Nachgehakt

Bau der Strohner Brücke verzögert sich

Die Arbeiten an der neuen Strohner Brücke schreiten voran, wenn auch mit Verzögerung.
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Die Arbeiten an der neuen Strohner Brücke schreiten voran, wenn auch mit Verzögerung.

Die Wupperquerung soll nun erst im Oktober eröffnet werden. Derweil herrscht Stillstand am Engelsberger Hof.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Im September sollte die neue Strohner Brücke stehen. Daraus wird wohl nichts. Auf Nachfrage erklärt die Stadt, den Zeitplan korrigieren zu müssen. Lieferengpässe hätten den Baufortschritt in den zurückliegenden Wochen behindert. „Deshalb ist eine Verzögerung von etwa sechs Wochen unvermeidlich. Wir gehen davon aus, dass die Arbeiten voraussichtlich Mitte Oktober abgeschlossen sein werden“, sagt Sprecherin Sabine Rische.

Seit Mitte 2016 ist die Wupperbrücke nahe dem Tierheim Glüder nicht mehr passierbar. Seinerzeit war ein schneller Neubau aus Kostengründen nicht in Sicht. Deshalb startete das ST mit dem Verschönerungsverein Solingen einen Spendenaufruf – 97 555 Euro kamen dabei zusammen.

Im Herbst soll der Neubau endlich stehen. Daran gearbeitet wird nicht nur an der Wupper. Parallel zu den Maßnahmen vor Ort werden die Stahlteile gefertigt, die der Brücke die Form eines Messers geben sollen.

Auch an anderen Stellen im Stadtgebiet gibt es marode Brücken, etwa am Engelsberger Hof. An der dortigen Situation wird sich in absehbarer Zeit wohl nicht viel verändern. Die Bauwerke über dem Teich wurden im Oktober 2018 gesperrt. „Bauwerksprüfungen hatten ergeben, dass eine Sanierung nicht möglich ist, da die tragende Grundsubstanz zu stark angegriffen ist“, erklärt Sabine Rische.

Im vergangenen Jahr hat die Stadt laut eigenen Angaben einen Förderantrag beim Land gestellt. Das Ziel waren Mittel in Höhe von 300 000 Euro für einen Ersatzneubau. Dieser Antrag habe keine Berücksichtigung gefunden. Dann kam das Hochwasser im Juli 2021. Die Flut zog umfangreiche Schäden an Solinger Brücken nach sich. Es sei nötig gewesen, die anstehenden Projekte und Arbeiten zu priorisieren, erklärt Rische.

Brücken am Engelsberger Hof genießen „keine Priorität“

Für die Brücken am Engelsberger Hof sind das keine guten Nachrichten. Sie genießen „keine Priorität“: „Sie haben keine Erschließungsfunktion und der Erholungswert in dem Gelände ist kaum eingeschränkt, wenn sie nicht genutzt werden können.“ In den „nächsten Jahren“ sei deshalb nicht mit Neubau-Plänen zu rechnen. Dennoch sei das Vorhaben nicht vom Tisch. Die Stadt habe Fördermöglichkeiten von Land und Bund im Blick.

Das ST hat die Verwaltung auch zur Zukunft der Brücke im Bereich Obenrüdener Kotten angefragt. Diese wurde beim Hochwasser 2021 weggespült. Wie es dort weitergeht, ließ die Stadt bislang unbeantwortet.

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