Mit Terminvergabe

Marathon: 484 Menschen spenden Blut

Viele Solinger spendeten Blut – natürlich mit Abstand.
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Viele Solinger spendeten Blut – natürlich mit Abstand.

Der DRK-Blutspendedienst zieht eine positive Bilanz der Großveranstaltung in der Corona-Krise. Sie wurde mit besonderen Vorsichtsmaßnahmen abgehalten.

Von Anja Kriskofski

Solingen. 484 Menschen haben beim 16. Blutspende-Marathon am Pfingstmontag Blut gespendet – 99 waren Erstspender. Wegen der Corona-Krise lief die Veranstaltung von DRK-Blutspendedienst West, DRK-Kreisverband und Solinger Tageblatt ganz anders ab als in den Jahren zuvor. Wer spenden wollte, sollte sich vorab einen Termin reservieren. Um Menschenansammlungen zu vermeiden, durften nur Spender ins Theater und Konzerthaus, ein Rahmenprogramm gab es nicht. Thomas Herzfeld, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit beim Blutspendedienst, zog eine positive Bilanz: „Es ist großartig gelaufen. Wir freuen uns, dass auch so viele Erstspender gekommen sind.“ Man brauche jede Blutkonserve, betonte er.

Der 16. Blutspende-Marathon

Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus.
Blutspende-Marathon 2020 im Theater und Konzerthaus. © Tim Oelbermann

„Wir waren nervös, ob genug Anmeldungen kommen“, sagte Vera Sievert, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit. Doch am Samstagnachmittag seien alle Termine vergeben gewesen. Das Reservierungssystem klappe gut, erklärte Thomas Herzfeld. „Bis Ende des Jahres werden wir das bei den Blutspendeterminen in Solingen beibehalten.“ Dank Termins seien die Spender mit der Blutspende auch schneller fertig.

Das DRK hatte zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen eingeführt. Spender mussten Mund-Nase-Maske tragen und sich bereits am Eingang die Hände desinfizieren. Die Tische für die Anmeldung und Liegen im Konzertsaal waren mit Abstand aufgestellt. Neben den Mitarbeitern des Blutspendedienstes waren auch 22 Ehrenamtler vom DRK Solingen dabei: „Ein großer Dank für ihren Einsatz“, sagte Kreisgeschäftsführer Dr. Thorsten Böth.

30 Mitglieder der Solingen Paladins kamen am Montag zum Blutspende-Marathon ins Theater und Konzerthaus.

Gleich 30 Mitglieder hatten die Solingen Paladins für die Blutspende mobilisiert – von Spielern über Trainer und Vorstand bis zum Catering-Team des American-Football-Vereins. „Gerade in der Corona-Krise ist es noch wichtiger, Blut zu spenden“, sagte der 2. Vorsitzende Ingo Hübner. Auch Erstspender waren erschienen. So wie Lasse Hermes. Für den guten Zweck mache er gerne mit, sagte der 19-jährige Spieler.

Blutspende-Marathon: Spender bewerten Terminvergabe positiv

„Klasse, dass so viele Paladins gekommen sind“, freute sich Fabian Schütz. Das Mitglied der Tennis-Herren beim WMTV hatte die Paladins für den Blutspende-Marathon nominiert. Er hofft, dass der Staffelstab jedes Jahr an einen anderen Verein weiterwandert. Auch die WMTV-Herren waren am Montag zu siebt dabei.

Einer der ersten Blutspender war Montagmorgen Gerd Fritsche. Er nehme zum sechsten Mal am Marathon teil. „Ich bin ehemaliger Rennfahrer und habe selbst mehrere Male nach Unfällen im Krankenhaus gelegen. Auch mein Sohn fährt Motocross.“ Blut zu spenden sehe er als Verpflichtung, anderen etwas zurückzugeben.

Für Dr. Irene Aprath war es bereits der 9. Blutspende-Marathon. „Für mich ist klar, dass ich am Pfingstmontag Blut spenden gehe.“ Dass nun erstmals Termine vergeben wurden, finde sie gut: „Die Wartezeiten sind überschaubarer. Innerhalb einer Stunde war ich wieder raus.“ Angel Antonio Moran ist ebenfalls regelmäßiger Blutspender. Als Jugendlicher habe er bei einem Krankenhausaufenthalt davon gehört, dass Blut knapp sei. Seit seinem 20. Lebensjahr spende er nun – in der Regel vier Mal im Jahr.

Lisa Di Donato war Pfingstmontag zum ersten Mal dabei. „Ich bin mit meinem Freund hier. Weil sein Großvater beim Roten Kreuz ist, haben wir uns entschieden, auch mal Blut zu spenden.“

Nächster Termin

Beim Blutspende-Marathon im vergangenen Jahr waren 720 Spender dabei, beim Auftakt 2005 waren es 750. Der nächste Blutspendetermin findet statt am Mittwoch, 17. Juni, von 14 bis 19 Uhr, im Clemenssaal, Goerdelerstraße 78. Eine Voranmeldung ist zwingend erforderlich: Tel. (08 00) 1 19 49 11, über die Spender-App, oder über die Homepage

blutspendedienst-west.de

Standpunkt: Dank an alle Spender

Von Anja Kriskofski

anja.kriskofski @solinger-tageblatt.de

Für das Deutsche Rote Kreuz ist der Solinger Blutspende-Marathon ein wichtiger Termin. Im Mai und Juni mit ihren vielen Feiertagen fallen viele reguläre Termine flach, es kann weniger gespendet werden. In diesem Jahr wird dieses Problem noch verstärkt: Wegen der Corona-Pandemie sind Blutspende-Termine in kleinen Veranstaltungsräumen, Firmen und Schulen nicht möglich. Die Folge: Das DRK hat keine Vorräte an Blutkonserven mehr. Was reinkommt, geht sofort wieder an die Krankenhäuser raus, die verschobene Operationen nun nachholen. 

Die Blutspendedienste in anderen Regionen können auch nicht aushelfen, weil sie vor den gleichen Problemen stehen. Deshalb ist es ein großartiger Erfolg, dass beim Solinger Marathon 484 Menschen Blut gespendet haben – 99 sogar zum ersten Mal. Sie sind trotz Corona-Pandemie, veränderter Abläufe und strenger Hygienevorschriften ins Theater und Konzerthaus gekommen. Toll ist auch die Initiative Solinger Sportler, gemeinsam für den guten Zweck aufzulaufen und Erstspender zu mobilisieren. Wer auf das Blut anderer angewiesen ist, wird es ihnen danken.

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