Solinger Ferien(s)pass

Beim Bogenschießen sind Kinder schon kleine Profis

Mit Pfeil und Bogen aus großer Distanz schießen: die Fortgeschrittenen vertiefen ihre Kenntnisse beim Bogenschießen. Foto: Christian Beier
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Mit Pfeil und Bogen aus großer Distanz schießen: die Fortgeschrittenen vertiefen ihre Kenntnisse beim Bogenschießen.

Fortgeschrittene bekommen Gefühl für Pfeil und Bogen

Von Moritz Berger

Solingen. Mitten auf einer großen Wiese neben der ehemaligen Jugendherberge in Gräfrath warten mehrere Kinder ungeduldig darauf, die Bögen in die Hand nehmen zu können. Entlang eines Seils stehend, bekommen sie mit Blick auf die Zielwände letzte Einweisungen von Nicole Kaluza. Bevor es für die sechs Kinder losgehen kann, erinnert die Jugendreferentin noch mal an die Sicherheitsregeln, denn „wir haben es hier immer mit einer Waffe zu tun“.

Die Aktion des Solinger Ferien(s)pass richtete sich gestern schon an die Fortgeschrittenen, die bereits Erfahrungen mit Pfeil und Bogen sammeln konnten. Bei den 8- bis 16-Jährigen war es aber auch kein Problem, dass der eine oder andere Pfeil nicht ins Ziel gehe, erklärt Kaluza. „Wir haben hier keinen Wettbewerb, es geht vor allem darum, ein Gefühl für den Bogen zu bekommen.“ Dabei sei es wichtig, dass die Kinder lernen, den Bogen zu kontrollieren – nicht andersherum.

Spaß und sportlicher Ehrgeiz standen im Mittelpunkt

Für die kleinen Profis sind derweil andere Dinge wichtiger. „Es macht richtig viel Spaß, gerade wenn man mit dem Pfeil trifft“, berichtet eine der Teilnehmerinnen. Ein Junge fügt hinzu, dass es „toll ist, wenn man den Pfeil mit der eigenen Kraft so weit schießen kann“. Deshalb vergrößert Nicole Kaluza die Distanz zwischen den Zielwänden und der Schießlinie entlang des Seils immer mehr. Auch der Schwierigkeitsgrad werde regelmäßig erhöht, erklärt die Leiterin.

Darum fordert sie die Kinder unter anderem auf, ein Muster zu schießen oder möglichst viele Felder im Ziel zu treffen. Ebenfalls für viel Freude sorgt, dass „man direkt sieht, ob der Versuch geklappt hat oder nicht“, berichtet ein junger Teilnehmer. Manche ergreift der Ehrgeiz dadurch aber erst richtig. In Konkurrenz steht dabei allerdings niemand, so dass sich die Kinder untereinander immer wieder auch Tipps geben. Freundliche Verbesserungsvorschläge erhielt auch der Reporter, der das erste Mal das Bogenschießen ausprobierte.

Die Gemeinschaft stehe im Mittelpunkt, betont Nicole Kaluza, gerade ob der langen Zeit, die Kinder alleine verbracht haben. „Viele der Teilnehmer haben Konzentrationsschwierigkeiten, aber beim Bogenschießen müssen sie fokussiert an einer Sache dran bleiben.“ Auch in Geduld üben sich die Kinder, wenn sie warten, bis alle fertig sind – oder bis ein neugieriges Eichhörnchen den Schussbereich gequert hat.

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