Fronhof

Ausstellung zeigt „Menschen – im Fadenkreuz des rechten Terrors“

Bei der Ausstellung am Fronhof werden ab dem kommenden Montag Porträts von Menschen gezeigt, die von Rechtsextremen auf sogenannte Feindeslisten gesetzt wurden. Foto: Ivo Mayr/ Correctiv
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Bei der Ausstellung am Fronhof werden ab dem kommenden Montag Porträts von Menschen gezeigt, die von Rechtsextremen auf sogenannte Feindeslisten gesetzt wurden.

Projekt des Recherche-Netzwerks Correctiv mit Lokal- und Regionalzeitungen.

Solingen. Am Montag zeigt Correctiv zusammen mit dem Solinger Tageblatt die Ausstellung „Menschen – im Fadenkreuz des rechten Terrors“. Sie wird am Vormittag auf dem Fronhof eröffnet und bis einschließlich Freitag dort zu sehen sein.

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Porträts von Menschen, die von Rechtsextremen als Gegner markiert und auf sogenannte „Feindeslisten“ gesetzt wurden: Lehrer, Künstler, Wissenschaftler, Politiker, Journalisten. Sie sind aber wie Du und ich. Sie haben Träume, Wünsche, eine Vergangenheit. Sie sind Menschen.

Der Fotograf Ivo Mayr hat 57 von ihnen besucht, mit ihnen über ihr Leben, ihre Hoffnung, Freude und Liebe gesprochen und sie porträtiert. Die Menschen auf den Porträts stehen für die vielen Gesichter unserer Bundesrepublik.

Sie sind das Herzstück des Projektes, für das sich 15 Reporter und Reporterinnen aus elf renommierten lokalen Medienhäusern – darunter das Solinger Tageblatt – unter Leitung des Recherchezentrums Correctiv mit dem Weissen Ring zusammengetan haben. 

Das Rechercheteam zeigt, welche Strategien Rechtsextreme nutzen, um Angst zu verbreiten und warum die politische Aufarbeitung nicht ausreicht. Betroffene und Hinterbliebene berichten von den schwerwiegenden Auswirkungen auf ihr Leben. Von Momenten, die alles veränderten.

Im Fokus des gesamten Projekts stehen Menschen, die von Rechtsextremen als Ziele ins Fadenkreuz genommen wurden, weil sie für eine Gesellschaft stehen, die sie auslöschen und vernichten wollen.

„Man erkennt an ihren Porträts, dass diese Menschen eine Haltung haben.“

Ivo Mayr, Fotograf

Sie stehen für die vielen Gesichter unserer Bundesrepublik, am Ende stehen sie für uns alle. Der Fotograf Ivo Mayr sagt: „Man erkennt in ihren Porträts, dass diese Menschen eine Haltung haben. Sie lassen sich nicht so einfach unterkriegen.“

Neben Solingen wird die Porträt-Reihe im Rahmen der Ausstellung auf den zentralen Plätzen vieler Städte in Deutschland zu sehen sein.

Daneben verdeutlichen die Recherchen des begleitenden Buches zur Ausstellung die Tragweite des rechten Terrors. In zahlreichen Texten spürt das Rechercheteam rechten Netzwerken nach und zeigt Kontinuitäten auf.

Mit dem Projekt wollen die Reporter und Reporterinnen informieren und warnen zugleich: Wenn es uns als Gesellschaft nicht gelingt, rechtem Terror entschlossen entgegenzutreten, wird er uns auseinandertreiben und voneinander entfremden. Er wird uns das Kostbarste nehmen, was wir haben: die Menschen.

Die Ausstellung wird in Solingen, Dortmund, Köln, Kassel, Waiblingen, Nürnberg, München, Rostock, Greifswald, Berlin und weiteren Städten zu sehen sein.

„Menschen – im Fadenkreuz des rechten Terrors“, Montag, 28. Juni, bis Freitag, 2. Juli, auf dem Fronhof

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