Im Test

Solingen-App bietet Informationen mit Einschränkungen

Zwischen iOS- und Android-Geräten gibt es Unterschiede im Informationsgehalt der App. Bei Android besteht Nachholbedarf. Foto: Christian Beier
+
Zwischen iOS- und Android-Geräten gibt es Unterschiede im Informationsgehalt der App. Bei Android besteht Nachholbedarf.

Für iOS-Nutzer ist bereits viel mehr möglich als für Besitzer von Android-Geräten.

Von Alexandra Dulinski

Solingen. Seit einer Woche ist die überarbeitete Version der „Mensch, Solingen“-App in den Playstores erhältlich. Sie beinhaltet viele neue Funktionen, darunter einen Wetterassistenten, einen Baustellenmelder, einen Parkplatzfinder und die Möglichkeit, Termine im Bürgerbüro und der Kfz-Zulassungsbehörde zu vereinbaren. Als „digitales Taschenmesser für die Hosentasche“ hat Ressortgeschäftsführer Dirk Wagner von der Stadt die App bezeichnet. Wir haben sie getestet.

Baustellenfinder: Auf der Karte werden in rot aktuelle und in blau geplante Baustellen angezeigt, mit entsprechender Lage, dem geplanten Zeitraum und der verantwortlichen Stelle. Auf Apple-Geräten wird zudem die Art der Einschränkung – beispielsweise verengte Fahrbahnspuren oder eine Vollsperrung – angezeigt, sowie ein direkter Ansprechpartner mit Telefonnummer.

Freifunk: Freies Wlan in der Stadt? Auf einer Karte werden grüne und rote Zielpunkte angezeigt, grün für aktive und rot für inaktive Netzwerke. Klickt man eines der Symbole an, kann man sich über den Button „Route hierher“ zu Google Maps weiterleiten lassen. Wir lassen uns einmal zum Zugriffspunkt der Volksbank führen. Google Maps leitet uns zunächst an der Filiale vorbei. Doch selbst vor der Eingangstür stehend, findet das Smartphone kein Netzwerk unter dem in der App angegebenen Namen. Auffallend ist, dass die Zielpunkte ungleichmäßig über die Stadt verteilt sind. In Burg gibt es so keinen einzigen der App bekannten Freifunk-Zugriffspunkt. Zudem sind alle Zugangspunkte nach Entfernung gelistet. Einziges Manko: Die App ist bei Android so konstruiert, dass die Titelzeile den ersten – und somit den am nächsten liegenden – Punkt verdeckt. Dies kommt auch bei anderen Kategorien der App vor.

Freizeitangebote: Über die Karte erhält der Nutzer einen Überblick über die Freizeitangebote. Wir klicken einmal das Heidebad an. Ein Link erscheint im Display, der die Website der Stadt direkt innerhalb der App öffnet. Eine Liste zeigt alle der App bekannten Einrichtungen an. Leider lässt sich bei Android nicht gezielt nach einer Tätigkeit suchen. Wer beispielsweise zum Schwimmen möchte, muss direkt nach dem Bad schauen. Außerdem bietet die App eine Übersicht über bevorstehende Termine an, für die sich Nutzer eine Erinnerung einrichten können. Beispielsweise für Konzerte vermisst man unter Android aber einen Link zum Ticketverkauf und erhält keine Auskunft über die Höhe der Eintrittspreise.

Parkplätze, E-Tankstellen: Bei der Suche nach Behindertenparkplätzen zeigt das System Android-Nutzern an, wie viele Stellplätze zur Verfügung stehen. Bei den E-Tankstellen gibt die App in beiden Betriebssystemen neben der Leistung an, wie viele Tankstellenplätze noch frei sind.

Sehenswürdigkeiten: Leider sind auf Android-Geräten über manche der Links nicht alle Websites verfügbar.

Digitales Rathaus: Hier kann sich der Bürger Abholtermine der verschiedenen Abfalltonnen anzeigen lassen. iOS-Nutzern ist es sogar möglich, eine Erinnerung zu schalten. Der Bereich Investitionen gibt einen Überblick über die Investitionen in Solinger Schulen. iOS-Nutzer erfahren dabei detailliert, was genau geplant ist und entsteht. Auch lassen sich direkt über die App Termine beim Bürgerbüro und der Kfz-Zulassungsbehörde vereinbaren. Die Anwendung informiert über die benötigten Unterlagen, die voraussichtliche Dauer des Termins und mögliche Kosten.

Das Wetter: Kira heißt die Beta-Version des Wetterassistenten, der über Wetterereignisse benachrichtigen soll. Zunächst fragt Kira nach ein paar Informationen. Besitzen Sie ein Cabrio? Hängen Sie Ihre Wäsche im Freien auf? Wir beantworten einfach mal alle Fragen mit „Ja“. Und da stürzt die App auch schon ab. Der zweite Versuch klappt. Nun müssen nur noch die Benachrichtigungen eingestellt werden und dann bleibt Kira an unserer Seite. Hoffentlich. Der erste Test ist erfolgreich. Am Abend nach der Installation meldet Kira Starkregen, der dann auch nicht lange auf sich warten lässt.

Kontakt: Im Kontaktfeld wäre es schön, wenn sich auf dem Text scrollen ließe, so dass der Text nicht blind eingetippt werden muss.

Fazit: Das Nutzererlebnis hängt stark vom Betriebssystem ab. Für iOS-Nutzer ist bereits viel mehr möglich als für Android-Nutzer. Besitzer von Apple-Geräten haben deutlich mehr Zugriff auf Informationen, können innerhalb der App suchen und selbst Fotos zu Einrichtungen und Sehenswürdigkeiten hinzufügen. Hier muss für Android-Nutzer nachgerüstet werden. Im Hintergrund meldet das Smartphone einen hohen Akkuverbrauch der App aufgrund häufiger Abstürze.

Zukunftsvision

Noch in diesem Jahr soll die App um weitere Funktionen erweitert werden. So soll es eine Indoornavigation im Rathaus, einen erweiterten Mängelmelder mit Informationen über den Bearbeitungsstand und Informationen über Wanderwege und Fahrradrouten geben. Im nächsten Jahr sind weitere Anpassungen wie eine Bus-Verspätungsanzeige geplant. Eine Übersicht gibt es online.

https://t1p.de/extn

Die Stadt konkretisiert Pläne für Smart City: Solingen erhält mehrere Millionen Euro von Land und Bund für die Digitalisierung der Verwaltung.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Corona: 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp über 50 - Stadt verhandelt
Corona: 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp über 50 - Stadt verhandelt
Corona: 7-Tage-Inzidenz nur noch knapp über 50 - Stadt verhandelt
Katastrophe trifft gesamtes Stadtgebiet - Anwohner hadern weiter mit Schäden
Katastrophe trifft gesamtes Stadtgebiet - Anwohner hadern weiter mit Schäden
Katastrophe trifft gesamtes Stadtgebiet - Anwohner hadern weiter mit Schäden
Stadt Solingen warnt vor dem Betreten von Waldwegen
Stadt Solingen warnt vor dem Betreten von Waldwegen
Stadt Solingen warnt vor dem Betreten von Waldwegen
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei
Nach Unfall mit hohem Sachschaden: Die L 74 ist wieder frei

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare