Besuch in Solingen

Andreas Pinkwart lobt innovatives Arbeiten bei Brangs + Heinrich

NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (2. v. l.) ließ sich bei Brangs + Heinrich am Freitag von den geschäftsführenden Gesellschaftern Jan Coblenz (l.) und Stefan Vogelskamp (2. v. r.) sowie dem Prokuristen Olaf Oberhoff (r.) den Betrieb zeigen. Foto: Christian Beier
+
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (2. v. l.) ließ sich bei Brangs + Heinrich am Freitag von den geschäftsführenden Gesellschaftern Jan Coblenz (l.) und Stefan Vogelskamp (2. v. r.) sowie dem Prokuristen Olaf Oberhoff (r.) den Betrieb zeigen.

NRW-Wirtschaftsminister besuchte am Freitag die Solinger Firma Brangs + Heinrich.

Solingen. NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart (FDP) ist mit seinem Ministerium auch zuständig für Innovation, Digitalisierung und Energie. „Als Vorsitzender des Arbeitskreises Digitalisierung in Berlin bin ich deshalb immer mal wieder mit dem Minister zusammengetroffen“, erklärte Jan Coblenz, Geschäftsführer des Solinger Unternehmens Brangs + Heinrich. Die dabei ausgesprochene Einladung in die Klingenstadt hat Pinkwart am Freitag wahrgenommen.

Beim Rundgang durch die 2014 an der Felder Straße neu in Betrieb genommene Halle des Verpackungsspezialisten war der NRW-Wirtschaftsminister deshalb auch besonders am Thema Digitalisierung interessiert. Auch bei Brangs + Heinrich sind sämtliche Abläufe voll digitalisiert.

Aber auch Details interessierten Pinkwart, so etwa eine Spezialfolie, die Brangs + Heinrich beispielsweise passgenau für Stahl-Konzerne liefert, damit diese ihre Stahlprodukte verpacken und so vor Korrosion schützen können. „Die Verpackungen sind zu 100 Prozent recycelbar“, stellte Jan Coblenz einen weiteren wichtigen Aspekt vor. Dieser Umweltfaktor umfasse aber immer drei Bereiche – neben der Herstellung auch den ökologischen Umgang mit dem Material beim Kunden und die Entsorgung, so Coblenz.

Auch zum Thema Rohstoffe – einem wichtigen Faktor in der Verpackungsindustrie – informierte sich der Wirtschaftsminister vor Ort. „Durch die Holzknappheit wird beispielsweise Papier aktuell bis zu 100 Prozent teurer“, erklärte der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Vogelskamp. Brangs + Heinrich habe deshalb aktuell einen großen Vorrat – auch in seinen europaweit 30 Außenlagern. „Durch den in der Pandemie nochmals gewachsenen Online-Versand gibt es beispielsweise eine Knappheit bei Wellpappe“, beschreibt Jan Coblenz den internationalen Kampf um Rohstoffe.

Wie weitsichtiges und modernes Handeln bereits im Unternehmen umgesetzt wird, erlebte Andreas Pinkwart auch bei einem anschließenden Gespräch – zu dem viele Mitarbeiter auch digital zugeschaltet waren. Erst kurz vor Ausbruch der Corona-Pandemie hatte Brangs + Heinrich den neuen Bürobereich fertiggestellt. „Wir haben die klassischen Abteilungen aufgelöst, die Mitarbeiter sitzen und arbeiten stattdessen immer prozessbezogen zusammen“, erklärte der Geschäftsführer. Pandemiebedingt seien derzeit aber 95 Prozent der Verwaltungsmitarbeiter im Homeoffice. Für diese hohe Quote und das prozessorientierte Arbeiten gab es viel Lob vom Wirtschaftsminister.

Solingen: Künstliche Intelligenz und Cyber-Sicherheit als Zukunftsthemen

Pinkwart stellte in seinem kurzen Vortrag vier wichtige Wirtschaftsthemen vor, zu denen es, nach seinem bei Brangs + Heinrich gewonnenen Eindruck, auch mit dem Solinger Unternehmen viele Schnittpunkte gebe. So sei das Thema Blockchain „in NRW als Logistikland“ zukunftsweisend. „Neben dem Internet der Daten werden wir bald auch ein Internet der Werte haben“, so Pinkwart.

Zum Thema Künstliche Intelligenz und dessen Möglichkeit, aus Datenmengen mithilfe von Algorithmen Erfahrungen zu sammeln und diese für die Zusammenarbeit mit den Kunden einzusetzen, nutzte Geschäftsführer Jan Coblenz die Möglichkeit, über das Ministerium direkt Kontakte zu landesweiten Forschungsinstituten herzustellen.

Wichtig sei ihm auch das Thema Cyber-Sicherheit, so Pinkwart. „Bei der Pandemie waren wir nicht optimal vorbereitet, vor einem möglichen Cyber-Angriff müssen wir besser gerüstet sein“, warnte er. Beim Thema Nachhaltigkeit und Recycling sieht er das Solinger Unternehmen bestens gewappnet. „Mit Solar und Erdwärme arbeiten wir fast autark“, betonte Coblenz.

Brangs + Heinrich

Das mittelständische Familienunternehmen Brangs + Heinrich wurde 1875 am Standort Solingen gegründet. Insgesamt hat das Unternehmen 180 Mitarbeiter, davon 110 in Solingen. Mittlerweile ist der Handelsexperte für Verpackungen weltweit tätig. Die gesamte Gruppe hat einen Jahresumsatz von 90 Millionen Euro.

Das könnte Sie auch interessieren

Meistgelesen

Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Kripo-Chef sieht Solingen als eine Hauptwirkungsstätte krimineller Familienclans
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Corona: Solingen wieder mit landesweit höchsten Wert - Impfungen in Burg und Südpark
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Brückensteig: Die Kletterer gehen an den Start
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück
Nach dem Hochwasser kehrt der Alltag nicht zurück

Unsere News per Mail

Nach der Registrierung erhalten Sie eine E-Mail mit einem Bestätigungslink. Erst mit Anklicken dieses Links ist die Anmeldung abgeschlossen. Ihre Einwilligung zum Erhalt des Newsletters können Sie jederzeit über einen Link am Ende jeder E-Mail widerrufen.

Die mit Stern (*) markierten Felder sind Pflichtfelder.

Kommentare