Angeklagte gestehen Bandeneinbrüche

Einbruch in Probenraum wurde ihnen zum Verhängnis

Das Landgericht in Wuppertal.
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Das Landgericht in Wuppertal.

Die Einbrecher machten eine Beute im sechsstelligen Euro-Bereich. Jetzt müssen sie sich am Landgericht verantworten.

Von Dirk Lotze

Solingen. Eine zwei Jahre umfassende Einbruchs- und Betrugsserie in Solingen mit Beute im sechsstelligen Euro-Bereich soll teils akribisch geplant gewesen sein, teils sei sie durch Zufälle und Gelegenheiten zustande gekommen. Zum Prozessauftakt vor dem Landgericht Wuppertal legten eine Frau (31) und zwei Männer (32 und 41 Jahre alt) aus Solingen, Mettmann und Schwelm umfangreiche Geständnisse ab. Die Staatsanwaltschaft geht von bandenmäßiger Begehung aus: „Die Angeklagten hatten sich spätestens im Jahr 2019 zur gemeinsamen Begehung von Straftaten zusammengeschlossen.“ Die Vorwürfe muss das Gericht unabhängig prüfen.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Einbruch in Ohligs

Thema der Anklage sind 15 Einbrüche in Firmen und Autos, dazu Diebstähle von Ladeflächen geparkter Laster – ein Ausschnitt aus den Ermittlungsergebnissen. Gestohlen wurden teure Elektro-Werkzeuge, Maschinen, Markenkleidung und Handys. Mehrfach sollen die Angeklagten Ausweise und Führerscheine erbeutet haben. Die Ware soll in zwei Hallen zwischengelagert worden sein, um im Internet verkauft zu werden. Bei An- und Verkauf von Wertsachen über das Internet sollen die Angeklagten Betrug begangen haben.

Ausgangspunkt der Ermittlungen war ein Einbruch in einen Probenraum in Ohligs vom Jahreswechsel 2020/21, dem Ende der Serie: Instrumente und Ausrüstung für mehr als 50 000 Euro verschwanden; die Ermittler vermuteten Verbindungen zu früheren Taten. Fünf Wochen später erfolgten Festnahme und Durchsuchung bei einem 53 Jahre alten Solinger an der Schlagbaumer Straße. Die drei nun Angeklagten machte die Polizei anschließend dingfest.

In ihren Angaben beschrieb sich die 31-Jährige als Drehpunkt der Gruppe: Sie habe 2009 mit einem später führenden Gruppenmitglied eine Beziehung begonnen – einem 18 Jahre älteren Mann, mit dem sie Drogen konsumiert habe. Seit 2019 habe der eine andere Freundin, ihr aktueller Partner sei der ein Jahr ältere und geringer belastete Mitangeklagte. Die Gruppe habe von ihr den Verkauf von Diebesgut über das Internet erwartet. Bei einem der Einbrüche habe sie unbeabsichtigt Beute auf Video aufgenommen: Die Aufnahme wurde später sichergestellt.

Die Angeklagten bestätigten ihre Angaben wechselseitig. Einige der Vorwürfe bestreiten sie: Sie seien jeweils zeitweise in Haft gewesen und hätten während dessen keine Taten begehen können. Das Gericht will am 25. Mai weiter verhandeln.

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