„Aufbruch jetzt“

Arbeitsgruppe macht auf Missstände in der Kirche aufmerksam

Luden zum Pressegespräch ein, um Ziele der Arbeitsgruppe „Aufbruch jetzt“ zu skizzieren (v. l.): Frank Kulok, Ingrid Brams, Jonas Vogt, Meinrad Funke und Hans Wietert-Wehkamp. Foto: Christian Beier
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Luden zum Pressegespräch ein, um Ziele der Arbeitsgruppe „Aufbruch jetzt“ zu skizzieren (v. l.): Frank Kulok, Ingrid Brams, Jonas Vogt, Meinrad Funke und Hans Wietert-Wehkamp.

„Weiter so? – Nicht in meinem Namen!“ – ab Aschermittwoch bieten große Banner Raum, ein Zeichen zu setzen.

Von Jutta Schreiber-Lenz

Solingen. Der Schriftzug: „Weiter so? – Nicht in meinem Namen!“ wird ab Aschermittwoch, 2. März, bis zum 14. April auf großen sichtbaren Banner an den vier Kirchenorten der katholischen Gemeinde St. Sebastian zu sehen sein. Und nicht nur das: „Wir bitten alle Menschen, die diesen Appell an die katholische Kirche und speziell an das Erzbistum Köln teilen, mit ihrer Unterschrift auf den Bannern zu unterstützen“, sagt Meinrad Funke, Pfarrer in St. Sebastian und Teil der Arbeitsgruppe „Aufbruch jetzt“.

Vor knapp einem Jahr war dieser katholische Arbeitskreis an den Start gegangen und hatte im letzten Jahr zum Beispiel mit der Aktion „Rote Karte für das Bistum“ Aufmerksamkeit erregt. Dass der ursprüngliche Anlass dieser neuen Banneraktion, nämlich die Amtsrückkehr des umstrittenen Kardinal Rainer Woelki just an diesem Tag nun nicht mehr besteht, ändere nichts. „Schließlich hängt sich unsere Kritik nicht an einer Person auf“, führte Hans Wietert- Wehkamp, Mitglied des Pfarrgemeinderats und der Arbeitsgruppe, aus. Das Sichtbarmachen sei der Sinn des Bannerprojekts. „Vielleicht schließen sich uns andere Gemeinden an – auch bei unserer Idee, diese Banner an Karfreitag nach Köln zu bringen und dort vor dem Dom einer noch größeren Öffentlichkeit zu zeigen“, sagt Andrea Heinz, ebenfalls engagiertes Mitglied von „Aufbruch jetzt“.

Schon im vergangenen Jahr hatte die Aktion „Rote Karte für das Bistum“ für Aufmerksamkeit gesorgt. „Wir müssen und werden dranbleiben“, sagt Wietert-Wehkamp. Angesichts der steigenden Kirchenaustrittszahlen sei es höchste Zeit, ein „Weiter so“ zu verhindern“, ergänzte Pfarrer Meinrad Funke.

Rückmeldungen gehen über das Bistum nach Rom

Um die Kirchenbasis für dieses Ziel mit ins Boot zu holen, begrüßt Funke den Aufruf von Papst Franziskus, anlässlich der Weltsynode, alle Christen nach ihren Vorstellungen zur Zukunft der Kirche zu fragen. „Sag’s dem Papst“ ist das Motto, unter dem bis zum 18. März Rückmeldungen über das Bistum nach Rom gegeben werden können. „Vornehmlich geschieht das online, aber wir bieten zusätzlich für die Menschen, die mit dem Internet nicht gut unterwegs sind, eine dazu gestaltete Messe am 27. Februar“, sagt Meinrad Funke. „In diesem Kontext kann man auch direkt schriftliche Anregungen oder Fragen hinterlassen. „Dass der Papst erstmals eine Rückmeldung von der Kirchenbasis wünscht, begrüßen wir ausdrücklich und regen an, zuvor anhand zur Verfügung gestellter Impulskarten zu zehn verschiedenen Themenfeldern miteinander ins Gespräch zu kommen“, sagt Funke: In Gemeindekreisen, in der Familie oder in der Nachbarschaft soll gerne beispielsweise miteinander überlegt werden, „welche Bedeutung Ökumene hat, was es bedeutet, den Auftrag Jesu anzunehmen und zu verantworten, oder wie es klappen könnte, miteinander im Dialog zu bleiben, einander zuzuhören oder was es bedeutet, eine „lernende“ Kirche zu sein.

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