Termin steht fest

Stadt Solingen bereitet großen „Dreck-Weg-Tag“ vor

Müll wird immer wieder illegal an Straßen oder in der Natur entsorgt. Archivfoto: Christian Beier
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Müll wird immer wieder illegal an Straßen oder in der Natur entsorgt. Archivfoto: Christian Beier

Derzeit wird besonders viel Müll illegal entsorgt – eine stadtweite Aktion soll Abhilfe schaffen

Solingen. Auf Freiflächen sowie in Wäldern und Bachtälern wird seit Monaten ungewöhnlich viel Müll illegal entsorgt. Dies ist nach Angaben der Stadtverwaltung eine Folge der Corona-Krise. „Die Belastung der Natur und der Wald- und Grünbereiche in der aktuellen Pandemie ist offensichtlich“, schreibt das Rathaus in einem von Stadtdirektor Hartmut Hoferichter (parteilos) unterzeichneten Bericht an die Lokalpolitik.

Besserung soll unter anderem ein stadtweiter „Dreck-Weg-Tag“ mit vielen Aktionen und großer Bürgerbeteiligung bringen. Den peilt das Rathaus für Samstag, 25. September, an.

„Dreck-Weg-Tage“ hat es in früheren Jahren öfter gegeben. Allerdings ist die Tradition einer stadtweiten Aktion in der jüngeren Vergangenheit eingeschlafen. Kleinere Müllsammelaktionen in Stadtteilen oder organisiert durch einzelne Vereine, Initiativen oder Politiker hat es aber immer wieder gegeben.

Motto beim Dreck-Weg-Tag am 25. September in Solingen: Wir machen alle(s) sauber

Das Motto der für September geplanten Aktion soll „Wir machen alle(s) sauber“ lauten. Koordiniert wird sie von den Technischen Betrieben (TBS) in Zusammenarbeit mit diversen Fachabteilungen der Stadtverwaltung.

Das Datum kurz vor den Herbstferien sei in der Hoffnung gewählt worden, dass die Corona-Lage eine solche Aktion dann auch zulasse. Außerdem seien die Brutzeiten in den Wäldern, Bachtälern und Grünbereichen zu beachten, erklärt das Rathaus. Da sich der angepeilte Samstag nicht für Aktionen der Schulen und Kindergärten eigne, sollen diese in der darauf folgenden Woche stattfinden.

Solingen: Hotspots sind Autobahnzubringer, Böschungen, Bachtäler und mehr

Die Sammlungen sollen unter anderem an „Hotspots“ stattfinden, von denen durch Meldungen aus der Bürgerschaft bekannt ist, dass dort Unrat liegt. Dazu zählt das Rathaus unter anderem Autobahnzubringer, Böschungen, Landesstraßen und leerstehende Gewerbeflächen. Aber auch bei Wanderern und Spaziergängern beliebte Bachtäler sowie andere Grünräume, etwa das Tal der Wupper, könnten aufgeräumt werden. Das Rote Kreuz etwa kämpft gegen Müll neben Kleidercontainern.

Auf jeden Fall streben Stadt und TBS eine möglichst breite Beteiligung der Bevölkerung an. Darum will man unter anderem auch Vereine und Verbände sowie Politiker aus den Stadtteilen ansprechen. Auch Werbeaktionen und eine Medienkampagne sollen auf den „Dreck-Weg-Tag“ aufmerksam machen.

2018 wurden den TBS bis August allein 530 wilde Müllkippen gemeldet.

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