Prozess

Solinger muss sich Anklage wegen schwerer Umweltstraftaten stellen

Das Amtsgericht Wuppertal entscheidet über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen einen 67-jährigen Solinger.
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Das Amtsgericht Wuppertal entscheidet über die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen einen 67-jährigen Solinger.

Die Staatsanwaltschaft Wuppertal hat Anklage vor dem Schöffengericht am Amtsgericht Wuppertal gegen einen 67 Jahre alten Mann aus Solingen erhoben. 

Solingen. Dem Angeschuldigten werden fünf Fälle des unerlaubten Umgangs mit Abfällen sowie in jeweils einem weiteren Fall das unerlaubte Betreiben von Anlagen und Urkundenfälschung vorgeworfen. Die Umweltstraftaten soll er zudem aus Gewinnsucht verübt haben, was nach Angaben der Staatsanwaltschaft die Annahme besonders schwerer Fälle begründet.

Im Einzelnen soll der Beschuldigte diverse Unternehmen im Bereich Garten- und Landschaftsbau, Abbruchtechnik und Immobilien entweder selbst als Geschäftsführer oder unter Einsatz von Strohpersonen als faktischer Geschäftsführer betrieben haben. Im Zuge der Geschäfte soll er in den Jahren 2012 bis 2015 auf einem Grundstück im Bereich Simonshöfchen in Wuppertal mehr als 9800 Quadratmeter Bauschutt abgelagert haben, obwohl eine hierfür erforderliche Genehmigung nicht vorlag. 2013 soll er angeordnet haben, dass auf einer Baustelle in Langenfeld unter anderen asbesthaltiger Abfall vergraben wurde. Im Jahr 2014 soll er ebenfalls in Langenfeld einen alten Luftschutzbunker mit PCB belasteten Abfällen befüllen lassen haben.

Auch die Klingenstadt gehört zu den mutmaßlichen Tatorten: So soll der Angeklagte in den Jahren 2014 und 2015 in Solingen im Zuge von Abbrucharbeiten an der Bergstraße asbesthaltige Abfälle nicht ordnungsgemäß entsorgt und der Stadt gefälschte Entsorgungsnachweise vorgelegt haben. Darüber hinaus soll der Angeklagte in den Jahren 2015 und 2016 ebenfalls asbesthaltige Abfälle auf einer Baustelle in Heiligenhaus nicht ordnungsgemäß separiert und entsorgt haben.

Der Anklageerhebung seien „außerordentlich intensive Ermittlungen“ vorausgegangen, heißt es bei der Staatsanwaltschaft. Somit habe man dem Gericht umfangreiche Gutachten und Urkunden vorgelegt und insgesamt 40 Zeugen benannt. Das Amtsgericht hat nun zu entscheiden, wann das Hauptverfahren eröffnet wird. Für den Fall einer Verurteilung droht dem Solinger eine Freiheitsstrafe von mindestens sechs Monaten. -KDow-

Nach einem versuchten Raub am Walder Marktplatz sucht die Polizei Zeugen. Ein bislang Unbekannter forderte am Samstagabend gegen 22.40 Uhr von einem 24-Jährigen auf dem Walder Marktplatz eine Zigarette. Als der junge Mann ablehnte, drohte ihm sein Gegenüber mit der Faust.

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