Sturmschäden

Baum reißt 200 Meter Oberleitung herunter

Ein umgekippter Baum beschädigte die Oberleitung auf dem Pfaffenberger Weg. Die O-Busse der Linie 681 fuhren zwischen Bülowplatz und Hästen mit eingefahrenen Stromabnehmern. Foto: Christian Beier
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Ein umgekippter Baum beschädigte die Oberleitung auf dem Pfaffenberger Weg. Die O-Busse der Linie 681 fuhren zwischen Bülowplatz und Hästen mit eingefahrenen Stromabnehmern.

Unwetter verursachen auch in der Nacht zu Montag Schäden – unter anderem auf dem Pfaffenberger Weg.

Solingen. Auch das dritte Sturmtief in Folge hatte im Bergischen Land Unwetterpotenzial. Orkanböen verursachten am späten Sonntagabend und in der Nacht zu Montag Schäden. Der wohl größte betraf die Bus-Oberleitungen auf dem Pfaffenberger Weg. Dort wurde ein Baum auf die Oberleitungen geworfen und dadurch das Stromkabel zwischen Steinenhaus und Balkhauser Weg auf 200 bis 250 Metern heruntergerissen. Die Busse der Linie 681 fuhren zwar gestern schon wieder – allerdings mit eingefahrenen Stromabnehmern. Die Reparatur an der Oberleitung war gestern noch nicht abgeschlossen.

Das Sturmtief Zeynep sorgte am Freitagabend für zahlreiche Straßensperrungen.

300 Einsätze seit Donnerstag: Seit Donnerstag, dem Beginn der Reihe von Sturm-Tiefdruckgebieten, musste die Solinger Feuerwehr zu knapp 300 sturmbedingten Einsätzen ausrücken. In den meisten Fällen blieb es bei Sachschäden. Am Donnerstagabend war ein Fußgänger in Solingen-Mitte von umherfliegenden Gegenständen getroffen und verletzt worden. Seitdem wurden keine weiteren Verletzten in Solingen gemeldet.

Pfaffenberger Weg: Welche Kraft die Orkanböen des Sturmtiefs Antonia hatten, zeigte sich gestern am Pfaffenberger Weg. Die Straße ist als Allee von Kastanien geprägt. Einer der Bäume kurz hinter der Kreuzung mit dem Gaußweg brach durch die Gewalt des Windes kurz oberhalb der der Wurzel ab. Er fiel nach Angaben von Stadtwerke-Sprecher Holger Ben Zid in der Nacht zu gestern gegen 0.45 Uhr auf die dortige Bus-Oberleitung und riss sie ab.

„Uns hat es schwer erwischt“, schilderte er. Nicht nur die Oberleitung sei gerissen. Auch einige der Träger seien verbogen worden. Inwieweit auch Masten beschädigt wurden, stand gestern noch nicht fest. Die Reparaturarbeiten waren gestern Abend noch nicht abgeschlossen. Die Leitung wurde zunächst provisorisch so befestigt, dass sie keine Gefahr darstellt. Die O-Busse fuhren zwischen Bülowplatz und Hästen mit Aggregat. Wenn die Mitarbeiter der Stadtwerke die Schadensaufnahme abgeschlossen haben, gehe es an die Reparatur. Wie viele Tage dies in Anspruch nehmen wird, stand laut Ben Zid noch nicht fest. Sicher sei aber, dass die Stadtwerke diese Arbeiten selbst, also ohne Fremdfirma, erledigen wollen.

Straßen blockiert: Wegen Sturmschäden wurde in der Nacht gestern erneut auch die Ittertalstraße zwischen Talblick und Haaner Straße gesperrt. Auch auf der Garten- und der Burgtalstraße (siehe unten) kam es wetterbedingt zu Verkehrsbeeinträchtigungen. Dort waren Bäume auf die Fahrbahn gekippt.

Voll gesperrt war nahe der Einmündung Friedrichsaue auch der Hohlenpuhler Weg. Der Sturm hatte dort nach Angaben von Rathaussprecherin Sabine Rische eine große Eiche entwurzelt, die zunächst in einem anderen Baum hängengeblieben war, aber umzustürzen drohte. Darum musste die Eiche entfernt werden.

Jahnkampfbahn gesperrt: Im Walder Stadion haben sich nach Angaben der Stadtverwaltung Teile des Tribünendaches gelöst. Darum bleibe die Jahnkampfbahn vorerst gesperrt, teilte Sprecher Daniel Hadrys mit. Jetzt werden nach seinen Angaben auch mögliche weitere Schäden untersucht. Unter anderem würden auch die Flutlicht-Masten kontrolliert. Bis auf weiteres können der Schulsport und das Laufen unter Flutlicht im Walder Stadion nicht stattfinden.

Hochwasser: In Unterburg hatte die Freiwillige Feuerwehr in der Nacht zu Montag den Eschbach und die Wupper beobachtet. Grund: Es war sehr viel Regen angesagt worden, der auch fiel. Doch am Montagmorgen setzte der Wupperverband in seiner Situationsanalyse die Warnung von Orange auf Grün. Zugleich teilte der Verband mit, genug Wasser aus seinen Talsperren abgelassen zu haben, um weitere Niederschläge auffangen zu können, um Hochwasser an den Abflüssen zu vermeiden. ate/pm/wi

Burgtalstraße

Wegen der Folgen des Sturms verschiebt sich die Baustelle auf der Burgtalstraße nach Angaben der Stadtverwaltung um einen Tag. Die Asphaltarbeiten zwischen Schloßbergstraße und Übergang zur Wermelskirchener Straße in Höhe Schlossplatz beginnen heute, Dienstag, 22. Februar, und werden voraussichtlich am Donnerstag, 24. Februar, abgeschlossen sein. Geplant ist eine einspurige Verkehrsführung mit Baustellenampel.

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