Auszeichnungen

Agendapreis würdigt Engagement für Benachteiligte

Die Initiative „Gräfrath hilft“ unterstützt Bedürftige unter anderem mit einer Kleiderkammer.
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Die Initiative „Gräfrath hilft“ unterstützt Bedürftige unter anderem mit einer Kleiderkammer.

Auszeichnungen für Initiative „Gräfrath hilft“, Verein Klingenpride und Grundschule Bogenstraße.

Von Andreas Tews

Solingen. Einstimmig fiel die Auswahl für den Solinger Agendapreis 2022 sowohl im Beirat für nachhaltige Entwicklung als auch im Stadtrat aus: Den mit 1500 Euro dotierten Preis erhält die Initiative „Gräfrath hilft“. Gewürdigt wird deren Engagement für Flüchtlinge und viele andere Bedürftige in Solingen. Der mit 500 Euro dotierte Preis des Oberbürgermeisters geht an den Verein Klingenpride, den von den Wirtschaftsjunioren gestiftete Jungen Agendapreis (500 Euro) erhält die Grundschule Bogenstraße. Die Verleihung findet im Frühjahr statt.

Richtlinien: Der Solinger Agendapreis wird seit 22 Jahren verliehen. Gewürdigt werden dabei Aktivitäten, die den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 21 entsprechen. Die Preisträger sollen bei ihren Aktionen möglichst drei oder vier Aspekte der Agenda – Ökonomie, Ökologie, Soziales und Globales – abdecken. Ausgezeichnet wird ein Engagement von Solinger Vereinen, Initiativen, Firmen, Gruppen oder Einzelpersonen für eine lebenswerte Zukunft heutiger oder künftiger Generationen. Die können sich um den Preis bewerben. Die Auswahl trifft der städtische Beirat für Nachhaltige Entwicklung.

„Gräfrath hilft“: Der Hauptpreis für 2022 geht an die 2015 gegründete Initiative „Gräfrath hilft“. Sie besteht aus Mitgliedern der Gräfrather Kirchengemeinden und Vereine sowie einer großen Zahl anderer Bürger. Das Team besteht nach Angaben der Stadtverwaltung mittlerweile zur Hälfte aus Geflüchteten, die sich auf diesem Weg für selbst erhaltene Unterstützung bedanken wollen. Das Ziel der Initiative ist, Zuwanderern aus anderen Kulturen Hilfe bei der Integration anzubieten. „Diese Hilfe wird mittlerweile nicht nur den Zuwanderern, sondern allen Bedürftigen und Hilfesuchenden in Solingen zur Verfügung gestellt“, heißt weiterhin in der Begründung zur Preisvergabe.

Die Unterstützung der Initiative ist breit aufgestellt. Sie reicht von Beratungsangeboten über Integrationspaten, Sprachförderung, Nachhilfe sowie Begegnungs- und Sportangebote bis zu einer eigenen Kleiderkammer. Außerdem vermitteln die Aktiven Möbel an Bedürftige und übernehmen deren Transport. Sie betreiben eine Fahrradwerkstatt und organisieren Sach- und Geldspenden.

„Gräfrath hilft“ wurde seinerzeit von der Bezirksvertretung Gräfrath – besonders vom damaligen Bezirksbürgermeister Udo Vogtländer und seinem Stellvertreter Reinhard Burski – sowie dem jetzigen Leitungsteam unter Einbeziehung des Heimatvereins Gräfrath gegründet.

Klingenpride: Mit dem Preis des Oberbürgermeisters zeichnet Stadtoberhaupt Tim Kurzbach in diesem Jahr den Verein Klingenpride Solingen aus. Der ist Anfang Dezember aus der Initiative hervorgegangen, die im Sommer erstmals einen Christopher Street Day (CSD) in Solingen veranstaltet hatte. Diese Veranstaltung zog nach Rathaus-Angaben 7500 Besucher an. Der CSD soll jährlich wiederholt werden. Außerdem tritt der Verein für einen offenen Umgang mit allen Geschlechtern, Geschlechtsidentitäten und sexuellen Orientierungen ein.

Grundschule Bogenstraße: Den Jungen Agendapreis erhält die Grundschule Bogenstraße, weil dort die Verankerung von Kinderrechten im Schulleben eine große Rolle spielt. Dies erfolgt in erster Linie durch ein Schülerparlament, Klassenräte, Projekttage zu Kinderrechten, eine Kinderrechte-AG und monatliche Schulversammlungen. Auch zu nachhaltigen Themen wie Energiesparen sowie Mobilitäts- und Umweltbildung gibt es regelmäßige Aktionen.

Preisgelder: Die 1500 Euro für den Agendapreis stammen aus einer eigens dafür geschaffenen Haushaltsstelle der Stadtkasse. Der OB zahlt „seine“ 500 Euro aus den eigenen Verfügungsmitteln, die ihm der städtische Haushalt bietet. Die 500 Euro für den Jungen Agendapreis stiften die Solinger Wirtschaftsjunioren.

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