Pandemie

Behörden zu 0 bis 75 Prozent im Homeoffice

Viele Solinger erledigen ihre Arbeit derzeit am Rechner von zu Hause aus – auch etliche Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes. Foto:Christian Beier
+
Viele Solinger erledigen ihre Arbeit derzeit am Rechner von zu Hause aus – auch etliche Mitarbeiter des Öffentlichen Dienstes.

Bei der Stadt arbeitet jeder Zweite von zuhause – je nach Aufgabengebiet variiert der Anteil.

Von Andreas Tews

Solingen. In der Stadtverwaltung und anderen Behörden wollen die Verantwortlichen so vielen Mitarbeitern wie möglich Homeoffice anbieten. Bei der Stadtverwaltung arbeitet nach Angaben von Oberbürgermeister Tim Kurzbach etwa jeder Zweite der 2000 Mitarbeiter von zu Hause. Angesichts vieler Bereiche, in denen Homeoffice nicht möglich sei, sei dies die „durchführbare Zielmarke“, erklärt Sprecher Thomas Kraft. Auch beim Finanzamt, den Stadtwerken oder der Stadt-Sparkasse liegt diese Quote je nach Aufgabengebiet zwischen null und 75 Prozent.

Solingen: Unternehmer kritisieren Forderung der Bundesregierung

Die Bundesregierung hatte vor allem Unternehmen dazu aufgefordert, ihre Mitarbeiter möglichst von zu Hause arbeiten zu lassen. Unternehmer entgegneten, dass die Behörden in diesem Bereich ihrer Vorbildfunktion nicht gerecht würden.

Für die Stadt betont Kraft, dass es in Behörden wichtig sei, die Funktionen aufrecht zu erhalten. Zudem, betont OB Kurzbach, gebe es Bereiche wie die Feuerwehr mit 200, die Müllabfuhr mit 100 oder die Kindergärten mit 400 Beschäftigten, in denen Heimarbeit nicht möglich sei. In den übrigen Diensten zahle es sich aus, dass die Stadt in den vergangenen Jahren in die Digitalisierung investiert habe.

Im Solinger Finanzamt haben nach Angaben der NRW-Finanzverwaltung bis zu 117 der 212 Bediensteten (55 Prozent) die Möglichkeit zum Homeoffice. Unter anderem für dringende persönliche Termine müssten aber immer Mitarbeiter vor Ort sein, erklärt Sprecher David Wulfinghoff.

Für die Polizei verweist Sprecher Stefan Weiand darauf, dass viele Aufgaben nicht aus dem Homeoffice erledigt werden könnten. Wo möglich versuche man aber, die Abstände zwischen den Mitarbeitern möglichst groß zu halten.

Bei den Stadtwerken werden die Unterschiede zwischen den Arbeitsbereichen besonders deutlich. Im Bereich Versorgung sind laut Sprecherin Lisa Nohl etwa 85 Prozent im Homeoffice, 15 nicht. Genau umgekehrt sehe es im Bereich der Netzgesellschaft aus, bei der viele Monteure arbeiten. Beim Verkehrsbetrieb müssen Busfahrer und Mitarbeiter der Leitstelle natürlich vor Ort sein. In diesen und ähnlichen Bereichen wird laut Sprecherin Silke Rampe viel mit Trennscheiben, FFP2-Masken oder in Einzelbüros gearbeitet. Bei der Fahrplanung liege die Quote bei 60, in der Personalabteilung bei 75 Prozent. Wo Ansprechpartner vor Ort sein müssten, seien es 25 Prozent.

Bei der Stadt-Sparkasse haben laut Martin Idelberger 156 der rund 550 Mitarbeiter Homeoffice-Möglichkeiten. Rahmenbedingungen einer Bank, wie die Informationssicherheit, der Datenschutz, das Bankgeheimnis oder Auflagen für eine Mindestanzahl an Mitarbeitern in Geschäftsstellen, schränken die Möglichkeiten aber ein.

In unserem Live-Blog finden Sie alle Informationen rund um das Coronavirus in Solingen. Der Blog wird laufend aktualisiert.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: Inzidenz liegt am Donnerstag erneut über 50 - Stadt verhandelt
Corona: Inzidenz liegt am Donnerstag erneut über 50 - Stadt verhandelt
Corona: Inzidenz liegt am Donnerstag erneut über 50 - Stadt verhandelt
Viele Freizeitanlagen in Solingen bleiben geschlossen
Viele Freizeitanlagen in Solingen bleiben geschlossen
Viele Freizeitanlagen in Solingen bleiben geschlossen
Stadt Solingen warnt vor dem Betreten von Waldwegen
Stadt Solingen warnt vor dem Betreten von Waldwegen
Stadt Solingen warnt vor dem Betreten von Waldwegen
Nach Unfall: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall: Die L 74 ist wieder frei

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare