Weyersberg

Prüfprozess zur Arena dauert länger als ein Jahr

Die Arena könnte anstelle des Kunstrasenplatzes (oben) oder als Anbau zwischen Klingenhalle (links) und Kotter Straße entstehen.     Foto: Christian Beier
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Die Arena könnte anstelle des Kunstrasenplatzes (oben) oder als Anbau zwischen Klingenhalle (links) und Kotter Straße entstehen.    

Für eine Mehrzweckhalle am Weyersberg strukturiert das Rathaus zunächst die Prüfaufträge, danach werden sie abgearbeitet.

Von Andreas Tews

Solingen. Sollte nach Beantwortung der offenen Fragen am Weyersberg eine Arena Bergisch Land entstehen, wäre mit einem Baubeginn wohl frühestens in zwei Jahren zu rechnen. Alleine der vom Rat beschlossene Prüfprozess werde sich „weit in das Jahr 2023“ hineinziehen, berichtete Rathaussprecher Thomas Kraft. Eventuelle Bau- und Detailplanungen würden sich daran anschließen.

Mit dem Grundsatzbeschluss, den Prüfprozess für eine Mehrzweckhalle zu beginnen, sind viele Arbeitsaufträge an die Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) verbunden, die den Prozess steuern soll. Die Ratsfraktionen haben unter anderem einen umfangreichen Fragenkatalog zur Wirtschaftlichkeit, zum Verkehr, zur Zukunft des Breiten- und Schulsports, zu Auswirkungen der Arena auf die direkte Umgebung und anderen Themen formuliert (siehe unten).

„Zu den vorrangig zu erledigenden Aufgaben gehört das Mobilitätskonzept für die Innenstadt.“

Thomas Kraft, Rathaussprecher

Im ersten Schritt werde die stadteigene Gesellschaft den Prozess strukturieren, kündigt Kraft an. Dabei werde auch ermittelt, welche personellen und finanziellen Kapazitäten im Rathaus benötigt werden. Auf dessen Mitarbeiter und auf externe Planungsbüros wird die SEG bei dem Projekt zurückgreifen. Grundsätzlich gelte, dass viele der Untersuchungen auf anderen Prüfungen aufbauen, erläutert Kraft. Diese Reihenfolge gelte es jetzt festzustellen. Um zum Beispiel die Fragen zum Verkehr (An- und Abreise sowie Parkraum) zu klären, müsse vorrangig jetzt das ohnehin angepeilte Verkehrskonzept für die Innenstadt erstellt werden. Hierfür wird laut Kraft derzeit die Ausschreibung vorbereitet.

Für die Planungsphase wird die SEG etwa 300.000 Euro zur Verfügung haben. Hinzu kommt laut Ratsbeschluss 1 Million Euro, die bei anderen städtischen Gesellschaften (unter anderem den Technischen Betrieben) anfallen werden. Eine erste Machbarkeitsstudie hatte OB Kurzbach zwar bereits im Herbst vorgelegt. Die Annahmen und Überlegungen daraus sollen jetzt aber vertieft und um viele neue Aspekte erweitert werden.

Alles zum Thema

Im Auftrag der Stadt soll die SEG eine Gesamtprojektskizze zu einem „Stadt- und Sportquartier Weyersberg inklusive einer Arena Bergisch Land“ erstellen. Zu ergründen ist, welche Verkehrsinfrastruktur nötig sein wird. Darauf aufbauend sollen ein erster Zeitplan sowie ein erster Kosten- und Finanzierungsplan erstellt werden. Mögliche Zuschüsse des Landes, des Bundes oder der Europäischen Union sind zu berücksichtigen. Auch eine oder mehrere Projektgesellschaften sollen für die Abwicklung des Projekts gegründet werden. Zu den Aufgaben gehört zudem ein Businessplan, der auf Erkenntnissen aus den Gutachten basiert. Für eine Realisierung ist ein „geeigneter Anbieter mit ausreichender Erfahrung“ zu finden.

Im Zusammenhang mit der Verkehrsanbindung soll die SEG die Möglichkeiten des Öffentlichen Personennahverkehrs (Busanbindung / neuer Bahnhalt) prüfen. Weitere Schwerpunkte sollen Verkehrskreisel an den Knoten Weyersberger- / Kotter- /Agustastraße und Dickenbusch sowie eine Linksabbiegerspur von der Kotter in die Mangenberger Straße sein. Auch zum Lärm-, Klima- Arten- und Baumschutz soll sie Gutachten einholen. Alle Erkenntnisse sollen – frühestens im kommenden Jahr – Grundlage für eine politische Entscheidung über den Bau der Arena sein.

Prüfaufträge

Kapazität: Geprüft wird eine Arena für bis zu 8000 Besucher (5000 beim Handball), die dem Handball-Bundesligisten Bergischer HC als Heimspielstätte dienen und Raum für größere Veranstaltungen bieten soll.

Standort: Unklar ist, ob die Arena anstelle des Sportplatzes Weyersberg 2 errichtet wird oder als Anbau an die Klingenhalle.

Klingenhalle: In einem im Herbst von Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) vorgelegten Gutachten wird der Abriss der Klingenhalle vorgeschlagen. Untersucht wird jetzt aber vorzugsweise, ob sie saniert werden kann.

Breitensport: Schul- und Vereinssport sollen mit den Anforderungen der Arena in Einklang gebracht werden,

Umfeld: Auch Fragen der Verkehrsanbindung sind zu klären.

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