Workshop-Reihe des Kompetenzzentrums Frau und Beruf

Bergische Unternehmen wollen Frauen binden

Der Start des mehrteiligen Workshops in der Bethanien-Kapelle: Zum Auftakt standen attraktive Arbeitsbedingungen im Fokus. Foto:
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Der Start des mehrteiligen Workshops in der Bethanien-Kapelle: Zum Auftakt standen attraktive Arbeitsbedingungen im Fokus.

Potenziale von Frauen erschließen, weibliche Beschäftigte in Führungspositionen bringen und die Karriereentwicklung unterstützen: Das sind die Ziele einer vierteiligen Workshop-Reihe.

Von Susan Jörges

Solingen. Potenziale von Frauen erschließen, weibliche Beschäftigte in Führungspositionen bringen und die Karriereentwicklung unterstützen: Das sind die Ziele einer vierteiligen Workshop-Reihe, die am Mittwoch mit acht Unternehmen aus dem Bergischen Städtedreieck gestartet ist. Aus Solingen nehmen Städtisches Klinikum, Diakonisches Werk Bethanien und der Medizintechnikhersteller GE Healthcare teil. Organisiert wird die Fortbildung von Competentia, dem Kompetenzzentrum Frau und Beruf Bergisches Städtedreieck. Sie ist Teil einer Initiative der drei Bergischen Oberbürgermeister für mehr Frauen in Führung im Städtedreieck.

In den nächsten sieben Monaten erhalten die Teilnehmer Informationen zu attraktiven Arbeitsbedingungen, zum Personal-Marketing und zur Karriereförderung. Begleitend werden neue Impulse und erlernte Kompetenzen in den Unternehmen umgesetzt.

Großen Handlungsbedarf in Sachen Gleichstellung, Work-Life-Balance und Frauenförderung sehen alle Veranstaltungsteilnehmer: „Teilzeitstellen, fehlendes Selbstbewusstsein und festgefahrene Rollenvorstellungen hindern einige Frauen daran, Führungspositionen anzustreben“, so Dorothea Grabe, Gleichstellungsbeauftragte des Klinikums. Nicht fehlende Qualifikationen, sondern verhärtete Rahmenbedingungen seien oftmals der Grund für das Ungleichgewicht zwischen männlichen und weiblichen Führungskräften, betonen die Teilnehmer.

Insgesamt vier Veranstaltungen finden bis Januar statt

Unter Anleitung von Birgit Frese, Projektverantwortliche des Kompetenzzentrums, wollen sie sich diesen Themen stellen. Potenziale zu erkennen und auf Frauen und ihre Karrierewünsche einzugehen, liege in der Verantwortung eines modernen und attraktiven Arbeitgebers, sagt Natalie Schaffert von der Bethanien-Altenhilfe: „Ich möchte für jede Beschäftigte eine individuelle Lösung finden, die zu der jeweiligen Lebens- und Karrierephase passt.“ Der Referent für Personalentwicklung des Klinikums, Gerhard Raßmann, macht klar: „Wir streben keine Gleichförmigkeit an, vielmehr wollen wir jeden und jede dort fördern, wo Unterstützung nötig ist.“

Die vier Veranstaltungstermine adressieren unterschiedliche Kernthemen: Zunächst erarbeitete die Gruppe Kennwerte für attraktive Arbeitsbedingungen. Im November stehen unterstützende Maßnahmen für die individuelle Karriereentwicklung im Fokus. Zum Jahresende sprechen die Teilnehmer über Personalmarketing und den Außenauftritt eines Unternehmens. Im Januar folgt eine Rekapitulation. Dass sich in allen Unternehmen ein „Richtungswechsel“, wie es Frese beschreibt, vollziehen muss, sei auch für die Wirtschaftskraft des Bergischen Landes zwingend notwendig.

Zu den drei folgenden Terminen könnten weitere Unternehmen hinzustoßen: competentia.b.frese@ stadt.wuppertal.de

Weitere Informationen: wuppertal.de/microsite/competentia/index.php

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