Optimistisch in die Zukunft

Autohaus Schönauen stellt sich breiter auf

Trotz der Corona-Pandemie blicken Thomas (l.) und Franz-Josef Schönauen optimistisch in die Zukunft. Foto: Christian Beier
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Trotz der Corona-Pandemie blicken Thomas (l.) und Franz-Josef Schönauen optimistisch in die Zukunft.

Die Unternehmensgruppe Schönauen investiert in ein modernes Waschzentrum und einen neuen Standort – trotz der Corona-Pandemie.

Von Manuel Böhnke

Solingen. Ein Geschäft während der Corona-Krise zu führen sei kein Spaziergang. Das gestand Franz-Josef Schönauen am Mittwoch bei einem digitalen Pressegespräch. „Doch trotz der Pandemie stehen die Zeichen auf Wachstum“, betonte der geschäftsführende Gesellschafter der Unternehmensgruppe Schönauen. Eines deutlichen Umsatzrückgangs zum Trotz erzielte das Autohaus 2020 ein ausgeglichenes Betriebsergebnis. Dies sei nicht zuletzt auf die Markenvielfalt und die Breite der Geschäftsfelder zurückzuführen.

„Diese Strategie werden wir weiter ausbauen und verfolgen“, erklärte Schönauen. Und nannte gleich mehrere Projekte für 2021. Zum Beispiel hat Schönauen ab sofort die Marktverantwortung für Citroën in Solingen. Die Fahrzeuge des französischen Herstellers werden zukünftig in der Filiale an der Friedrichstraße angeboten.

Trotz der Pandemie stehen die Zeichen auf Wachstum.

Franz-Josef Schönauen, Geschäftsführender Gesellschafter

Bis zum Ende des vergangenen Jahres lag der Vertrieb in den Händen der Scheffler und Spicker GmbH. Der Vertrag sei nicht verlängert worden, bestätigt Geschäftsführer Rainer Spicker auf ST-Anfrage. Stellantis, der Konzern hinter Citroën, habe kostspielige Investitionen in das Autohaus am Kyllmannweg gefordert. Angesichts der sechsstelligen Summe sei die Entscheidung gefallen, sich zukünftig auf das Geschäft mit Gebrauchtwagen zu konzentrieren. Die Scheffler und Spicker GmbH bleibt aber Citroën-Vertragswerkstatt.

Nicht nur am Schönauen-Standort in Mitte tut sich etwas. Auch in Ohligs gibt es Neuigkeiten. So ist geplant, die Waschstraße an der Kottendorfer Straße abzureißen und das „modernste Autowaschzentrum für Solingen und Umgebung“ zu errichten. Rund eine halbe Millionen Euro nimmt Schönauen für das Projekt in die Hand. Er rechnet mit einem Baubeginn im Juni oder Juli, die Bauzeit beträgt rund drei Monate. Bis die Baugenehmigung vorliegt, soll der Betrieb in der bisherigen Waschstraße weitergehen.

2014 wurde die Anlage erneuert und unterverpachtet. 160 000 Wäschen seien seitdem durchgeführt worden. Wegen der großen Nachfrage habe man sich dazu entschlossen, die Unternehmensgruppe Schönauen zur Betreiberin des Neubaus zu machen. „Wir wollen uns in den verschiedenen Geschäftsfeldern breiter aufstellen, damit die Entwicklungen des Marktes einen geringeren Einfluss auf uns haben“, erklärt Franz-Josef Schönauen.

Solingen: Kontaktloser Auto-Verkauf inzwischen etabliert

Das Kerngeschäft bleibt aber der Handel. Auch in diesem Segment gibt es 2021 Bewegung. Die Autohaus von Keitz GmbH, die seit 2016 zur Unternehmensgruppe Schönauen gehört, wird im Frühjahr offizieller Skoda-Servicepartner. Zudem erhält von Keitz eine weitere Filiale. „Im Rhein-Erft-Kreis übernehmen wir im Frühjahr einen weiteren Volkswagenbetrieb, für den es keine Nachfolgeregelung gab“, erklärt Schönauen. Damit wachse die Gruppe auf acht Standorte und mehr als 200 Mitarbeiter, darunter 40 Auszubildende, an.

„Bei uns zeigt der Pfeil weiter aufwärts“, betont Schönauen. Nichtsdestotrotz, räumt er ein, habe die Corona-Krise erhebliche Auswirkungen auf den Betrieb. Der Lockdown im Frühjahr sei für den Autohandel erst nach vier Monaten vorüber gewesen. So lange dauerte es, bis die weltweite Produktion wieder angelaufen war. Im Servicebereich mache sich die Krise ebenfalls bemerkbar. Es gibt jedoch auch positive Entwicklungen. So seien die Umsätze im Mietwagengeschäft deutlich angestiegen. „Der Run auf E-Fahrzeuge ist inzwischen auch Dank der hohen Prämien gut im Fluss“, ergänzt der Unternehmer.

Die Bedeutung der Digitalisierung für den Autohandel ist in der Krise noch einmal gewachsen. Der kontaktlose Verkauf funktioniere „von Tag zu Tag“ besser. Trotzdem sei das aktuelle Niveau nicht mit Zeiten zu vergleichen, in denen die Autohäuser regulär geöffnet haben. Deshalb hofft Schönauen, dass der Handel bald wieder öffnen darf. Seine Botschaft lautet: „Öffnen wo möglich und schließen wo nötig.“

Gruppe Schönauen

Die Unternehmensgruppe Schönauen besteht aus der Schönauen Autohaus GmbH & Co. KG, der Schönauen Rent GmbH & Co. KG sowie der Autohaus von Keitz GmbH & Co. KG. Über alle drei rechtlich eigenständigen Gesellschaften hinweg beschäftigt die Gruppe 185 Mitarbeiter an sieben Standorten. Vier davon befinden sich in Solingen. Die weiteren Niederlassungen sind in Kerpen, Erftstadt und Hilden. Die Geschäftsführung bilden Franz-Josef und Thomas Schönauen sowie Michael Kotlenga. www.autohaus-schoenauen.de

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