Feuerwehreinsatz

Feuer bei Rasspe: Brandursache weiter unklar - Polizei sucht Zeugen

Am Dienstagvormittag ist ein Brand im vorderen der denkmalgeschützten Gebäude auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände ausgebrochen. Die Brandursache ist noch unklar. Die Ermittlungen laufen.

+++ Update, 23. Juni, 13.27 Uhr +++

Solingen. Die Polizei ermittelt nach dem Brand am Dienstag auf dem ehemaligen Rasspegelände weiter. „Bisher gibt es noch keine neuen Erkenntnisse zur Ursache des Feuers“, bestätigt Polizeisprecher Stefan Weiand.

Die Polizei bittet jedoch Zeugen, die am 21. Juni, gegen kurz vor 11 Uhr, etwas Verdächtiges oder verdächtige Personen rund um das Gebiet Stöcken gesehen haben, sich unter der Rufnummer (02 02) 28 40 zu melden. kab

Der linke Gebäudeteil brannte.

+++ Update, 18.40 Uhr +++

Solingen. Wie die Feuerwehr mitteilt, ist die Straße Stöcken nun einseitig für den Verkehr wieder freigegeben. Bis circa 19.30 Uhr wird die Feuerwehr die letzten Arbeiten beendet haben. Dann kann der Verkehr wieder ungehindert fließen.

+++ Update, 18.30 Uhr +++

Solingen. Die Stadt spricht nach dem Feuer im Rasspe-Verwaltungsgebäude von einer schweren Beschädigung. Gleichzeitig steht die Schadenshöhe noch nicht fest. Noch ist die Wirtschaftsförderung Solingen Eigentümerin der Immobilie, das Gebäude sei versichert. Gleichzeitig hält der künftige Eigentümer und Investor, die sächsische Bauconzept Real Estate GmbH, an ihrem Vorgaben fest. Sie will die Bestandsgebäude sanieren und für das Projekt „Stöcken 17“ entwickeln. Das teilte eine Stadtsprecherin mit.

Bei der Vorstellung als Investor betonten Vertreter der Bauconcept Real Estate GmbH, dass sie zunächst mit dem Umbau der ehemaligen Lehrwerkstatt starten wollen. Dort wurde auch – anders als im Verwaltungsgebäude – zuletzt noch gearbeitet. „Der Bauunternehmer war am Montag noch bis etwa 17.30 Uhr vor Ort und hatte das Gelände, das mit einem Bauzaun gesichert ist, anschließend nachweisbar verlassen. Die an der Straße stehenden Gebäude sind darüber hinaus mit einem weiteren Sicherheitssystem geschützt. Aktuell wurde im Verwaltungsgebäude, in dem das Feuer ausgebrochen war, nicht gearbeitet, sondern nur an der Fassade der nördlich gelegenen Lehrwerkstatt und im nordöstlichen Teil des Anbaus“, heißt es dazu aus dem Solinger Rathaus.

+++ Update, 18 Uhr +++

Solingen. Die Feuerwehr ist weiterhin mit einem Dachdeckerbetrieb damit beschäftigt, lose Dachziegel und Fassadenteile abzutragen, um Bürgersteig und Straße zu sichern. Ein Einsatzende und damit das Aufheben der Straßensperrungen ist bislang nicht abzusehen, sagte Feuerwehrsprecher Michael Einhoff am frühen Dienstagabend. Haben Feuerwehr und Dachdecker ihre Arbeit getan, werden voraussichtlich die Technischen Betriebe Solingen den Gehweg absperren, um zusätzlich Passanten vor der Gefahr herabfallender Teile zu schützen.

+++ Update, 14.35 Uhr +++

Solingen. Die Straße rund um das Rasspe-Gelände ist weiterhin voll gesperrt. Lauf Polizeisprecher Stefan Weiand ist ein Ende noch nicht abzusehen.

Derweil wartet die Kripo darauf, Ermittlungen zur Brandursache zu beginnen. Die Beamten dürfen das Gebäude bisher nicht betreten. „Es ist relativ unwahrscheinlich, dass es da heute schon Erkenntnisse geben wird“, sagt Weiand.

Gleichzeitig beginnt die Feuerwehr damit, den Dachstuhl zu sichern, damit keine Schindeln und andere Teile auf Passanten oder Autos stürzen können. Dabei hofft die Feuerwehr laut Sprecher Michael Einhoff auf die Unterstützung eines Dachdeckerbetriebs. Um die Statik des Gebäudes nicht zu gefährden, wird darüber hinaus Wasser aus den Obergeschossen abgepumpt. So sollen die Betondecken entlastet und ein Teileinsturz im Gebäudeinneren verhindert werden.

+++ Update, 13.24 Uhr +++

Solingen. Bei einem großen Feuer ist am Dienstagvormittag das denkmalgeschützte Gebäude der ehemaligen Rasspe-Werk in Stöcken 17 schwer beschädigt worden. Ersten Informationen zufolge war der Brand gegen 11 Uhr im ersten Obergeschoss des Gebäudes ausgebrochen. Das berichtete Feuerwehrsprecher Michael Einhoff vor Ort. Von da aus hätten sich die Flammen ausgebreitet und seien von außen an der Fassade ins Dachgeschoss gezogen. Die gute Nachricht dabei: Niemand ist verletzt worden. Und: Zu keiner Zeit bestand Gefahr für die Bevölkerung durch den Brandrauch.

Gleich mehrere Anrufer meldeten um kurz vor 11 Uhr das Feuer bei Rasspe. Daher habe die Feuerwehrleitstelle direkt mehrere Löschzüge nach Stöcken geschickt. Als die ersten Fahrzeuge eintrafen, standen laut Feuerwehr rund 100 Quadratmeter im ersten Obergeschoss auf der vorderen linken Seite des Gebäudes in Brand. Dann sei das Feuer auch auf das Dachgeschoss übergegriffen.

Das denkmalgeschützte Gebäude auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände brannte.

Schon in ersten Stunde nach der Alarmierung hatten die Einsatzkräfte den Brand größtenteils gelöscht. Anschließend gingen sie von außen und innen gegen die letzten Glutnester vor. „Das ist sehr aufwendig und gefährlich, gerade bei Objekten wie diesen“, machte Einhoff an der Einsatzstelle deutlich. Mögliche Löcher in Decken und Böden könnten eine Gefahr für die Wehrleute sein. Er rechnet daher, dass die Straßensperrung zwischen Kuller Eck und der Kohlfurth noch lange anhält. „Bis zum Nachmittag bleibt es mindestens gesperrt“, hieß es von der Feuerwehr. Nur eventuell könne die Straße schon früher einseitig für den Verkehr freigegeben werden.

„Der Schaden ist relativ groß“, berichtete Michael Einhoff rund anderthalb Stunden nach der Alarmierung. Jedoch konnte eine noch weitere Ausbreitung verhindert werden. Und auch die denkmalgeschützte Fassade ließe sich laut einer ersten Einschätzung der Einsatzkräfte erhalten.

Einhoff sprach von einem Vollalarm für die Solinger Feuerwehr. 70 Kräfte und 20 Fahrzeuge seien vor Ort. Neben den Berufsrettern seien alle Freiwilligen Wehrleute im Einsatz gewesen, nur der Umweltschutzzug und die Einheit Burg seien nicht alarmiert worden. Die Freiwilligen Feuerwehren unterstützen dabei entweder in Stöcken oder besetzten die Berufsfeuerwehrwachen. Zusätzlich war auch die Remscheider Feuerwehr nach Stöcken entsandt worden. Michael Einhoff betonte, dass auch der Grundausbildungslehrgang der Solinger Feuerwehr im Projekt „Training on the Job“ bei der Brandbekämpfung eingesetzt wurde.

Nun wird die Solinger Feuerwehr in den kommenden Stunden die restlichen Glutnester im Gebäude löschen. Dabei erhält sie Hilfe durch einen Statiker, der einschätzen soll, welche Bereiche die Feuerwehr betreten kann. Die Brandursache ist noch unklar, die Feuerwehr verweist auf die Ermittlungen der Polizei. Feuerwehrsprecher Michael Einhoff: „Das Gebäude ist eigentlich gegen Eindringen gesichert. Wir mussten uns mit einer Flex gewaltsam Zutritt verschaffen.“

Es ist nicht das erste Mal, dass die Feuerwehr zu Rasspe ausrückt. Bereits 2016 kam es zu einem Großfeuer, bei dem die Flammen stundenlang aus den leeren Fensterhöhlen zu sehen waren. Beim neuerlichen Einsatz war es hingegen größtenteils nur weithin sicht- und riechbarer Rauch. Insbesondere die langen Wege zur Wasserförderung forderten der Feuerwehr einiges ab. Profitieren von den Erfahrungen des ersten Einsatzes konnten die Retter nur bedingt. Nur ungefähr die Hälfte von damals sei am Dienstag wieder im Einsatz gewesen, schätzte Sprecher Michael Einhoff. lho

Bereits im Januar 2016 hat es in dem Gebäude einen Großbrand gegeben.

Das denkmalgeschützte Gebäude auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände brennt.

+++ Update, 12.39 Uhr +++

Solingen. Der Brand ist weitestgehend gelöscht. Nun stehen die Nachlöscharbeiten an, heißt es von der Feuerwehr. Da das Gebäude seit einiger Zeit leer steht, seien diese durchaus aufwendig und gefährlich. Ein Statiker sei auf dem Weg.

Nach ersten Erkenntnissen ist der Brand im 1. Obergeschoss ausgebrochen und hat sich von dort aus weiter verbreitet. Derzeit geht die Feuerwehr davon aus, dass die Fassade des denkmalgeschützen Gebäudes erhalten bleiben kann.

Die Nachlöscharbeiten können noch mehrere Stunden andauern, die Straße bleibt währenddessen vorerst gesperrt. lho

+++ Update, 12.05 Uhr +++

Solingen. Die Feuerwehr ist weiter dabei, den Brand auf dem ehemaligen Rasspe-Gelände von innnen und außen zu löschen. Das bestätigt die Feuerwehr auf Nachfrage. Derzeit öffnet die Feuerwehr mit Hilfe der Drehleiter das Dach des Gebäude.

Laut Feuerwehr besteht keine Gefahr für die Anwohner. kab

Unsere Meldung vom 21. Juni, 11.45 Uhr

Die Feuerwehr löschte den Brand.

Solingen. Gegen 11 Uhr wurde die Feuerwehr Solingen zu ehemaligen Rasspegelände, Stöcken 17, gerufen. Dort brennt der linke Gebäudeteil des denkmalgeschützten Gebäudes. Laut Feuerwehr wurden mehrere Anwohner durch die enorme Rauchentwicklung und Flammen, die aus dem Fenster schlagen auf den Brand aufmerksam und alarmierten die Einsatzkräfte.

Der Einsatz läuft noch, die Straße ist derzeit gesperrt. Es staut sich weit zurück, Fahrzeuge werden ab der Kreuzung Schlagbaum umgeleitet.

Wir berichten weiter.

Rubriklistenbild: © Heike Kissling

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