Noch sind Fragen offen

Bodenrecyclinganlage am Westring: Baustart verzögert sich

Am Westring soll die Bodenrecyclinganlage entstehen.Foto: Christian Beier
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Am Westring soll die Bodenrecyclinganlage entstehen.

Verantwortliche überarbeiten die Pläne für das Projekt am Westring.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Der Bau einer Bodenrecyclinganlage am Westring verzögert sich. Dass die Abfallwirtschaftsgesellschaft Wuppertal (AWG) ihre Pläne verändert hat, wirkt sich auf das Genehmigungsverfahren für das Projekt aus. Mit den Anpassungen wolle man den Gräfrather Anwohnern entgegenkommen, erklärt die AWG. Wann mit dem Neubau begonnen werden kann, sei derzeit unklar.

Seit Ende 2019 gibt es Diskussionen über das Vorhaben an der Stadtgrenze zu Solingen. Die Anlage soll Bodenaushub von kommunalen Wuppertaler Baustellen aufbereiten. Bislang wird der Schutt per Lkw zu einer Deponie in Aldenhoven befördert und dort entsorgt. Vom Bodenrecycling erhoffen sich die Verantwortlichen einen geringeren Ressourcenverbrauch sowie CO2-Einsparungen. Es handele sich für die AWG um „eines der wichtigsten Nachhaltigkeitsprojekte der nahen Zukunft“.

Das erkennen die Gräfrather Nachbarn an. Es herrsche Einigkeit darüber, dass die Anlage aus den genannten Gründen sinnvoll ist, betont Christian Robbin. Er gehört zu den Anwohnern, die sich zur Arbeitsgruppe „Westring“ zusammengeschlossen haben. Sie fürchten vor allem steigende Lärm-, Staub- und Verkehrsbelastung.

Solingen: Anwohner kritisieren „zunehmende bauliche Verdichtung“

Ende September konnten 22 Anwohner ihre Bedenken bei einem Treffen mit den Projektverantwortlichen ansprechen. Nun plant die AWG unter anderem mit einer dritten Lärmschutzwand in Richtung Solingen. Zudem sollen die Betriebszeiten eines Brechers verkürzt werden. Die AWG macht deutlich, „dass es nicht um die Diskussion geht, ob die Anlage gebaut wird, sondern darum, die Anlage so verträglich wie möglich zu gestalten“.

Beide Seiten möchten miteinander im Dialog bleiben. Insbesondere aufseiten der Anwohner gibt es noch offene Fragen und Kritikpunkt, erklärt Christian Robbin. Sie bemängeln zum einen, dass „keine transparente Prüfung von Alternativstandorten“ stattgefunden habe. Außerdem weist er „auf die Gefahr durch Versiegelung für das Quellgebiet des Holzer Baches, Trinkwasserquellen auf Solinger Seite und der Kleinen Düssel“ auf Wuppertaler Gebiet hin. Auch gebe es noch keine Ausgleichsmaßnahmen für die 300 Bäume, die für das Projekt gefällt werden mussten. Ersatzpflanzungen, betont Robbin, müssten schnell, in örtlicher Nähe sowie in ausreichender Menge und Qualität erfolgen.

Grundsätzlich bewerten die Anwohner „die zunehmende bauliche Verdichtung am Roggenkamp“ kritisch. Im Bereich rund um den Autobahnzubringer befinden sich die Gewerbegebiete Haan-Ost, Backesheide, Westring, Fürkeltrath und Piepersberg.

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