Projekt

Bärenloch wird 2023 umgestaltet: Das plant die Stadt

Der Spielbereich mit den Klettersteinen wird vor allem um eine Wasserspielanlage ergänzt.
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Der Spielbereich mit den Klettersteinen wird vor allem um eine Wasserspielanlage ergänzt.

Die Stadt will die Freizeitanlage in Mitte und Gräfrath aufwerten.

Von Andreas Tews

Solingen. In diesem Jahr soll die Freizeitanlage Bärenloch umgestaltet werden. Im Frühjahr und Sommer, so sehen es die Planungen des Rathauses vor, wird das Areal unter anderem neue Spielgeräte für Kinder und eine bessere Beschilderung erhalten. Hauptattraktion soll eine neue Wasserspielanlage sein. Insgesamt hat die Stadtverwaltung für den Umbau 680.000 Euro eingeplant.

Termine: Die Ausschreibungen will die Verwaltung in diesen Wochen auf den Weg bringen. Gebaut werden solle im zweiten und dritten Quartal dieses Jahres. Die Ferienveranstaltung Bärenwoche wird in diesem Jahr in eine andere Grünanlage verlegt. Dies geht aus einem Bericht des Rathauses an die Politik hervor.

Planung: Erste Planungen für eine Aufwertung der Freizeitanlage wurden vor zweieinhalb Jahren öffentlich. Ideen dafür hatte die Stadtverwaltung bei verschiedenen Beteiligungsrunden gesammelt. Dies geschah unter anderem bei der Einweihung des Kletterpiratenschiffs 2018. Außerdem wurden Kinder, Jugendliche und Begleitpersonen bei der Bärenwoche 2019 befragt.

Für Kinder: Nach den jetzt konkretisierten Planungen stehen größere Veränderungen am Spielplatz mit den Klettersteinen an. Eine zusätzliche Wasserspielanlage soll, ergänzt durch einen Kletterturm in Form eines Leuchtturms mit Rutsche, ein Anziehungspunkt für Familien mit Kindern werden. Auch ein Kleinkinderspielplatz soll entstehen. Ein kleines Spielschiff, Hüpfplatten, Bänke und Picknick-Tische sollen das Angebot dort ergänzen. Einzelne Spielstationen sollen zudem an den Hauptwegen der Freizeitanlage entstehen. Die sollen vor allem für kleine Kinder die relativ langen Wege ereignisreich gestalten.

Für Jugendliche: Verbesserungen soll es auch für die jugendlichen Besucher geben. Direkt neben dem Beachvolleyballfeld soll für sie ein Outdoor-Fitnessbereich zur Verfügung stehen. Kernelement soll eine „Calisthenics-Anlage“ sein. Bei solchen Anlagen handelt es sich um einfache Stahlgerüste, die Turngeräten wie Barren und Reck nachempfunden sind. Sie eignen sich für Fitnessübungen, aber auch als Klettergerüste für die ganze Familie. Geplant sind außerdem eine Tischtennisplatte und ein spezielles Balancierseil („Slackline“).

Liegewiese: Auch am Teich sind Veränderungen geplant. An dessen östlichem Ufer soll künftig eine Liegewiese mit Liegebänken zum Verweilen einladen. Auch den Aussichtspunkt oberhalb der Freilichtbühne wollen die Planer mit Liegebänken aufwerten.

Grillplatz: Einen neuen stabilen Grill (wie am Engelsberger Hof) und robuste Sitzelemente aus Beton soll der öffentliche Grillplatz erhalten. Außerdem sollen die Wege zu dieser Einrichtung besser ausgeschildert werden.

Eingänge: Auffälliger gestaltet werden die Zugänge zum Park. Zudem werden sie mit Wegweisern ausgestattet. Vor allem den Eingang Cronenberger Straße wollen die Planer umgestalten. Innerhalb der Anlage werden die Attraktionen ausgeschildert.

Aufenthaltsqualität: Insgesamt will man eine bessere Aufenthaltsqualität erreichen. Darum sind weitere Bäume, Sträucher, Sitzbänke und Abfallbehälter geplant.

Finanzierung: Bezahlt wird die Umgestaltung der Anlage vor allem mit Mitteln des Landes Nordrhein-Westfalen. Hier sei es über das ursprüngliche Förderprogramm () hinaus noch einmal gelungen, zusätzliche Mittel zu akquirieren, teilt die Stadtverwaltung mit. Insgesamt stellt das Land etwa 531 000 Euro zur Verfügung. 149 000 Euro muss die Stadt aus eigenen Haushaltsmitteln beisteuern. Diese sind laut Rathaus bereits eingeplant.  | Standpunkt

Förderprogramm

Der größte Teil der Landeszuschüsse zur Umgestaltung der Freizeitanlage Bärenloch stammt aus dem Städtebauförderprogramm „Investitionspakt Soziale Integration im Quartier NRW 2018“. Aus diesen Mitteln erhielt Solingen 450 000 Euro für das Bärenloch, 135 000 Euro für einen integrativen Spielplatz im Dickenbusch und 90 000 Euro für die Erweiterung des Spielplatzes im Maltesergrund. Für das Bärenloch kamen später noch einmal 81 000 Euro hinzu.

Standpunkt von Andreas Tews: Standortfaktor

andreas.tews@solinger-tageblatt.de

Bei den öffentlichen Freizeitanlagen hat Solingen durchaus etwas vorzuweisen. Regelmäßig sind der Engelsberger Hof und das Bärenloch Anziehungspunkt für Familien mit Kindern, Freizeitsportler und andere Bevölkerungsgruppen. Damit es so bleibt, müssen die Anlagen immer wieder modernisiert werden. Dies gilt nicht nur für Spiel- und Sportgeräte. Beim Engelsberger Hof fällt zum Beispiel auf, dass manche Eingangsbereiche sehr unauffällig sind und dadurch kaum zum Besuch einladen. Das vorliegende Konzept für das das Bärenloch verspricht neue Attraktionen und somit eine weiterhin große Beliebtheit.

Das Geld, das die Stadt mit Hilfe des Landes für eine Aufwertung der Anlagen ausgibt, ist gut angelegt. Attraktive Freizeitanlagen steigern die Lebensqualität und sind im Wettbewerb mit anderen Städten ein weicher Standortfaktor. Damit es dabei bleibt, müssen die Anlagen aber gepflegt und sauber gehalten werden. Vor allem Letzteres ist nicht nur Sache der Stadt, sondern auch die der Besucher.

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