Gräfrath

Bauverein erzielt „rekordverdächtigen Jahresüberschuss“

Die Geschäftsstelle erhielt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Genossenschaft einen modernen Glanz. Foto: Christian Beier
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Die Geschäftsstelle erhielt anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Genossenschaft einen modernen Glanz.

In Gräfrath fehlen Flächen für neuen bezahlbaren Wohnraum.

Von Holger Hoeck

Solingen. Von einem „rekordverdächtigen Jahresüberschuss“ sprach Francesco Cinquegrani in der vergangenen Woche bei der Mitgliederversammlung des Bauvereins Gräfrath. 622 000 Euro habe die Genossenschaft erwirtschaftet. 570 000 Euro fließen davon in die Rücklagen. Der Rest wird in Form einer vierprozentigen Dividende an die Mitglieder ausgeschüttet, erklärte der Geschäftsführer und Vorstandsvorsitzende.

Das war die wohl beste Nachricht bei der 98. Mitgliederversammlung. Ihr scheint eine Erwähnung in zukünftigen Chroniken des Bauvereins sicher. Erstmals saßen sich Vorstand, Aufsichtsrat und Mitglieder mit Mund-Nase-Masken gegenüber, als Aufsichtsratsvorsitzender Daniel Kaiser die Zusammenkunft, die ursprünglich Ende Juni stattfinden sollte, im Theater und Konzerthaus eröffnete.

Francesco Cinquegrani kam nicht umhin, die zurückliegenden Pandemie-Monate zu bilanzieren. „Wir hatten weniger Publikumsverkehr in der Geschäftsstelle. Termine, Fortbildungen und Versammlungen mussten verschoben werden. Doch die besondere Zeit hatte auch ihr Positives, denn wir konnten die geplante Digitalisierung beschleunigen und für unser Personal das Arbeiten zu Hause optimieren.“ Zudem wurden eine intensivere Nachbarschaftshilfe unter den Mietern sowie ein noch stärkerer Zusammenhalt in der Belegschaft registriert.

Solingen: Mietpreise liegen trotz steigender Nebenkosten unter dem Schnitt

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 standen Modernisierung und Instandhaltung des Hausbesitzes, seit Jahren der Schwerpunkt der Geschäfte, im Mittelpunkt des Wirkens des Bauvereins. Größere Arbeiten betrafen insbesondere die Wohnobjekte an der Gartenstraße. Dort entstand ein neuer Garagenhof. Außerdem erhielten 28 Wohnungen Balkone.

Zur Bestandswahrung waren Erneuerungen von Fassaden, Haustüren und Dächern notwendig. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Genossenschaft erhielt zudem die Geschäftsstelle unter anderem mit Außen-Logo und erweitertem Eingangsbereich modernen Glanz.

Sorgen bereitet indes die angestrebte Gebäude-Expansion. „Die Sehnsucht unter den Mietern und Mitgliedern nach neuem und bezahlbarem Wohnraum vernehmen wir natürlich, doch leider gibt es kaum Bebauungsflächen im Stadtteil. Um alle Wünsche zu erfüllen, führen wir daher eine Warteliste, die wir bestmöglich abarbeiten“, führt Cinquegrani aus. Er betont, dass trotz steigender Nebenkosten die Mietpreise unter dem Durchschnitt gehalten werden konnten.

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