Ärgernis

Brückenpark: Viele flüchten nach Unfall mit Schranke

Intakte Schranke in Müngsten und alte Schrankenteile.
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Intakte Schranke in Müngsten und alte Schrankenteile.

In der Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid wurde die Situation im Brückenpark besprochen.

Von Philipp Müller

Solingen. In der Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid war als Prüfauftrag des Gremiums die Situation im Müngstener Brückenpark Thema. Ein Ärgernis sind Autos, die vor dem Haus Müngsten parken, weil die Schranke offen ist. Das ST hatte dies bereits im August berichtet. Ein Mitarbeiter der Technischen Betriebe Remscheid, diese überwachen die Pflege des Brückenparks, berichtete, dass die Schranke mehrfach im Jahr durch Lkw, Pkw und sogar Radfahrer beschädigt werde. Und er erklärte: „80 Prozent der Unfallverursacher flüchten.“

Das führe zu Mehrkosten in der Unterhaltung des Brückenparks. Der TBR-Vertreter nannte Kosten von 7000 Euro für eine einzelne Reparatur. „Ist die Schranke dann wieder in Ordnung, donnert der nächste Radfahrer dagegen, weil er beim Anblick der Brücke offenbar die Schranke übersieht.“ Auch werde das Lichtsignal zum Schließen der Schranke abgeklebt, damit sie nach dem Öffnen dauerhaft offen steht.

In der Sitzung berichtete er, dass im Arbeitskreis Brückenpark auch schon diskutiert worden sei, die Schrankenanlage per Video zu überwachen. Jedoch hätten sich seine Solinger Kollegen dagegen ausgesprochen, da das politisch nicht durchsetzbar sei. Das bestätigte Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU) so und riet dazu, die Konstruktion der Schranke noch einmal zu überdenken.

Ansonsten hatte die Verwaltung zum Brückenpark mitgeteilt, dass die gesamte Unterhaltung des Brückenparks vom Arbeitskreis geleitet wird, in dem Vertreter aller drei bergischen Großstädte sitzen. So heißt es: „Die drei Städte finanzieren die Grünanlagenunterhaltung des Brückenparks gemeinsam und zu gleichen Teilen auf der Grundlage eines festgelegten, begrenzten Budgets.“ Die Pflegearbeiten werden zudem im kommenden Jahr neu ausgeschrieben, bisher ist die Lebenshilfe Solingen Partner des Arbeitskreises. Der Aufwand soll in Sache Pflegeintervalle und Zusatzarbeiten optimiert werden, mehr Geld steht dafür aber nicht zur Verfügung.

Rund 220 000 Besucher pro Jahr wurden im Brückenpark im Schnitt der vergangenen zehn Jahre gezählt. Eine im Prüfauftrag der Bezirksvertretung gewünschte Aufstellung von zusätzlichen Info- und Hinweisschildern lehnt der Arbeitskreis mit Blick auf das Naturschutzgebiet ab, in dem der Brückenpark liegt, weil „der angrenzende Naturraum nur zurückhaltend beschildert werden soll“.

Zur Funktion der Schranke hatte sich der Arbeitskreis auch in seiner Antwort auf den Prüfauftrag geäußert. „Eine Durchfahrt durch die Schranke ist ausschließlich für die Eigentümer des Schaltkottens, die Anlieferung von Haus Müngsten sowie den Betreiber des Minigolfplatzes erlaubt. Diese Personen sind mit einer Fernbedienung für die Schranke ausgestattet.“ Für Veranstaltungen im Haus Müngsten gibt es jedoch Ausnehmen, so etwa für das Fahrzeug eines Brautpaars. Weitere Durchfahrtgenehmigungen müssten seitens des Teilbetriebes Stadtgrün und Stadtbildpflege der TBS für die Stadt Solingen als Flächeneigentümer erteilt werden.

Wird die Brücke Welterbe, ist an ein Besucherzentrum gedacht

In Sachen Toiletten sieht der Arbeitskreis momentan keinen Handlungsbedarf. Aber er erklärt auch: „Mittel- und langfristig könnte, im Hinblick auf das Weltkulturerbe-Verfahren, die Installation einer erneuerten und erweiterten öffentlich zugänglichen Toilettenanlage in Verbindung mit der Einrichtung eines Gebäudes für Besucherinformationen sinnvoll sein.“

Wupperinsel Verschönerung

In der Sitzung der Bezirksvertretung Burg/Höhscheid wurde mitgeteilt, dass sich die Verschönerung der Wupperinsel verzögern wird. Grund sind Gespräche mit der Bezirksregierung. Über sie kommen die Fördergelder des Landes NRW für die Umsetzung des Integrierten Stadtteilentwicklungskonzepts nach Burg. So muss nach Angaben von Bezirksbürgermeister Paul Westeppe (CDU) jetzt der Maßnahmenkatalog für die Wupperinsel aufgeschnürt werden. Neu aufgestellt sollen dann die Schritte erfolgen, um den Parkplatz als touristischen Anlaufpunkt zu gestalten und in seiner Funktion entsprechend zu erweitern.

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