Spielstätte

Bergischer HC weicht künftig häufiger nach Düsseldorf aus

Die BHC-Geschäftsführer Jörg Föste und Philipp Tychy verfolgten die Ratssitzung. Foto: Christian Beier
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Die BHC-Geschäftsführer Jörg Föste und Philipp Tychy verfolgten die Ratssitzung.

Der Handball-Bundesligist begrüßt die Ratsentscheidung zur Arena Bergisch Land.

Von Thomas Rademacher

Solingen. Der Rat der Stadt Solingen hat mit breiter Mehrheit den Entschluss gefasst, in eingehende Prüfungen und Planungen zum Bau der Arena Bergisch Land einzusteigen. Auf dieses politische Signal hatten die Verantwortlichen von Handball-Bundesligist Bergischer HC lange gewartet. „Es war allerhöchste Eisenbahn“, sagt Geschäftsführer Jörg Föste, der zudem bestätigt: Wenn die neue Sportstätte irgendwann gebaut ist, wird der BHC alle Heimspiele dort bestreiten. „Die Arena wird unsere Heimat sein“, betont er. Bis dahin allerdings weicht der Verein für weitere Partien nach Düsseldorf aus.

Als zusätzlicher Austragungsort steht ab der Saison 2022/23 die Mitsubishi Electric Halle zur Verfügung. In Kooperation mit der Sportstadt Düsseldorf wird die ehemals als Philipshalle bekannte Mehrzweckhalle derzeit modernisiert, um sie für Bundesliga-Erfordernisse bei einer Kapazität von 4300 Zuschauern tauglich zu machen. Damit steht fest, dass der Verein mehr als die bisherigen vier Spiele pro Saison in der Landeshauptstadt austragen wird. „Das wird sicher so sein“, stellt Föste klar. „Wir mussten uns auch für den Fall wappnen, dass das Votum im Rat gegen die Arena ausgefallen wäre und somit die Planung gar nicht erst hätte begonnen werden können.“

Grundsätzlich plant der BHC neben der Mitsubishi Electric Halle weiterhin mit dem Düsseldorfer PSD Bank Dome, der Wuppertaler Unihalle sowie der Solinger Klingenhalle. Wie viele Spiele an welchem Standort ausgetragen werden, weiß Föste noch nicht. „Man darf den Aufwand, den die Umzüge zwischen verschiedenen Standorten mit sich bringen, nicht verkennen“, sagt der Geschäftsführer. „Diese Entscheidung wollen wir nicht treffen, ohne mit unseren Aufbauhelfern zu sprechen, für die die Wechsel die größte Belastung darstellen.“

Föste gibt auch deshalb keine Prognose ab, weil es derzeit noch keinen Rahmenterminplan für die kommende Saison gebe. „Wenn wir den haben und die Verfügbarkeiten der Hallen kennen, treffen wir uns mit einem Kreis an Dauerkarten-Inhabern, Partnern und Helfern, um mit ihm zu erörtern, wie wir uns für die nächste Spielzeit in der Standortfrage aufstellen. Danach werden wir uns präziser äußern.“ Ein wichtiger Faktor werde bei günstigem Verlauf der Corona-Pandemie auch das Fassungsvermögen der Hallen sein. Föste: „Die Mitsubishi Electric Halle entspricht ziemlich genau den Anforderungen in der Bundesliga.“

Grundsätzlich wünscht sich der Geschäftsführer, dass nicht zu viel Zeit ins Land zieht, bis die Bauplanungen in Solingen konkreter werden. „All das mit dem Ziel, ein menschenfreundliches Freizeit-Biotop mit einer zeitgemäßen, klimaneutralen und nachhaltigen Arena als i-Tüpfelchen zu realisieren.“

Reaktion auf Ratsbeschluss

Jungpolitiker sehen Arena positiv: In einer gemeinsamen Mitteilung unterstützen die Junge Union, Jusos und Julis den Beschluss des Rates, das Projekt Arena Bergisch Land in Angriff zu nehmen. Die Jugendorganisationen von CDU, SPD und FDP erklären, „dass die Arena – bei erfolgreicher Prüfung – ein Gewinn für die Stadt und insbesondere die Jugend sein könnte“. Unter anderem könne sie zur Belebung der Innenstadt beitragen. Ausdrücklich widersprechen sie einem Positionspapier von Jugendstadtrat und Fridays for Future, nach dem die Mehrzweckhalle kein Projekt für die Jugend sei. Wer behaupte, die Jugend sei geschlossen gegen das Projekt, täusche andere oder sich selbst. ate

Lesen Sie dazu auch: Mein Blick auf die Woche im Sport von Thomas Rademacher

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