ST vor Ort

Bärenloch wird für 500.000 Euro modernisiert

Bei der Modernisierung der Freizeitanlage im Bärenloch beginnt die Stadt mit dem Spielplatz. Foto: Michael Schütz
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Bei der Modernisierung der Freizeitanlage im Bärenloch beginnt die Stadt mit dem Spielplatz.

Stadt verwendet NRW-Landesmittel für die Aufwertung von Grünanlagen.

Von Andreas Tews

Solingen. Die meisten Wünsche der Kinder reichen von Kletterangeboten bis hin zu Wasserspielen. Dies wollen die Verantwortlichen der Stadtverwaltung jetzt aufgreifen, wenn die Freizeitanlage Bärenloch umgestaltet wird. Zur Verfügung stehen dafür rund 500 000 Euro. Umgebaut wird die Anlage nach Angaben von Rathaussprecherin Sabine Rische voraussichtlich ab Mitte 2021. Konkret soll es dabei zunächst um den Spielplatz, später um andere Bereiche des Bärenlochs gehen.

Aus dem „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“ erhält die Stadt Solingen insgesamt rund 600 000 Euro. Davon werden 450 000 Euro für die Erweiterung der Freizeitanlage im Bärenloch verwendet, 135 000 für die Herrichtung eines integrativen Spielplatzes in der zentral gelegenen Grünanlage Dickenbusch und weitere 90 000 Euro für die Erweiterung des Spielplatzes im Maltesergrund. Jeweils zehn Prozent der Investitionen – im Fall des Bärenlochs also 50 000 Euro – muss die Stadt selbst aufbringen. Damit summieren sich die geplanten Ausgaben für diese Anlage auf 500 000 Euro.

Ideen für die zuerst anstehende Umgestaltung des Spielplatzes hat die Stadtverwaltung bei verschiedenen Beteiligungsrunden gesammelt. Dies geschah laut Rische unter anderem bei der Einweihung des neuen Kletter-Piratenschiffs im April 2018. Außerdem seien Kinder, Jugendliche und Begleitpersonen bei der Bärenwoche 2019 nach ihren Wünschen gefragt worden. Laut Rische wünschen sich die Kinder unter anderem einen Leuchtturm mit Rutsche und Ausguck, eine Hängebrücke und eine Seilbahn.

Gräfraths Bezirksbürgermeisters Udo Vogtländer (SPD) hält die Aufwertung des Bärenlochs für wichtig, weil die Anlage von vielen Menschen genutzt werde. Beim laufenden Verfahren müssen die Ideen und Vorplanungen nach seinen Angaben jetzt konkretisiert werden.

Genau dies sei für dieses Jahr geplant gewesen, erläutert Rische. Bei einer weiteren Beteiligungsrunde sollte während der Bärenwoche im Sommer vorgestellt werden, was man aus den Anregungen machen könne. Darüber hinaus, so berichtet Rische weiter, sollte noch einmal abgefragt werden, was den Besuchern der Anlage besonders gefällt. Dabei sollten die Zielgruppen – unter anderem Jugendliche – gezielt angesprochen werden. Da die Bärenwoche aber coronabedingt ausfällt, komme auch diese Form der Beteiligung nicht zustande. Laut Rische wird man im Rathaus nach den Ferien die Lage noch einmal bewerten und dann entscheiden, welches Beteiligungsformat machbar sei.

„Die Ideen und Vorplanungen müssen jetzt konkretisiert werden.“
Udo Vogtländer, Gräfrather Bezirksbürgermeister

Die gesammelten Ideen fließen laut Rische in ein Entwurfskonzept ein. Grundsätzlich solle die Freizeitanlage, die zum größten Teil zu Gräfrath und zu einem kleineren zum Stadtbezirk Mitte gehört, saniert und weiter entwickelt werden. Das Ziel sei eine „multifunktionale“ Nutzung der Flächen für Freizeit und Erholung, Sport und Veranstaltungen.

Das letzte Wort wird bei den Planungen die Politik haben. Sie muss den Entwürfen am Ende zustimmen. Das Konzept wird in den Bezirksvertretungen Gräfrath und Mitte sowie im Rat und seinen Fachausschüssen beraten.

Gräfrather Themen

In unserer Stadtteilserie nehmen wir in den kommenden acht Wochen immer einen Stadtteil besonders in den Blick. In diesem Sommer beginnen wir unsere Reihe mit Gräfrath. Nach der bevorstehenden Sanierung des Freizeitanlage Bärenloch stehen auch folgende Themen auf der Agenda:

Das Kammerspielchen – Kultur auf privater Bühne.

Die Veloroute – ein Straßenübergang wird besonders teuer.

Fürkeltrath – ein Gewerbegebiet entwickelt sich.

Wohnen und Leben – so gefragt ist Gräfrath.

Engagierter Mann – Helmut Schurr von der Arbeitsgemeinschaft der Vereine.

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