Agenda-Preis der Stadt Solingen

Ausgezeichnet: Drei tolle Initiativen für Solingen - jetzt für Preisverleihung 2021 bewerben

Die Agenda-Preisträger 2020 sind der „Naturschutzbund Stadtverband Solingen e. V.“, die Initiative „Suppenküche to go“ und der Verein „Between the Lines e. V.“. Foto: Christian Beier.
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Die Agenda-Preisträger 2020 sind der „Naturschutzbund Stadtverband Solingen e. V.“, die Initiative „Suppenküche to go“ und der Verein „Between the Lines e. V.“.

Im Konzertsaal wurden drei Initiativen durch die Stadt und die Wirtschaftsjunioren geehrt.

Von Philipp Müller

Solingen. In einer mahnenden, fast pastoralen Ansprache bat Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) die Anwesenden im Konzertsaal des Theater und Konzerthauses darum, von ihrem ehrenamtlichen Engagement zu erzählen, es weiterzuverfolgen und dafür zu werben. Kurzbach sprach anlässlich der 21. Verleihung des Agenda-Preises der Stadt, diesmal für das Jahr 2020. Eine Stadt brauche ständig „tausend neue Ideen“, um voranzukommen.

Drei solcher Ideen, wie sich Menschen in der Stadt sozial und zugleich nachhaltig einbringen, wurden in einem von Ariane Bischoff, der Beauftragten im Rathaus für Nachhaltigkeit, moderierten Festakt ausgezeichnet. Den Preis der Stadt, den Agenda-Preis 2020, erhielten die Mitglieder des Naturschutzbund-Stadtverbandes Solingen e. V. (Nabu). Er ist mit 1500 Euro dotiert.

Die Laudatio hielt Friederike Sinowenka. Sie ist die stellvertretende Vorsitzende des Beirats Nachhaltige Kommune. Sinowenka würdigte den Einsatz des Vereins für den Naturschutz, besonders für den Erhalt der heimischen Vogelwelt. Der Erfolg des Stadtverbands sei eng mit dem Namen Edeltraut Krüger verbunden. Sie gab gerade den Vorsitz an Christoph Kalde ab. Krüger betonte in ihrer Dankesrede: „Unser und mein Engagement findet mit dieser Preisverleihung einen würdigen Abschluss.“ Sie erklärte auch, dass es ohne die Mithilfe der Bürger nicht gehe. So habe der Nabu in Höhscheid eine Firma überzeugen können, eine brachliegende Fläche zu einer Blumenwiese umzugestalten.

Suppenküche to go bekommt den Sonderpreis des OBs

Der zweite Teil der Preisverleihung gehörte dem mit 500 Euro dotierten Sonderpreis des Oberbürgermeisters. Der ging für das Jahr 2020 an die Initiative „Suppenküche to go“. Laudator Prof. Lutz Becker erinnerte an den Beginn im April 2020. Damals hätten die Kirchen konfessionsübergreifend das Angebot gestartet, Solingern, die bedürftig sind, in den den Zeiten der Corona-Pandemie ein warmes Essen zu organisieren. Das sei nicht nur von den Kirchen getragen worden, Privatpersonen und besonders Solinger Gastronomen hätten das bemerkenswert intensiv unterstützt. Auch in diesem Jahr waren die Schlangen vor der Suppenküche lang.

Sabina Vermeegen von der katholischen Gemeinde St. Sebastian verwies auf den Gedanken, der hinter der Suppenküche stehe. Es gehe darum, den Menschen das Gefühl „Ihr könnt euch auf uns verlassen“ zu vermitteln.

„Die Menschen, die wir betreuen, bekommen durch den Preis eine Stimme.“

Bettina Hahmann, Suppenküche

Für Bettina Hahmann, die evangelische Walder Gemeindeschwester, hat der Preis eine weitere Bedeutung über die Anerkennung der Arbeit hinaus: „Die Menschen, die wir betreuen, bekommen durch den Preis eine Stimme.“

Eine laute Stimme haben die Menschen, die die App „Between the Lines“ nutzen meist nicht. Es sind junge, oft schwer verzweifelte Solinger, die dringend Hilfe benötigen. Hinter der App steht der Verein Between the Lines e. V., der eine digitale Jugendhilfe entwickelte, die schnell und niedrigschwellig eine Brücke zwischen Hilfesuchenden und Hilfegebenden herstellt. Das hatte seinen Ursprung im Jugendstadtrat und ist längst eine Erfolgsgeschichte. Diese stellte für den Verein Oliver Kröger mit Videos vor. Im letzten Jahr suchte der Verein Unterstützer für die Hilfe-App.

Den Preis in Höhe von 500 Euro erhielt der Verein aus den Händen der Solinger Wirtschaftsjunioren. Für diese erklärte Benjamin Dietrich: „Wir Zeichen eine Initiative aus, die weit über das übliche Maß hinaus Einsatz zeigt.“ Verein und App würden in der Stadtgesellschaft nachhaltig Spuren hinterlassen. Zugleich bewege sich der Verein auf modernem Terrain: „Ihr zeigt auf, welche Chancen die Digitalisierung hat.“

Nach der Preisverleihung, die im kommenden Jahr neue Preisträger bringen wird (| Kasten), nutzten die Preisträger die Möglichkeit zum Austausch. Zuvor unterhielt sie ein Streichquartett der Bergischen Symphoniker, dem langer und warmer Applaus sicher war.

Agenda-Preis für 2021 wird ausgelobt

Jetzt können die Solinger Vorschläge für den Agenda-Preis 2021 im Rathaus einreichen. der Preis will dieses Engagement ehren: „Mit dem Lokalen-Agenda-Preis werden Aktionen und Aktivitäten von Solinger Vereinen, Initiativen, Firmen, Gruppen und Einzelpersonen ausgezeichnet, die sich mit herausragendem Engagement für eine lebenswerte Zukunft heutiger und nachkommender Generationen einsetzen.“ Verliehen wird der Preis im kommenden Jahr wieder in den gleichen Kategorien wie 2020. Initiativen können sich mit einer Kurzbeschreibung ihrer Aktivitäten bis zum 31. Oktober bewerben:

agendapreis@solingen.de

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