Verkehr

Haaner Straße: Anwohner ärgern sich über Raser

Auf der Haaner Straße herrscht viel Verkehr. An parkenden Autos werden immer wieder Spiegel abgefahren. Foto: Christian Beier
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Auf der Haaner Straße herrscht viel Verkehr. An parkenden Autos werden immer wieder Spiegel abgefahren.

Bürger sind von Verkehr auf Haaner Straße und Schäden an Autos genervt. Behörden sehen keinen Brennpunkt.

Von Andreas Tews

Solingen. Laute Motorengeräusche in der Nacht, abgefahrene Außenspiegel an parkenden Autos, Fußgänger, die sich beim Überqueren der Fahrbahn nicht sicher fühlen – Anwohner der Haaner Straße ärgern sich immer wieder über Autofahrer, die nach ihren Beobachtungen oft zu schnell und rücksichtslos fahren. In einem Schreiben ans Tageblatt machte jetzt einer der Anwohner seinem Ärger Luft. Polizei und Stadtverwaltung sehen allerdings keinen besonderen Schwerpunkt von Verkehrsverstößen. Dies führen die Anwohner darauf zurück, dass zu selten – und vor allem nur tagsüber – kontrolliert werde.

Die Haaner Straße führt vom Walder Bavert hinunter ins Ittertal. Sie ist eine der Hauptverbindungsstrecken in die Nachbarstadt Haan. Nicht nur Walder, auch viele Auto-, Motorrad- und Lastwagenfahrer, die aus Richtung Solingen-Mitte und Merscheid kommen, nutzen diese Verbindung.

Gerast wird offenbar vor allem in der Nacht

Und einige benehmen sich dabei offensichtlich daneben. Vor allem nachts seien Raser auf ihren Spritztouren auch auf der Haaner Straße unterwegs, berichten Anwohner. Einer der Höhepunkte dieser Unsitte sei gewesen, dass der Seitenspiegel eines Cabrios abgefahren wurde, das wegen Bauarbeiten auf dem Grundstück der Eigentümer zum ersten Mal und nur für eine Nacht dort abgestellt worden war. Nach Angaben eines Anwohners kam der Spiegel „in mehreren Teilen bis zu zwölf Meter weit vom Fahrzeug entfernt zu liegen“. Der Verursacher habe es nicht für nötig gehalten anzuhalten und sich zu erkennen zu geben. Schon am folgenden Nachmittag sei fast an der gleichen Stelle der Spiegel eines Transporters abgefahren worden. Der Verursacher sei auch hier weitergerast, konnte von dem Handwerker, der die Verfolgung aufgenommen habe, nicht gestellt werden.

Zudem werde den Anwohnern durch den Schwerlastverkehr, der das Gewerbegebiet Monhofer Feld ansteuere einiges zugemutet. Damit aber nicht genug. Diese Lastwagen würden von etlichen Autofahrern immer wieder überholt. Hier könnten nach Meinung des Anwohners nur verstärkte Kontrollen und Einbauten in der Fahrbahn helfen, die Autos abbremsen.

Bei der Polizei und der Stadtverwaltung sieht man hingegen keine Hinweise darauf, dass auf der Haaner Straße mehr gerast werde als anderswo. „Bei Kontrollen gab es keine Auffälligkeiten“, sagte Polizeisprecherin Hanna Meckmann. Der Stadtverwaltung liegen laut Sprecherin Stefanie Mergehenn Hinweise von Anwohnern auf häufiges zu schnelles Fahren vor. Das Ordnungsamt sei ein- bis zweimal im Monat zu Geschwindigkeitskontrollen vor Ort. Außerdem werde das mobile Tempo-Display eingesetzt. „Die Anzahl der Verstöße liegt im Durchschnitt vergleichbarer Messstellen“, berichtet Mergehenn. „98 Prozent der Verstöße in der Tempo-30-Zone bewegen sich im Bereich bis 50 Stundenkilometer.“

Auch bei den Unfällen sieht Polizeisprecherin Meckmann keine Häufung. In den vergangenen drei Jahren seien vier parkende Autos im Vorbeifahren beschädigt worden, berichtet sie von den bei der Polizei gemeldeten Fällen. Von regelmäßigen Vorfällen dieser Art könne also keine Rede sein.

Die Anwohner beruhigt dies aber nicht. Bei ihnen bleibt das ungute Gefühl, dass viele Fälle ungeahndet bleiben.

Verdacht auf illegales Autorennen: Im Oktober gab es im Industriegebiet Monhofer Feld es einen Unfall, bei dem eine Person schwer verletzt wurde.

Kontrollen

Messpunkte: Für mobile Geschwindigkeitskontrollen hat die Stadt 110 Messpunkte eingerichtet: 18 in Wald (davon einer an der Haaner Straße), 24 in Burg/Höhscheid, 10 in Gräfrath, 31 in Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid und 27 in Solingen-Mitte.

Radarwagen: Für die Kontrollen an diesen Punkten stehen der Stadtverwaltung zwei Radarwagen zur Verfügung. Zusätzlich wurden für zwei Jahre zwei teilstationäre Geräte angemietet.

Stadt erwischt 573 Rotlicht-Fahrer am Werwolf.

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