Verlängerung des Sonderzuschusses

Ausschuss sichert die Zukunft der Bergischen Symphoniker

Sonja Baumhauer stellte den neuen Spielplan vor. Foto: Christian Beier
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Sonja Baumhauer stellte den neuen Spielplan vor.

Kulturmanagement setzt auf Theater-Card statt Abos.

Von Philipp Müller

Solingen. Der Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus beschloss jetzt die Verlängerung des Sonderzuschusses zur Sicherung der Liquidität der Betriebsgesellschaft der Bergischen Symphoniker. Damit fließen jährlich 250.000 Euro bis zum Ende des Geschäftsjahres 2023/2024 in die Kassen der GmbH. Das Verfahren war vor Jahren installiert worden, um die Zukunft des Orchesters zu sichern. Die Entscheidung fiel gegen die Stimme des Vertreters der Ratsgruppe RD/AfD mit breiter Mehrheit.

Im Ausschuss wurde deutlich, dass das Programm der Symphoniker zentraler Bestandteil des Spielplans des Kulturmanagements für das Theater und Konzerthaus ist. Die Leiterin des Stadtdienstes, Sonja Baumhauer, präsentierte dem Ausschuss nicht weniger als einen kompletten Wechsel der Ausrichtung des Programms. Alles wird übersichtlicher, vieles moderner und der alte Zopf der Abo-Reihen wurde vom Baumhauer-Team ganz abgeschnitten.

Ganz ohne Rabatt will sich das Kulturmanagement aber nicht präsentieren. So gibt es ab der kommenden Spielzeit die Theater-Card. In der Version Gold gibt es 30 Prozent Rabatt auf Veranstaltungen des Kulturmanagements, sie kostet 50 Euro. In Silber erlaubt die Karte 20 Prozent Rabatt bei 20 Euro pro Karte selbst. In Bronze werden 10 Euro fällig für jeweils 10 Prozent Rabatt. Anna Frantzen, im Kulturmanagement für die Programmplanung zuständig, und Sonja Baumhauer betonten, so solle Kulturinteressierten mehr Flexibilität eingeräumt werden.

Der eingeschlagene Weg, dazu gehören auch Angebote des Kulturmanagements, in Schulen zu gehen, wurde von allen Fraktionen im Ausschuss begrüßt. Der Ausschussvorsitzende Sebastian Haug (CDU) betonte, der Neustart im Kulturmanagement zeige: „Ohne Kultur wird unser Leben ärmer.“ Kulturdezernentin Dagmar Becker (Grüne) äußerte sich ebenfalls zufrieden: „Viele haben gefragt, was die neue Handschrift von Sonja Baumhauer sein wird. Das sieht man jetzt. Und das ist erst der Anfang.“ Das ST wird in den kommenden Wochen Details zum neuen Spielplan ausführlich vorstellen.

Stadtbibliothek soll verfolgte Autoren vorstellen

Um die Stadtbibliothek enger mit dem Zentrum für verfolgte Künste und dessen Literatursammlung zu verzahnen, beschloss der Ausschuss einstimmig einen Antrag. Darin fordern SPD, Grüne und FDP, verfolgte Schriftstellerinnen und Schriftsteller in der Stadtbibliothek in einem eigenständigen Bereich zusammen mit Sachliteratur zum Thema zu präsentieren. Das treffe auf fruchtbaren Boden, versicherte Derzernentin Becker, denn es fänden bereits Treffen zwischen dem Zentrum für verfolgte Künste und dem Max-Leven-Zentrum statt, um die Zusammenarbeit zu intensivieren. Jedoch seien dafür finanzielle Mittel erforderlich, deren Höhe zurzeit ermittelt werde.

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