Art-Eck

Ausstellung stellt Stillleben von drei Künstlerinnen vor

Die Ausstellung „Stillleben 2021/02“ im Gräfrather Art-Eck stellt Julia Ritterskamp seit gestern per Video auf der Homepage der Galerie vor. Foto: Michael Schütz
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Die Ausstellung „Stillleben 2021/02“ im Gräfrather Art-Eck stellt Julia Ritterskamp seit gestern per Video auf der Homepage der Galerie vor.

Werke von Annette Marks, Ulrike Korsten und Ekaterina Gasmi sind im Art-Eck zu sehen.

Solingen. Julia Ritterskamp und der Gräfrather Galerist Dirk Balke stellen die neue Gruppen-Ausstellung „Stillleben 2021/02“ in einem Video auf der Homepage des Art-Ecks vor. Balke setzt so seine Strategie fort, zunächst noch auf Präsenzveranstaltungen zu verzichten. Die in Solingen geborene Kunsthistorikerin Julia Ritterkamp, die am Humboldt-Gymnasium ihr Abitur machte, stellt dabei gleich drei Künstlerinnen vor. Annette Marks, Ulrike Korsten und Ekaterina Gasmi sind ganz unterschiedliche Vertreterinnen, wie das Thema Stillleben heute verarbeitet wird.

Ritterskamp, die in Düsseldorf als freie Kuratorin für Galerien arbeitet und auch selbst in einem Kunstraum Ausstellungen organisiert, verweist dann auch darauf, dass das im 17. Jahrhundert als eigene Kunstform entstandene Stillleben auch noch völlig zu Recht Aktualität genießt.

Annette Marks wird im Art-Eck mit einem sehr interessanten Ansatz ausgestellt. Die Künstlerin malt oft zwei Stillleben gleichzeitig mit der gleichen Motivauswahl. Schnell erkennen die Betrachtenden, dass sie dabei leicht die Perspektive ändert. Und auch die Farbwelt ändert sich etwas. Kurz: Der zweite Blick offenbart bei scheinbar gleichem Ansatz doch den zweiten Weg. Das geschieht in einem Stil, der sich im Kubismus, dem Expressionismus, aber auch beim Impressionismus bedient. Die Farbe ist nicht nur Fläche, durch die grobe Struktur und je nach Lichteinfall entstehen auch zusätzliche Schatten.

Bei Ulrike Korsten hat man zunächst den Eindruck, die Zeichnungen seien aus riesigen Lexika oder Büchern über die Pflanzenwelt ausgerissen und gerahmt worden. Das ist so gewollt, denn – wieder ist der zweite Blick gefragt – alles ist ganz anders. Korsten zeichnet in Pastelltönen keine bekannten Pflanzen. Alles hat etwas von Fantasie. Julia Ritterskamp erklärt, dass das trotz des weißen Hintergrunds tatsächlich Stillleben sind, wenn auch reduzierter als man das normalerweise erwartet. Dafür sind dann die Pflanzen sehr reich an Details zu sehen – eben wie in einem Lexikon oder Nachschlagewerk.

Früchte in großer Dimension beherrschen das Art-Eck

Die Werke von Korsten und Marks „entdeckt“ man im winzigen Art-Eck eigentlich erst, wenn sich die Augen von der wuchtigen, fotorealistischen Kunst von Ekaterina Gasmi endlich trennen können – was aber schwerfällt. Sie hat in Moskau studiert, später an der Kunstakademie Düsseldorf Theatermalerei. Im Art-Eck sind es die Früchte, die sofort alles in Beschlag nehmen. Erdbeeren in der Aluschale, Bananen im Plastiktütchen. Das ist großformatig und sicher für das Museum gedacht, erklärt Dirk Balke. Aber das ist auch richtig gut, weil es die Besucher der Ausstellung sofort packt. Gasmi stellt nicht ohne Grund in diesem Jahr in Brüssel, Barcelona, Straßburg und Frankfurt aus.

Die Schau ist auf Terminvereinbarung bis zum 19. November zu besuchen. Terminvereinbarungen macht Balke über seine Homepage: https://galerie.dirkbalke.com

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