111 Monate später

Hochzeit am 11.11.11: Auch nach fast zehn Jahren noch jeck verliebt

Das Ehepaar Klaas hofft, spätestens nächstes Jahr wieder feiern zu können.
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Das Ehepaar Klaas hofft, spätestens nächstes Jahr wieder feiern zu können.

Zwei Karnevals-Ehepaare ließen sich am 11.11.11 in Solingen trauen- heute sind sie genau 111 Monate verheiratet.

Von Moritz Jonas

Solingen. Daten mit Schnapszahlen sind stets beliebte Tage für Hochzeitspaare, um sich das Jawort zu geben. Der 11.11.2011 war für viele verliebte Karnevalisten das Datum schlechthin. Auch in Solingen nutzten zwei Paare diese einmalige Chancen. Nicht nur das diese jecken Paare in diesem Jahr ihren zehnten Hochzeitstag feiern, am heutigen Altweiberdonnerstag ist der Tag ihrer Heirat genau 111 Monate her. Grund genug, um einmal nachzuhören, wie es den Paaren in den letzten knapp zehn Jahren so ergangen ist und ob sie dem Karneval immer noch treu geblieben sind.

Klaus-Uwe Klaas und seine Frau Dorothea trafen sich das erste Mal 2007 auf Mallorca. Dann vergingen allerdings noch einmal knapp drei Jahre, bis es zum ersten richtigen Date der beiden kam. Anschließend ging aber alles ganz schnell. Ein Jahr und zwei Tage nach diesem treffen folgte dann die Hochzeit. Für die beide Karnevalisten ganz standesgemäß im Prinzen-und Prinzessinnen-Kostüm. Klaus-Uwe Klaas sagte damals im ST: Wir sind Jecke, und deshalb gab es für uns keine andere Möglichkeit, als am 11. 11. 11 zu heiraten.

Klaus-Uwe und Dorothea Klaas während ihrer Hochzeitsfeier am 11.11.11 im Wirtshaus.

Seitdem habe sich nicht so viel verändert, erzählt Klaus Uwe Klaas. Er und seine Frau haben ein Haus gekauft und seine Frau Dorothea ist inzwischen mit in seine Firma für Automatenservice eingestiegen. Aber der Rest ist unverändert. „Wir sind immer noch glücklich zusammen“, sagt Klaus-Uwe Klaas. Genauso ungebrochen wie die Liebe zueinander ist ihre Liebe zur fünften Jahreszeit. Wann immer es möglich ist, wird am Hochzeitstag ausgiebig gefeiert. „Wenn wir nicht grade am nächsten Tag arbeiten müssen, wird natürlich Karneval gefeiert“, sagt Uwe Klaas. So wie am fünften Hochzeitstag als die beiden eine Feier für all ihre Freunde organisierten – im Wirtshaus, dem Ort der Hochzeitsfeier. „Das würden wir in diesem Jahr zum Zehnjährigen natürlich gerne wiederholen, insofern es möglich ist“, erzählt Dorothea Klaas. „Natürlich mit Verkleidung“, ergänzt ihr Mann. Aber selbst wenn dies nicht möglich sein wird, gäbe es nächstes Jahr durchaus auch einen Grund zu feiern. Denn dann stehe schließlich der elfte Hochzeitstag ins Haus und bei so vielen Elfen im Hochzeitsdatum, müsse dieser natürlich gebührend gefeiert werden, sagt Klaus-Uwe Klaas.

Jens und Annett Rochna ließen sich vor 111 Monaten trauen.

Ein weiteres Paar, das in Solingen an diesem Tag den Bund für das Leben schloss waren Annett und Jens Rochna. Kennengelernt haben sich die beiden auf einer Schlagerparty. 2000 zogen sie dann mit ihren Kindern nach Solingen. Schnell war die Liebe zum Karneval entdeckt. 2005 fuhr Jens Rochna erstmals mit einem eigenen LKW beim Solinger Rosenmontagszug mit. Daraufhin folgte auch der Eintritt in die Prinzengarde Blau-Gelb Solingen-Ohligs.

Solingen: Auch die Enkel sind bereits Karnevalisten

So kam es auch, dass die beiden heirateten, denn im Verein wurde ein hochzeitswilliges Karnevals-Ehepaar gesucht. Kurzer Hand viel die Wahl auf Jens und Annett Rochna, die zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Jahre zusammen waren. In der Folge wurden sie am 11.11. um 11.11 Uhr im Haus Kirschheide vom damaligen Oberbürgermeister Norbert Feith getraut „Das war ein schöner Tag“, sagt Jens Rochna. Inzwischen sind die Rochnas nach Monheim umgezogen, sich und dem Solinger Karneval sind sie jedoch treu geblieben. „Ich bin immer noch als Techniker und DJ auf Karnevalsveranstaltungen in Solingen unterwegs. Das hat natürlich zur Folge, dass ein Hochzeitstag im klassischen Sinne gar nicht möglich ist. „Es ist eben ein besonderer Tag, also auch ein besonderer Hochzeitstag“, sagt Jens Rochna. Selbst in diesem Jahr wo es vielleicht mal möglich wäre, einen „normalen“ Hochzeitstag zu verbringen, wollen sie einfach nur wieder Karneval feiern. „Für uns gehört es einfach dazu, wir kennen es schließlich nicht anders.“

Und nicht nur die Eheleute sind echte Karnevalisten, auch die nächste Generation wurde bereits zu echten Jecken erzogen. „Unsere beiden Enkel sind natürlich auch schon im Karnevalsverein“, erzählt Jens Rochna.

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