkennung vorgestellt.

Der Termin war Teil einer Roadshow. In 29 Wochen besucht ein eigens für diesen Zweck gebauter Truck 16 europäische Länder. Zwischen dem 2. August und 3. September steuert er zehn Städte in Deutschland und Österreich an, darunter Berlin, Hamburg, München und Wien. An Bord hat der Lkw Systeme und Geräte zum Thema Frauengesundheit. Medizinisches Personal konnte sich vor Ort einen Eindruck verschaffen.

„Wir wollen ein Bewusstsein schaffen. Viele Frauen scheuen den Weg zur Vorsorgeuntersuchung, weil sie sich davor fürchten“, erläuterte Vjosa Zeqiri. Sie ist die Marketingverantwortliche für das Thema Frauengesundheit. Ändern soll das etwa eine App, die Patientinnen durch den Mammografieprozess begleitet.

Unternehmen will bei Vorsorge ein positives Gefühl vermitteln

Außerdem setzt das Unternehmen darauf, mit seinen Entwicklungen „ein möglichst positives Gefühl“ zu vermitteln. So habe man zum Beispiel ein Mammografiesystem mit abgerundeten Formen entwickelt. „Die Untersuchung ist schwierig genug, da sollte der Komfort stimmen“, betonte Jennifer Kolditz, Produktspezialistin für Mammografie. Damit das gelingt, hole man sich regelmäßig den Rat von Betroffenen ein.

GE Healthcare wirbt mit seiner Roadshow auch für den sogenannten One-Stop-Ansatz. Dieser sieht vor, die Diagnostik bei Verdachtsfällen zu konzentrieren. Dank der modernen Geräte sei es heutzutage möglich, Erstberatung, Diagnose, und Behandlungsplan binnen eines Krankenhausaufenthalts anzubieten. „Wenn zwischen den Untersuchungen Tage oder Wochen liegen, ist das für die Patientinnen natürlich eine enorme Belastung“, sagte Alexandra Schulz, Managerin für Werbung und Marketing.

Das Ultraschall-Servicecenter von GE Healthcare sitzt in Solingen

Die Entwicklung in der Medizintechnik vollziehe sich rasant. So nehme etwa Künstliche Intelligenz zum Erkennen von Auffälligkeiten eine immer größere Rolle ein, beispielsweise beim Ultraschall. Auf dieses Thema ist der GE-Healthcare-Standort an der Beethovenstraße spezialisiert. Dort befindet sich neben der Zentrale der GE Healthcare GmbH unter anderem das Ultraschall-Servicecenter. Von Merscheid aus wird der Vertrieb für die Region gesteuert, das Callcenter besetzt, Backoffice-Funktionen übernommen.

Vor sieben Jahren hat das Unternehmen in Solingen sein erstes von inzwischen sechs Informations- und Schulungszentren zum Thema eröffnet, den „SonoStore“. Der Truck zog gestern dagegen weiter. Nächster Halt: Frankfurt.

Geschichte

1996 hat GE Medical Systems Deutschland die Kranzbühler Medizintechnische Systeme GmbH in Solingen übernommen und die Geschäftseinheit GE Ultraschall gegründet. Bis heute ist die Klingenstadt der deutsche Ultraschall-Standort des Unternehmens, das zum Mischkonzern General Electric gehört. Rund 100 Personen arbeiten derzeit an der Beethovenstraße.

Das Klinikum Solingen verstärkt die Krebstherapie.

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