Innenstadt

Auszug von P & C bietet Chancen mit Risiko

P & C verlässt die Stadt. Das Haus sowie das Kaufhof-Gebäude sollen abgerissen werden. Foto: Christian Beier
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P & C verlässt die Stadt. Das Haus sowie das Kaufhof-Gebäude sollen abgerissen werden.

Debatte um die Umgestaltung der Innenstadt nimmt Fahrt auf.

Von Philipp Müller und Björn Boch

Solingen. Der Auszug des Modehauses P & C aus der Innenstadt zum Jahresende bewegt die Leser des Solinger Tageblatts. Die Reaktionen reichen von „Das ist das Ende der City“ bis hin zu „Jetzt besteht die Chance, Neues zu wagen“. In einer Video-Botschaft in einem sozialen Netzwerk glaubt der CDU-Kandidat für die anstehende Wahl zum Oberbürgermeister, Carsten Becker, an eine neue Möglichkeit, die City zu entwickeln. Der Abschied von P & C sei absehbar gewesen. Dort müsse jetzt eine Mischung aus Leben und Arbeit entstehen, zugleich könnte man Sünden der Verkehrsführung beseitigen. Er verweist auf das Entwicklungskonzept City 2030 und den damit verbundenen Umdenkprozess.

Jochen Stahl, dessen Firma die Grundstücke von P & C und Kaufhof gehören, will die Gebäude abreißen und durch eine gemischte Nutzung aus Seniorenwohnungen, Handel und Dienstleistungen ersetzen. Zugleich will er einen Weg zum Fronhof bauen. Er kündigte zuletzt an, das Thema „Am Grashof“ und „Grashofgasse“, so hieß der zugebaute Durchgang früher, für die Namensnennung aufgreifen zu wollen. Er sei stets hoch interessiert, historische Bezüge bei seinen Projekten einzubeziehen.

Für die Verwaltung hatte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) angekündigt, die Pläne Stahls konstruktiv zu begleiten, aber er müsse sich „an den hohen Standards des Konzepts City 2030 orientieren“, die Politik und Verwaltung entwickelt und mit breiter Mehrheit verabschiedet hätten.

Detlef Ammann, Vorsitzender des Werbe- und Interessenrings Solinger Innenstadt, bedauert das Aus für P & C. „Ich habe bis zuletzt gehofft, dass sich doch noch eine Lösung findet“, sagt der Inhaber von Mode Partner. Es sei bekannt, dass die Flächen für Einzelhandel in der Innenstadt weniger werden müssten. Aber P & C sei ein herber Verlust.

Solingen: IHK-Vize Busch sieht „Herkules-Aufgabe“ in der City-Belebung

Christian Busch, Vorsitzender der Walbusch-Geschäftsführung und IHK-Vize, teilt diese Einschätzung. Solingen habe das Problem einer Sandwich-Situation zwischen vielen Großstädten, dazu kämen noch eigene Subzentren. „Der Weggang von P & C ist nicht schön. Und es wird eine Herkulesaufgabe, Konzepte und Lösungen zu finden, um die Innenstadt als Einkaufsstadt attraktiv zu halten.“

Jan Höttges, Vorsitzender des Initiativkreises Solingen, erklärt: „Die Achse zwischen Clemens-Galerie und Fronhof zu öffnen ist sicher gut. Wenn dort ein hochwertiges Mehrgenerationen-Wohnquartier entsteht, wird das zur Verbesserung der Situation in der City beitragen und vielleicht weitere Eigentümer zur radikalen Veränderung des eigenen Immobilienbestands animieren. “

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