Verkehrssicherheit

Autofahrer ärgern sich über Vorfahrtsregel

Schilder weisen unter anderem an der Huttenstraße auf die Vorfahrtregelungen hin, die mit der neuen Tempo-30-Zone verbunden sind. Foto: Christian Beier
+
Schilder weisen unter anderem an der Huttenstraße auf die Vorfahrtregelungen hin, die mit der neuen Tempo-30-Zone verbunden sind.

Politik wird sich 2021 mit den neuen Tempo-30-Zonen erneut beschäftigen.

Von Andreas Tews

Solingen. Der Ärger der Autofahrer über die neuen Rechts-vor-links-Regeln in Gräfrath hat auch die Politik erreicht. In der Bezirksvertretung betonte Eva Nieper (CDU): Als die neuen Tempo-30-Zonen für den Bereich rund um den Abteiweg und die Huttenstraße beschlossen worden seien, habe die Politik andere Vorfahrtsregelungen gewollt.

Die Stadt hatte die Tempo-30-Zone in Gräfrath im September auf die genannten Bereiche rund um den alten Ortskern ausgeweitet. Dies ging auf einen Beschluss der Bezirksvertretung aus dem vergangenen Jahr zurück. Schon vor ihrem Beschluss hatte die Bezirksvertretung den städtischen Verkehrsplanern den Wunsch mitgegeben, die Vorfahrtsregelungen so zu belassen, wie sie waren. Bis September hatten Autofahrer und Busse auf dem Abteiweg und der Huttenstraße Vorfahrt. Seit der Umsetzung vor drei Monaten gilt an vielen Kreuzungen aber „rechts vor links“.

Kritik daran äußerte unter anderem der Gräfrather Heimatverein in seinem Mitteilungsblatt „Heimatspiegel“. Darin ist sogar von einem „Schildbürgerstreich“ die Rede. Vor allem an den Steigungsstrecken sei es ärgerlich, dass Autofahrer und vor allem auch Busse immer wieder abbremsen und anschließend wieder neu anfahren müssten.

Diesen Zustand kritisierte in der Bezirksvertretung auch Eva Nieper. CDU-Fraktionssprecher Thomas Braun warf zudem die Frage auf, was es kosten würde, die neue Vorfahrtsregelung wieder zurückzunehmen. Braun: „Hier ist mehr gemacht worden, als beschlossen war.“

Da der Punkt in der Bezirksvertretung nicht offiziell auf der Tagesordnung stand, hatten Nieper und Braun die Kritik diverser Autofahrer und Anwohner am Ende der Sitzung angesprochen. Bezirksbürgermeister Peter Hanz (SPD) sicherte daraufhin zu, dass sich die Bezirksvertretung Anfang kommenden Jahres ausführlich mit dem Thema beschäftigen werde. Dabei soll ein Vertreter der Verwaltung in der Bezirksvertretung erklären, wie es zu den jetzt umgesetzten Änderungen kam.

Grundsätzlich gelte in Tempo-30-Zonen „rechts vor links“, erklärte Rathaussprecherin Sabine Rische auf ST-Anfrage. Ausnahmen seien zwar möglich, wenn der Busverkehr dies erfordere. Die Fachleute seien aber zu dem Schluss gekommen, dass dies vor allem auf dem Abteiweg nicht sinnvoll sei. Diese Straße sei sehr breit. Ohne „rechts vor links“ wachse die Gefahr, dass Tempo 30 nicht eingehalten werde. Die jetzige Regel wirke verkehrsberuhigend.

Tempo-30-Zone

Die im September im Bereich Gräfrath neu eingeführte Tempo-30-Zone umfasst den Abteiweg mit Nebenstraßen, die Huttenstraße sowie Teile der Garnison- und der Gerberstraße.

Werwolf: Neuer Rotlichtblitzer hat schon 63 Verstöße erfasst

Das könnte Sie auch interessieren

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Meistgelesen

Fünffache Kindstötung: Gutachten wirft Fragen auf
Fünffache Kindstötung: Gutachten wirft Fragen auf
Fünffache Kindstötung: Gutachten wirft Fragen auf
Oldtimer rollen durchs Bergische
Oldtimer rollen durchs Bergische
Oldtimer rollen durchs Bergische
Teilnehmer der Six-Bridges-Rally erleben unvergessliche Zeit
Teilnehmer der Six-Bridges-Rally erleben unvergessliche Zeit
Teilnehmer der Six-Bridges-Rally erleben unvergessliche Zeit
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht
Solinger nach Vulkanausbruch auf La Palma in Sicherheit gebracht

Kommentare