Ordnungsamt

Raser: Neuer Messwagen blitzt auch in Kurven

Jan Meurer vom Ordnungsamt präsentiert die Technik des neuen Messwagens. Der bietet moderne Arbeitsbedingungen. Foto: Michael Schütz
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Jan Meurer vom Ordnungsamt präsentiert die Technik des neuen Messwagens. Der bietet moderne Arbeitsbedingungen.

Fahrzeug für die Tempo-Überwachung misst mit Lasertechnik – es kostete 185 000 Euro

Von Andreas Tews

Solingen. Die Stadt hat bei ihren Tempomesswagen technisch aufgerüstet. Seit Mitte April steht ein neues Fahrzeug an den Solinger Straßen. Verbunden damit ist eine neue Technik, durch die die Mitarbeiter des Ordnungsamtes unter anderem auch in Kurven „blitzen“ können. Zudem können sie die Messanlage unabhängig vom Standort des Autos am Fahrbahnrand platzieren. Zusammen haben diese Neuanschaffungen nach Angaben aus dem Rathaus rund 185.000 Euro gekostet.

Die Stadtverwaltung verfügt über zwei Messwagen. Einer wurde vor einem Jahr bei einem Unfall zum Totalschaden. Als Ersatz wurde im vergangenen Sommer der neue VW-Bulli des Typs T6 bestellt, der vor drei Wochen ausgeliefert wurde. Für 2020 habe ohnehin eine Neubeschaffung angestanden, berichtet Rathaussprecherin Sabine Rische. Die Fahrzeuge werden nach ihren Angaben alle fünf bis zehn Jahre ausgetauscht. Ein Fahrzeug behalte man immer in Reserve, falls eines kaputtgehe. Unter anderem kündigte die Stadt vor Kurzem verstärkte Messungen am Gräfrather Ortskern an.

Ordnungsamt: Mobile Radaranlage neben dem Auto blitzt Temposünder und Raser

Der neue Wagen bietet einige Neuerungen. So ist die Messanlage nicht fest im Fahrzeug installiert. Dadurch kann sie – es handelt sich um eine Anlage in Blumenkastengröße – einige Meter vom Auto entfernt postiert werden. Rische betont: „Aber das Personal wird immer in Sichtweite stehen und die Anlage im Blick behalten.“ Statt der alten Radartechnik arbeitet das neue Gerät mit Lasermessungen. Dies biete neue Einsatzmöglichkeiten, wie zum Beispiel Messungen an kurvigen Strecken.

Neuerungen bietet das „Blitzer“-Auto auch im Inneren. So ist darin ein kleines Büro mit Schreibtisch, Stuhl und kleinen Schränken eingebaut. Dies biete nicht nur die Möglichkeit, dass jetzt auch Mitarbeiter mit körperlichen Behinderungen darin arbeiten können. Allgemein handelt es sich laut Rische um einen „praktischen und gesundheitsfreundlichen Arbeitsplatz“.

Wichtig sei auch, dass jetzt mit einem Laptop gearbeitet werden könne. Dies sei für die neue Messtechnik notwendig. Rische: „Da sollte man das Gerät nicht auf dem Schoß balancieren.“

Durch die beiden Messwagen nimmt die Stadt pro Jahr rund 1 Million Euro an Buß- und Verwarngeldern ein. Aus dem Rathaus heißt es aber regelmäßig, dass dies nicht der Hauptgrund für die Tempokontrollen sei. Es gehe in erster Linie darum, die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen. Unter anderen am Balkhauser Weg bleiben Raser ein Problem.

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes fahren knapp 150 festgelegte Messstellen auf 110 Straßen an. Über die aktuellen Standorte stimmen sie sich mit der Polizei ab, die ebenfalls regelmäßig die Geschwindigkeit der Fahrzeuge misst.

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