Gericht

Angeklagte im Mafia-Prozess sitzen jetzt neben ihren Anwälten

Die Angeklagten im Mafia-Prozess sitzen nicht mehr hinter Panzerglas.
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Die Angeklagten im Mafia-Prozess sitzen nicht mehr hinter Panzerglas.

Prozess um 680 Kilo geschmuggeltes Kokain fortgesetzt.

Von Philipp Müller

Solingen. Erleichtert zeigte sich am Montag der Solinger Rechtsanwalt Patrick Lauterbach. Er vertritt im Mafia-Prozess vor dem Duisburger Landgericht einen im Dezember 2018 festgenommenen Ohligser. Er soll Teil einer 14-köpfigen Band sein, die 680 Kilogramm Kokain nach Deutschland schmuggelte. Der Angeklagte darf nun neben seinen drei Verteidigern sitzen.

Bisher hatten die acht Angeklagten, darunter der Solinger, die sich in Untersuchungshaft befinden, hinter der Panzerglasscheibe im Saal 1 des Oberlandesgerichts Düsseldorf gesessen. Dort tagt die 4. große Duisburger Strafkammer, weil sie selbst keinen entsprechend großen Saal hat. An der Sitzordnung hatten einige der 40 Rechtsanwälte der 14 Angeklagten, darunter Lauterbach, Kritik geübt und einen Antrag auf Änderung der Sitzordnung gestellt. Denn sechs Angeklagte, die auf freiem Fuß sind, durften bereits neben ihren Anwälten Platz nehmen.

Die Anwälte erklärten, die acht Mandanten hinter der Glasscheibe würden schon optisch vorverurteilt. Würde in Duisburg verhandelt, wäre die Nähe zwischen Angeklagten und Anwälten gegeben, weil es die Sicherheitsscheibe dort nicht gibt. Außerdem herrsche zwischen den Angeklagten Ungleichheit, weil sich die Verteidiger mit den in U-Haft sitzenden Angeklagten durch die lärmdichte Scheibe während des Prozesses nicht austauschen könnten, die anderen Rechtsvertreter der Nichtverhafteten jedoch direkt.

Im Gerichtssaal herrscht für alle Beteiligten jetzt Maskenpflicht

Die Kammer habe dem stattgegeben, erklärt Lauterbach. Es sei gelungen, das Gericht „gegen die Staatsanwaltschaft davon zu überzeugen, unserem Antrag“ stattzugeben. Dafür gibt es seit Montag diese Neuerung, wie der Verteidiger berichtet: „Der Vorsitzende hat die Maskenpflicht auch für alle an dem Verfahren Beteiligten auch am Platz angeordnet.“

Ein Mann aus Ohligs ist angeklagt in dem Mafia-Prozess, bei dem es um den Schmuggel von 650 Kilo Rauschgift geht.

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