Therapie

Angebot für Behandlung von Krebs-Patienten erweitert

Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht in einem seiner Behandlungsräume für die Infusionen bei Krebspatienten.
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Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht in einem seiner Behandlungsräume für die Infusionen bei Krebspatienten.

Prof. Mahlknecht hat onkologische Ermächtigung für seine Praxis.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Die Diagnose einer Krebserkrankung und die daraus folgende Therapie ist für die betroffenen Patienten eine Ausnahme-Situation. Zusätzlichen Stress bringt es da, wenn die Suche nach einem Behandlungstermin und einem Arzt sich zeitlich schwierig gestaltet. Mit der niedergelassenen Praxis von Prof. Dr. Ulrich Mahlknecht in Ohligs, der jetzt auch eine ambulante Ermächtigung für Onkologie hat, hat sich die Versorgungslage in Solingen deutlich verbessert.

„Das Antragsverfahren dafür habe ich bei der Kassenärztlichen Vereinigung gestellt, weil ich in vielen Patientengesprächen die Not erkannt habe, dass die onkologische Versorgung im niedergelassenen Bereich in Solingen verbesserungswürdig war und ist“, betont der Internist. Neben der Praxis von Prof. Mahlknecht an der Keldersstraße ist nur noch Dr. Georg Kloster an der Bergstraße als niedergelassener Facharzt für internistische Onkologie tätig.

Prof. Ulrich Mahlknecht, der die internistische Praxis 2021 von Dr. Norbert Schuster übernommen hatte, hat neben dem hausärztlichen Schwerpunkt die Bereiche Hämatologie, Onkologie, Palliativmedizin und Naturheilverfahren immer weiter ausgebaut. „Ich habe damit dieselbe Ermächtigung, die ich auch an der St. Lukas Klinik hatte“, so Mahlknecht, der dort bis 2020 Chefarzt der Onkologie war. Der 55-Jährige betont die gute Kooperation im onkologischen Bereich mit den drei Solinger Krankenhäusern. „Der Vorteil als niedergelassener Onkologe ist aber, dass ich die Patienten auch als Hausarzt zu Hause betreuen kann.“

Nahe Versorgung ist für Krebspatienten wichtig

Die nahe Versorgung der Krebspatienten sei wichtig. „Wenn es einem Patienten schlecht geht, ist es oft schwierig, weite Wege auf sich zu nehmen“, so der Mediziner. In seiner Praxis hat er zwei Räume mit 14 Behandlungsstühlen und -liegen für Chemotherapien und Immuntherapien. Der Trend gehe immer mehr dazu, diese Therapien ambulant zu verabreichen, sowohl vor oder nach einer Operation als auch parallel zu einer Bestrahlung. Auch sei bei der Krebsbehandlung die Immuntherapie wegen ihrer geringeren Nebenwirkungen immer mehr verbreitet.

Das in Solingen gut funktionierende Netzwerk stellt Mahlknecht in den Mittelpunkt. So ist er etwa auch bei komplizierten Fällen in Tumor-Konferenzen eingebunden. Vorteil für die Patienten, die aus Solingen, Hilden, Haan und Langenfeld kommen, sei auch die enge Kooperation mit Apotheken. „So können wir die Zytostatika direkt beziehen, die früher nur einmal täglich aus Köln geliefert wurden.“ Bislang hätten durch die weitsichtige Planung bei der Beschaffung von Wirkstoffen Lieferengpässe bei Krebspräparaten vermieden werden können. „Statt aus der Ukraine kommen Substanzen jetzt sogar aus Südafrika.“

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