Klimawandel

Bäume sollen die Nordstadt kühlen

Artur Pach berichtete auf Einladung des Vereins Bunte Nordstadt, wie die Stadt dem Klimawandel entgegensteuern möchte. Foto: Michael Strahlen
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Artur Pach berichtete auf Einladung des Vereins Bunte Nordstadt, wie die Stadt dem Klimawandel entgegensteuern möchte.

City könnte sich um vier Grad erhitzen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Was können Bewohner der Nordstadt tun, um dem Klimawandel in ihrem Quartier etwas entgegenzusetzen? Unter dieser Überschrift hatte der Verein Bunte Nordstadt zu einem Gesprächsabend ins VHS- Forum eingeladen. Moderierender Gast war Artur Pach, bei der Stadt zuständig für das Konzept der Baumpatenschaften, das er ausführlich vorstellte: Die Stadt bezahlt die Kosten für Baumpflanzungen auf Privatgrundstücken inklusive der nötigen Anfangspflege in den ersten Jahren.

Hintergrund für diese Idee sei, dass es ungleich aufwendiger ist, Straßen mit Bäumen zu versehen, weil die dort liegenden Versorgungsleitungen nicht ohne weiteres verlegt werden könnten. Bäume aber hätten eine Art Schlüsselfunktion auf dem Weg hin zu langfristig lebenswertem Klima.

Wissenschaftlich berechnet, erhitze sich die Nordstadt als Teil der City ohne Gegenmaßnahmen in den nächsten 30 Jahren um vier Grad, sagte Pach. „Wir sollten also unbedingt auch selbst gegensteuern und damit sinnvolle politische Maßnahmen wie zunehmende Begrünung von geeigneten Neubaudächern oder Verbot von weiteren Schottergärten unterstützen.“

Mitte, Ohligs und Wald sind Hitzeinseln

Bäume seien nicht nur wegen ihrer Photosynthese wichtig, dem Wandel von Kohlendioxid in Sauerstoff, sondern auch weil sie durch ihr Laub Schatten spendeten, durch die Wasserverdunstung der Blätter einen Kühleffekt hätten, Vögeln und Insekten Heimat und Nahrung böten, Schwebepartikel in der Luft auffingen und nachgewiesenermaßen einen antidepressiven Effekt hätten, erläuterte Pach.

Idee: Pflanzungen an Burg- und Augustastraße

Fazit dieser Ausführungen war: Der durch Symptome des zunehmenden Klimawandels wie Dürre und Stürme aber auch durch Bautätigkeit verlorene Baumbestand in der Nordstadt sollte unbedingt ersetzt, besser noch aufgestockt werden. Schnell entwickelte sich eine Vorschlagsliste, wo Neupflanzungen möglich sein könnten, die Dietmar Gaida vom Vorstand notierte, um sie in die zuständigen politischen Gremien einzubringen, etwa auf Flächen an der Burg- oder an der Augustastrasse.

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