Statistik

Solingen: Audis und BMWs sind oft in Unfälle verwickelt

Ein 20-Jähriger prallte mit seinem BMW in die Kirchenmauer der Lutherkirche. Es gab Leichtverletzte und Sachschaden. Laut der Versicherung Generali sind BMW oft in Unfälle verwickelt. Archivfoto: Tim Oelbermann
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Ein 20-Jähriger prallte mit seinem BMW in die Kirchenmauer der Lutherkirche. Es gab Leichtverletzte und Sachschaden. Laut der Versicherung Generali sind BMW oft in Unfälle verwickelt.

Versicherung veröffentlicht Karambolage-Atlas – Polizei hat Raser- und Poser-Szene im Blick.

Von Philipp Müller

Solingen. Gibt es in Solingen Unfälle mit Pkw, dann sind in 9,6 Prozent aller Fälle Audis darin verwickelt und in 8,6 Prozent BMWs. Auf den weiteren Plätzen folgen Fiat, Ford, Mercedes und Opel. Diese Zahlen seien als repräsentativ zu betrachten, meldet die Versicherung Generali. Das Polizeipräsidium Wuppertal kann die Zahlen nicht bestätigen, da dort keine Marken-Statistik zu Unfällen geführt werde, erklärt Polizeisprecher Stefan Weitkämper.

Der Versicherungskonzern hatte für das vergangene Jahr 270 000 Unfälle seiner Kunden bundesweit in einem „Karambolage-Atlas“ ausgewertet. Durchschnittlich entstehen Unfallkosten von 2553 Euro pro Schaden. Es waren 10,7 von 100 Autos in Unfälle verwickelt. Mit 45,2 Prozent fiel der Löwenanteil der Unfälle auf Blechschäden. Aus der Fülle des Zahlenmaterials lasse sich ein bundesweiter Trend ablesen, erklärt dazu Generali-Sprecher Dirk Brandt.

Für die Polizei spielen solche Zahlen jedoch nur eine sekundäre Rolle, erklärt Stefan Weitkämper. Das gelte auch für die Schadenssummen und das Alter der Beteiligten, die man beide auch nicht den Marken zuordne. Tatsächlich wisse man aber schon, welche Gruppen häufiger in Unfälle und Verkehrsverstöße verwickelt seien, betont er. Denn die Polizei erfasst statistisch die Zahl der ihr gemeldeten Unfälle.

Das hat dann auch direkte Auswirkungen auf die Polizeiarbeit in Solingen. So beobachte die Polizei regelmäßig die sogenannte „Raser-Szene“. Die gebe es aber in Solingen nicht so ausgeprägt wie in anderen Großstädten. Dagegen sei die „Poser-Szene“ etabliert.

Solingen: Polizeikontrollen führen zu Verwarngeldern und Strafen

Dabei handelt es sich um Führer von Fahrzeugen, die getunt sind. Sportliche Aufmachung und hohe PS-Zahl sind das Kennzeichen dieser Szene. „Da geht es vor allem ums Imponiergehabe“, sagt der Polizeisprecher. Das nehme die Verkehrspolizei bereits seit dem Frühjahr 2019 immer stärker unter die Lupe, versichert er. „Wir haben darauf ein Auge.“

Das gelte natürlich besonders für die Polizeiinspektion Solingen. Diese werde auch weiterhin regelmäßig kontrollieren. Dabei komme es oft zur Verhängung von Verwarngeld wie in diesem Sommer. Sie wurden etwa wegen zu hoher Geschwindigkeit verhängt. Bei den Kontrollen seien aber auch technische Mängel an den getunten Autos aufgefallen. In der Szene ist es beliebt, Bauteile zu verwenden, die das Auto zwar aufmotzen, aber keine TÜV-Zulassung haben. Es seien aber auch Poser ohne Fahrerlaubnis erwischt worden.

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