Familienzeit

Bärchen helfen Kindern im Klinikum

Chefarzt Dr. Volker Soditt (l.) und Geschäftsführer Matthias Dargel mit den Swimoo-Bären. Fotos: Michael Schütz
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Chefarzt Dr. Volker Soditt (l.) und Geschäftsführer Matthias Dargel mit den Swimoo-Bären.

Mit den Kuscheltieren können die Kinder ihre Gefühle ausdrücken – Kette der helfenden Hände hat sie geschenkt.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Alles hat zwei Seiten im Leben – auch ein Aufenthalt im Krankenhaus. Auf der einen Seite der Wunsch, wieder gesund zu werden, auf der anderen Seite unter Umständen Schmerzen, die mit dem Heilungsprozess einhergehen. Gerade für Kinder ist ein Krankenhausaufenthalt eine oft schwierige Zeit. Besonders, wenn zur Trennung von den Eltern noch Schmerzen hinzukommen.

Kleine bunte Bärchen können da ein sehr wirksames Mittel sein, um zu helfen. „Swimoo“, so hat die Monheimer Firma Theissen Medien Gruppe die kleinen Helfer genannt. Der Name ist ein Zusammenschluss aus „switch“ und „emotion“, also das Wechseln der Gefühle. Mal fröhlich und guter Dinge, mal traurig, weil man gerade vielleicht Schmerzen hat.

Die Kette der helfenden Hände, die Wohltätigkeitsaktion des Solinger Tageblatts, hat der Kinderklinik im Klinikum Solingen jetzt 100 dieser „Swimoo“-Bärchen geschenkt. „Das ist eine tolle Sache“, freut sich Dr. Volker Soditt, Chefarzt der Kinderklinik. Nicht nur als kleiner Trost für die Kinder, sondern auch im täglichen Gespräch und in der Therapie können sie gut eingesetzt werden.

„Wenn man etwas über Schmerzen erfahren will, dann muss man Schmerzen auch messen können“, erklärt der Mediziner. Mit der Visuellen Analogskala beispielsweise könne man subjektive Eindrücke erfassen, etwa den Gesichtsausdruck des Kindes beurteilen und daraus Rückschlüsse auf das Wohlbefinden ziehen.

Bei älteren Kindern könne auch versucht werden, ihre Schmerzen „auf einer Skala von 1 bis 10“ einzuordnen. „Wenn man das erste Mal fragt, sagen Kinder immer ,10‘, besonders für jüngere Kinder ist die Einschätzung schwer“, so Dr. Soditt. Die Krankenschwestern hätten aber mit der Beurteilung schon viel Erfahrung. Hier können die „Swimoo“-Bären helfen, um zu zeigen, wie das Befinden ist – mit dem lachenden Gesicht auf der einen und dem traurigen Gesicht auf der anderen Seite des Stofftieres, das allen Anforderungen für den Einsatz im Krankenhaus entspricht. Auch für Kinder, die nicht sprechen können oder wollen, oder die sich in der deutschen Sprache nicht gut ausdrücken können, ist das eine Hilfe.

„Wir sind ein schmerzfreies Krankenhaus, dazu gehört auch die Kinderklinik mit ihren 30 Betten“, so der Kinderarzt. Schmerzen erst gar nicht aufkommen zu lassen, das sei wichtig. „Wenn Schmerzen erstmal da sind, braucht man mehr Schmerzmittel, um sie zu bekämpfen.“

In der Kinderklinik des Klinikums versucht man auf unterschiedliche Art, die Kinder vom Krankenhausalltag abzulenken. Auch der Solinger Clown Ötti alias Martin Wolff kommt seit vielen Jahren regelmäßig und bringt bei seiner Lachsprechstunde gute Laune in die Krankenzimmer.

Kette der helfenden Hände: Spenden für die ST-Wohltätigkeitsaktion sind auf das Kette-Konto DE 91 3425 0000 0000 0271 02 möglich.

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