Landgericht

Corona-Verdacht nicht bestätigt: Mafia-Prozess geht weiter

Aus Sicherheitsgründen wird in Düsseldorf verhandelt. Foto: David Young
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Aus Sicherheitsgründen wird in Düsseldorf verhandelt.

Mafia-Prozess in Düsseldorf musste wegen eines Corona-Verdachtsfalls für mehrere Stunden unterbrochen werden.

+++Update, 13.15 Uhr+++

Solingen. Nachdem alle Staatsanwälte einen Corona-Schnelltest gemacht haben, kann der Prozess nun doch fortgesetzt werden - alle Ergebnisse waren negativ. pm

Unser Artikel vom 26. Oktober, 12.30 Uhr

Solingen. Gerade einmal die Personalien von 11 der 14 Angeklagten im Duisburger Mafia-Prozess waren aufgenommen worden, da verließ einer der Staatsanwälte den Gerichtssaal des Oberlandesgerichts Düsseldorf, in dem aus Sicherheitsgründen verhandelt wird. Die Kammer zog sich zu einer mehrstündigen Beratung zurück, um zu klären, ob der Prozess erneut, wie schon zum Auftakt, unterbrochen werden muss. Der Staatsanwalt hatte bei einer Dienstfahrt mit einem positiv getesteten Polizisten in einem Pkw gesessen.

Unter den Angeklagten befindet sich ein 57-Jähriger Solinger, dem mit 13 weiteren Angeklagten aus dem Raum Duisburg und Köln-Wesseling vorgeworfen wird, insgesamt mit 680 Kilogramm Kokain gehandelt zu haben. Der Solinger soll laut Anklage mit einer Importfirma in Düsseldorf Teil der Logistik des Systems gewesen sein. Das lief so: In Südamerika gekauftes Kokain wurde unter Lieferungen von Holz und Bananen nach Deutschland geschafft und europaweit verkauft.

Der Solinger wurde vom Vorsitzenden zur Person vernommen. Er konnte sich zunächst nicht an seine Solinger Adresse erinnern. Bejahte dann aber die Angaben der Kammer. Der Angeklagte wurde in Palermo geboren und gab an, geschieden zu sein. Er sitzt in Duisburg-Hamborn in Untersuchungshaft. Der Beschuldigte wird von drei Anwälten vertreten, darunter Karl-Heinz und Patrick Lauterbach aus Solingen.

Die Anklageschrift umfasst nach Angaben von Gerichtssprecherin Sarah Bader 650 Seiten, dazu kämen 57 Ordner mit Beweismaterial und einige Terabyte Daten. Diese stammten unter anderem aus einer Telefonüberwachung der Beschuldigten. pm

Bereits zu Prozessbeginn hatte es eine Verzögerung wegen eines Coronaverdachts gegeben.

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