Aktion

Am 24. August ist in Solingen der nächste Kippa-Tag

Bernd Krebs und Gaby Lauenstein engagieren sich seit mehr als 20 Jahren für die Städte- und Völkerfreundschaft mit Ness Ziona. Foto: Christian Beier
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Bernd Krebs und Gaby Lauenstein engagieren sich seit mehr als 20 Jahren für die Städte- und Völkerfreundschaft mit Ness Ziona.

Freundeskreis Ness Ziona blickt auf mehr als 20 Jahre Arbeit zurück – und voraus.

Von Philipp Müller

Solingen. Wenn am 24. August vor dem Rathaus auf dem Walter-Scheel-Platz um 15 Uhr der Kippa-Tag begangen wird, dann ist das einer der wenigen öffentlichen Termine, an denen der Freundeskreis Ness Ziona laut und vernehmlich teilnimmt. Der Vorsitzende Bernd Krebs wird neben OB Tim Kurzbach, Leonid Goldberg von der jüdischen Kultusgemeinde und Superintendentin Dr. Ilka Werner als Redner auftreten.

Die 70 Mitglieder pflegen sonst die Arbeit eher hinter verschlossenen Türen oder direkt vor Ort in Israel. Letzteres gehe wegen Corona momentan gar nicht, bedauert Krebs. Aber er und seine Stellvertreterin, Gaby Lauenstein, sind zuversichtlich, den Reisebetrieb im kommenden Jahr wieder aufnehmen zu können.

Solingen: 2022 stellt der Freundeskreis die Schau „1948“ im Rathaus vor

Seit 1986 besteht zwischen Ness Ziona und Solingen eine Städtepartnerschaft. Das war der Anlass, zusätzlich einen Freundeskreis im Jahr 2000 zu gründen, erzählen Lauenstein und Krebs. Im Blickpunkt stand dabei immer, die Menschen beider Städte einander näher zu bringen. Denn schon 1990 startete der erste Schüleraustausch an der heutigen Alexander-Coppel-Gesamtschule.

Dem folgten weitere Jugendaustausche und es wurden Schulpartnerschaften abgeschlossen. So ist das Humboldtgymnasium im Austausch mit einer Schule in Tel Aviv. Der Freundeskreis Solingen/Ness Ziona unterstützt dies durch weitere Aktionen, meistens kultureller Natur. Im vergangenen Jahr reisten Künstlerinnen vom Verein Solinger Künstler in die Partnerstadt. Zum Jahresende wird der Gegenbesuch erwartet. Kunst wird es dann in der Galerie SK im Südpark zu sehen geben.

Austauschmaßnahmen und Bürgerreisen hat sich der Freundeskreis ebenfalls weiter auf die Fahne geschrieben. „Es sind dabei Freundschaften entstanden, die seit vielen Jahren bestehen“, erzählt Bernd Krebs. Wolle man Antisemitismus überwinden, müsse der direkte Kontakt zwischen den Völkern und Kulturen gefördert werden, ist er sich sicher. Damit das zumindest auf Solinger Seite nicht aus dem Blickpunkt fällt, treffe sich der Verein einmal im Monat in kleinen, coronagerechten Runden zum Austausch.

Natürlich wäre es schön gewesen, im vergangenen Jahr das 20-jährige Bestehen zu feiern, bedauert Lauenstein. Doch das werde man vielleicht schon zu einem wichtigen Termin nachholen können. Erneut geht es dabei um Kunst und Geschichte. Am 14. Mai 2022 soll im Rathaus eine Ausstellung eröffnet werden, die den Titel „1948“ trägt. Das ist das Gründungsjahr des Staates Israel. Seine Arbeit will der Freundeskreis am 4. September beim Fest „Leben braucht Vielfalt“ im Walder Stadtpark als nächstes vorstellen.

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