Naturschutz

Blaumeisensterben erreicht das Bergische Land

Eine Blaumeise an einem Futterplatz. Foto: Roland Weihrauch
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Eine Blaumeise an einem Futterplatz.

Ein Bakterium löst eine Lungenentzündung aus.

Von Katharina Birkenbeul

In diesem Jahr sollten Gartenbesitzer genauer darauf achten, in welchem Zustand die Vögel sind, die sich dort aufhalten, um etwa zu fressen. Besonders bei den Blaumeisen. Denn seit März werden dem Naturschutzbund (Nabu) in Deutschland Blaumeisen gemeldet, die mit dem Bakterium Suttonella ornithocola infiziert sind. Der erste Fall erreichte bereits das Bergische Land. In Solingen scheinen die Infektionszahlen allerdings gering zu sein. „Uns liegen keine Meldungen über kranke Blaumeisen vor“, betont Frank Sonnenburg von der Biologischen Station Mittlere Wupper. Auch das Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt (BVLA) bestätigt das. „Dem BVLA sind bisher keine konkreten Fälle gemeldet worden, auch wurden keine toten Meisen zur Weiterleitung an das Chemische- und Veterinäruntersuchungsamt Rhein-Ruhr-Wupper abgegeben“, erklärt Stadtsprecherin Sabine Rische.

Blaumeisen gehören zu einer der häufigsten Vogelarten im Bergischen Land, so Sonnenburg. Sie sind an ihrem blauen Gefieder zu erkennen. Das Bakterium Suttonella ornithocola löst bei den Vögeln eine Lungenentzündung aus. Kurz bevor die Meisen sterben, wirken sie oft apathisch und aufgeplustert, das Kopfgefieder kann ausgefallen sein, die Augen verklebt.

Nabu bittet darum, kranke Tiere online zu melden

Das bisher noch keine Meisen gemeldet worden, schließe aber nicht aus, dass welche infiziert sind. „Wir hoffen dennoch, dass es günstig abläuft. Nach der Brut haben die Vögel auch weniger Kontakt und dadurch ist die Übertragungsgefahr geringer“, erklärt Sonnenburg. Auf eine Übertragung auf den Menschen gibt es bisher noch keine Hinweise. Der Nabu bittet deshalb darum, kranke Tiere online zu melden, um einen besseren Überblick über die Ausbreitung der Krankheit zu bekommen. Zudem können Fundtiere beim BVLA, Dorper Straße 26, abgegeben werden – „doppelt verpackt in einer Plastiktüte“, so Rische. Möglich ist das von Montag bis Donnerstag, 9 bis 15 Uhr, sowie freitags bis 13 Uhr möglich.

https://t1p.de/jh2hg

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