Jubiläumsshow

50. Autoschau könnte im Herbst stattfinden

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Jedes Jahr lockt die Autoschau viele Besucher aus Solingen und Umgebung uns Theater und Konzerthaus. Meist kommen mehr als 10.000 Besucher an einem Wochenende. Wann die Jubiläumsausgabe der Veranstaltung stattfinden kann, steht noch in den Sternen.

Viele Betriebe der Kfz-Innung spüren die Auswirkungen der Corona-Pandemie.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Die 50. Solinger Autoschau findet definitiv nicht in diesem Frühjahr statt. Das bestätigt Uwe Stamm auf ST-Anfrage. Er ist der Obermeister der Solinger Kfz-Innung. Stattdessen denken die Verantwortlichen darüber nach, die Veranstaltung im Theater und Konzerthaus in den Herbst zu verschieben – sollte die Pandemie bis dahin weitestgehend im Griff sein.

Die Jubiläumsausgabe der Autoschau steht unter keinem guten Stern. Eigentlich hätte sie am 7. und 8. März 2020 stattfinden sollen. Nur wenige Tage vorher zogen die Organisatoren wegen der sich ausbreitenden Corona-Pandemie die Reißleine. „Im Nachhinein war das die absolut richtige Entscheidung“, blickt Uwe Stamm zurück.

„Das gesundheitliche Risiko für Besucher und Mitarbeiter ist einfach zu groß.“
Uwe Stamm, Obermeister der Kfz-Innung

Auch im Frühjahr 2021 sei die Corona-Lage noch zu unsicher. Deshalb habe sich der Vorstand der Kfz-Innung einstimmig für die Verschiebung ausgesprochen. „Niemand kann sagen, wie sich die Zahlen entwickeln. Das gesundheitliche Risiko für die Besucher und Mitarbeiter ist einfach zu groß“, erklärt der Obermeister die Entscheidung. 10 000 oder mehr Besucher an einem Wochenende lockt die Autoschau in normalen Jahren.

Uwe Stamm ist seit 2020 Obermeister der Kfz-Innung.

Ob Menschenansammlungen dieser Größenordnung im Herbst wieder möglich sind, ist mehr als fraglich. Offenhalten möchte sich die Innung diese Option aber und steht diesbezüglich mit der Stadt in Kontakt. Im Sommer soll die Entscheidung fallen. Mit einem Vorlauf von zwei bis drei Monaten wäre die Veranstaltung zu stemmen. Die Pläne liegen schließlich bereits seit dem vergangenen Jahr in der Schublade. „Wir beobachten die Lage, werden aus der Autoschau aber keine Krampf-Veranstaltung machen“, verspricht Uwe Stamm.

Ausschließen kann er außerdem, dass es virtuellen Ersatz geben wird. Die Autoschau lebe davon, dass sie Fahrzeuge zahlreicher Marken unter einem Dach präsentiert. Und das Publikum die Boliden nicht nur sehen, sondern auch probesitzen und direkt mit den Mitarbeitern sprechen kann.

„Die erneute Verschiebung tut uns allen weh“, bekräftigt Stamm. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sei die Autoschau mit ihren Tausenden Besuchern – viele davon kommen aus der Region nach Solingen – „sehr wichtig“ für die hiesigen Unternehmen. Zumal die Lage der Branche ohnehin angespannt ist. Viele Betriebe spüren die Auswirkungen der Corona-Pandemie erheblich – wenn auch nicht alle in gleichem Maße. So seien momentan vor allem eher günstige Marken und Modelle schwierig zu verkaufen, beobachtet Stamm. Mit Angeboten wird versucht, Kaufanreize zu setzen – was die Marge verringert. Bei Autos, die Stamm eher als Spaß-Mobile bezeichnen würde, ist die Lage hingegen besser. Die Ram Trucks, auf die sich Stamms Auto-Treffpunkt unter anderem spezialisiert hat, laufen beispielsweise gut, das Geschäft brummt.

Im Lockdown muss auch die Kfz-Branche in Sachen Beratung und Verkauf digitale Wege gehen. Das gelinge vielen Kollegen gut, stellt Uwe Stamm fest. „Wer das nutzt, wird die Krise überstehen und kann danach durchstarten“, betont der Obermeister. Spätestens 2022 möchte er seine Kollegen und möglichst viele Besucher wieder bei der Autoschau im Theater und Konzerthaus begrüßen – ganz analog.

Kfz-Innung

Die Solinger Kfz-Innung hat derzeit etwa 80 Mitglieder, die Betriebe beschäftigen rund 1000 Mitarbeiter. Die Organisation ist die „berufsständige Interessenvertretung der Kraftfahrzeugbetriebe innerhalb der Stadt Solingen“. Obermeister ist seit Herbst 2020 Uwe Stamm, Matthias Ehlers ist sein Stellvertreter, Pierre Krahwinkel Lehrlingswart. Den erweiterten Vorstand komplettieren Jörg Schmelzer (Fachbereichsleiter freie Werkstätten) und Thorsten Böhm (Fachbereichsleiter Zweiradtechnik und Presse).

www.kfz-innung-solingen.de

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