Caspersbroicher Weg

Bahnübergang: In Schnittert wächst der Frust

Am Übergang Schnittert gibt es weiterhin Probleme.
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Am Übergang Schnittert gibt es weiterhin Probleme.

Lange Wartezeiten an der Schranke bleiben ein Problem. Die Bahn hat keine Lösung, bietet aber Ortstermin an.

Von Björn Boch

Solingen. Die Bewohnerinnen und Bewohner der Hofschaft Schnittert sind zunehmend frustriert über die langen Wartezeiten am Bahnübergang zum Caspersbroicher Weg. „Das Sicherheitsgefühl der Betroffenen ist momentan nicht gut“, erklärt Michael Maul, der für die Hofschaft Kontakt zur Bahn hält. Seit August liefen bereits Optimierungsversuche zur besseren Zugänglichkeit für Feuerwehr und Rettungsdienste. Die Bemühungen aller Beteiligten allerdings verliefen „mehr als schleppend“.

Wie berichtet saniert die Deutsche Bahn die S-Bahn-Brücke an der Straße Schnittert. Normalerweise können die Menschen aus der Hofschaft durch diese Unterführung in Richtung Keusenhof und Kottendorfer Straße fahren. Noch bis ins kommende Jahr ist das aber nur am Wochenende – und nach Feierabend auf der Baustelle – möglich. Über den Caspersbroicher Weg führt damit aktuell der einzige Weg aus der Hofschaft hinaus. Und dort sei die Schranke teils mehr als eine Stunde geschlossen, berichten Betroffene. Stadt und Bahn hatten argumentiert, dass die Baustelle im Notfall jederzeit binnen fünf Minuten geräumt werden könne. Es gebe kein Problem mit der Sicherheit.

Die Betroffenen bezweifeln das. Und bemängeln eine Vielzahl anderer Probleme – unter anderem mit der automatischen Überwachung des Bahnübergangs durch Technik. So steckten Fahrzeuge schon mal zwischen den Gleisen fest, Beschädigungen der Bahnanlage seien die Folge. Personen zwischen den Gleisen würden nicht immer erkannt, die Schranken gingen trotzdem runter. Zudem gebe es Gütergleisbefahrungen bei Sonderzügen ohne eine Schrankenschließung und ohne eine erkennbare Absicherung durch Offizielle.

Bahn: Technisches Verfahren kann „relativ lange dauern“

Neben diesen sicherheitsrelevanten Details würden die Anwohnerinnen und Anwohner immer wieder Termine versäumen. Neben extrem langen Schließungen von bis zu 70 Minuten sei die Schranke sehr häufig zwischen 10 und 30 Minuten geschlossen – „bei durchgängig langen Zugpausen“, wie Michael Maul berichtet. Häufig öffne sich die Schranke erst viele Minuten nach Durchfahrt eines Zuges.

Die Bahn hat die Technik an der Schranke nach eigenen Angaben erneut untersucht und keine Fehlfunktionen feststellen können. Beide Bahnübergänge – unweit des Übergangs Schnittert gibt es noch den Übergang Wilzhaus – würden gescannt, bevor die Schranken runtergelassen werden. „Das Verfahren kann in der Tat relativ lange dauern“, sagt ein Bahnsprecher auf Anfrage.

Die Nähe des Bahnhofs Haan sowie die hohe Auslastung auf der Strecke spielten eine große Rolle bei den Wartezeiten. Hinzu komme derzeit viel Umleitungsverkehr aufgrund zahlreicher Bauarbeiten. Schließungen von 70 Minuten bezweifle die Bahn, bis zu 30 Minuten seien aber durchaus möglich.

Warum das nicht anders gehe, will die Bahn den Anwohnern nun bei einem Ortstermin erklären. „Das ist positiv, darüber freuen wir uns“, betont Anwohner Michael Maul.

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