Tierpark

Berufskolleg-Schüler entwerfen Logos für die Fauna

Schüler und Schülerinnen des Technischen Berufskollegs zeigten dem Fauna-Vorstand ihre Arbeiten (v. l.): Ulrich Schramm, Norbert Chumchal, Vera Schramm und Ulla Hösterey. Foto: Christian Beier
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Schüler und Schülerinnen des Technischen Berufskollegs zeigten dem Fauna-Vorstand ihre Arbeiten (v. l.): Ulrich Schramm, Norbert Chumchal, Vera Schramm und Ulla Hösterey.

Vorstand und Geschäftsführung haben jetzt die Qual der Wahl.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Die Entscheidung wird schwer. Am Montagvormittag begutachteten Geschäftsführung und Vorstand des Gräfrather Tierparks Fauna die 16 Entwürfe für ein neues Logo, das ihnen Mittelstufenschüler und -schülerinnen des Technischen Berufskollegs präsentierten. Klare, auch für Kinder gut lesbare Schriften in übersichtlichem Layout, kombiniert mit stilisierten Papageien, Waschbären oder Erdmännchen waren etwa in den verschiedenen Arbeitsbeispielen zu sehen. Eine Fülle von unterschiedlichen Ergebnissen, bei denen alle Vorgaben berücksichtigt und jeweils individuell gestaltet waren: Bei der Farbgebung sollte Grün dominieren und die Eule, seit 1932 das Erkennungszeichen der Fauna, sollte zu sehen sein.

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Wir werden uns Zeit nehmen, um alles noch mal in Ruhe anzuschauen.

Ulrich Schramm, 1. Vorsitzender

„Ich bin wirklich beeindruckt angesichts der Professionalität der Entwürfe, der vielen Ideen und der durchdachten Umsetzung“, sagte Ulrich Schramm, der sich gemeinsam mit seiner Frau Vera, der Geschäftsführerin, und anderen Leitungspersonen des Tierparks am vorbereiteten U-förmigen Präsentationstisch von Vorschlag zu Vorschlag durcharbeitete. Das Ganze fußte auf einer Initiative der künftigen Gestaltungsassistenten. Die Berufsschüler hatten die Idee, für die Fauna ein neues Logo zu entwerfen, im Unterricht entwickelt.

„Der Gedanke kam aus der Schülerschaft“, erklärte Sophia Weis, gemeinsam mit Daniela Dünnebeil die betreuende Fachlehrerin. „Aufgabe war es, für eine Firma oder etwas Vergleichbares, ein neues Logo zu entwerfen. Die Wahl fiel schnell auf die Fauna. Folglich haben wir dieses Projekt gestartet, haben gemeinsam den Tierpark besucht und danach ging es los mit konkreter Ideenfinden und auch der Umsetzung.“

Schon die ersten Entwürfe kamen gut an

Klar war von Anfang an, dass es mehr sein sollte als nur ein Logo: Es geht um die Themen Corporate Identity und Marketing. Also lieferten die Schüler und Schülerinnen als Ergebnisse jeweils komplette Geschäftsausstattungen, mit Briefbogen, Visitenkarten und Flyern, dazu wahlweise noch Ideen für Merchandising-Artikel wie Sticker, Stofftaschen oder Porzellantassen. Im Herbst konnte Ulla Hösterey, Schriftführerin des Vereins Fauna, erste Entwürfe besichtigen und war „hellauf begeistert“, wie sie betonte.

Lediglich ein paar Anmerkungen hatte sie, beispielsweise die bereits erwähnte Dominanz der Farbe Grün, etwa in Schrift oder Skizzen. „Aber als ich die Arbeiten sah, war ich sofort Feuer und Flamme und habe grünes Licht fürs Weitermachen gegeben“, sagt sie.

Vorstand und Geschäftsführung müssen sich nun entscheiden

Mit der Präsentation der 16 Vorschläge ist nun die Führungsriege des Tierparks am Zug. „Wir werden uns Zeit nehmen, um alles noch mal in Ruhe anzuschauen, und dann für uns Kriterien entwickeln, die uns bei einer Entscheidung helfen können“, sagt Ulrich Schramm. „Zum Beispiel müssen wir festlegen, ob wir primär Kinder oder Erwachsene spontan mit dem Logo ansprechen wollen.“ Je nachdem finden sich dann die Antworten auf die Fragen nach dem optimalen Schrift-Typ, nach der Schriftfarbe und ob eine minimalistische oder üppigere Ausgestaltung des Logos einen höheren Wiedererkennungswert hat.

Für die Schüler sei diese Zusammenarbeit mit der Fauna „richtig klasse“, sagte Lehrerin Sophia Weis. „Die Motivation war riesig.“ Man merkt ihr den berechtigten Stolz auf ihre Schützlinge durchaus an, denn alle haben sich im Umgang mit den entsprechenden Computer-Programmen und bei der einzusetzenden Arbeitsenergie wacker geschlagen. „Wir haben immer wieder mal Tipps gegeben, aber im Wesentlichen haben die Jugendlichen gut alleine gearbeitet und sich auch gegenseitig unterstützt“, sagt Daniela Dünnebeil.

Wie lange der Entscheidungsprozess nun dauern wird und wann der erste Brief mit neuer Optik verschickt wird, steht noch nicht fest. Für Vorstand und Geschäftsführung steht fest: „Keine Schnellschüsse, aber auch keine Endlossache.“

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