Weihnachtszeit

Vorlesepaten bringen Geschichten mit

Maja Dzielendziak (kl. Foto), Andrea Latanowitz (2. v. l.) und Erhard Steinbrink (2. v. r.) sind neue Lesepaten. Auf das neue Angebot freuen sich auch Anne Schwarz (l.) und Paul Dicke (r.) vom Gerhard-Berting-Haus sowie Stadtbibliotheksleiterin Heike Pflugner.
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Maja Dzielendziak (Foto unten), Andrea Latanowitz (2. v. l.) und Erhard Steinbrink (2. v. r.) sind neue Lesepaten. Auf das neue Angebot freuen sich auch Anne Schwarz (l.) und Paul Dicke (r.) vom Gerhard-Berting-Haus sowie Stadtbibliotheksleiterin Heike Pflugner.

Sich ehrenamtlich zu engagieren, ist auch eine schöne Idee in der Adventszeit.

Von Simone Theyßen-Speich

Solingen. Etwas Schönes zu machen, ganz selbstlos, nur um sich selbst und anderen eine Freude zu machen – in diese Reihe unserer kleinen Adventsgeschichten gehört auch das neue Engagement der Vorlesepaten. Für Kinder in der Stadtbibliothek gibt es diese Idee schon länger. Jetzt hat Bibliotheksleiterin Heike Pflugner sie auch auf Seniorinnen und Senioren als Zuhörer ausgeweitet – und gleich etliche interessierte Mitstreiter gefunden.

Andrea Latanowitz ist eine der Ehrenamtlichen, die zukünftig regelmäßig den Bewohnern im Gerhard-Berting-Haus oder im Elisabeth-Roock-Haus vorlesen möchten. „Wir haben sogar ein Seminar zum richtigen Vorlesen belegt“, erzählt die 62-Jährige. Richtige Atmung, unterschiedliche Betonung und emotionales Vorlesen wurden dabei geübt.

Passend dazu: Lese-Paten wollen Kindern die Welt der Bücher näher bringen

Auf ihren ersten Vorlesetermin freut sie sich schon. Je nach Vorliebe der Zuhörenden plant sie, auch mal Texte in Mundart vorzulesen. „Ich spreche noch Solinger Platt, mein Großvater Hans Honrath hat für die Hankgeschmedden Mundartgedichte geschrieben.“

Maja Dzielendziak

Auch Erhard Steinbrink ist gespannt auf seinen ersten Einsatz als Vorlesepate. „Wir sind ja alle Newcomer und müssen erstmal ein Gefühl für die neue Aufgabe bekommen.“

Jetzt im Advent ist das Projekt mit einem ersten Vorlesen im Elisabeth-Roock-Haus gestartet. „Dort haben wir schon acht Vorleser und Vorleserinnen gewinnen können, vier sind es derzeit für das Berting-Haus, weitere Interessierte sind herzlich willkommen“, betont Heike Pflugner. Zukünftig möchte sie alle zwei Wochen vormittags und nachmittags Lesetermine anbieten. „Mittelfristig könnten wir das auch auf andere Senioreneinrichtungen ausweiten.“

Bücherkisten mit Lektüre-Vorschlägen hat sie schon zusammengestellt. Geschichten von Siegfried Lenz etwa oder Unterhaltsames von Wladimir Kaminer. Erinnerungen an die Vergangenheit könnten auch durch Elke Heidenreichs Geschichten aus „Männer in Kamelhaarmänteln“ geweckt werden, die über die Kurzgeschichten in ihrem jüngsten Buch sagt „Wir vergessen die Namen, die Geschichten, aber fast nie vergessen wir die Kleider.“

Über das Gelesene und Erzählte könne man dann vielleicht auch ins Gespräch mit den Bewohnern kommen. „Es kann helfen, ihre Erinnerungen zu aktivieren“, erklärt Paul Dicke, Leiter der Sozialen Dienste im Gerhard-Berting-Haus. In kleinen Gruppen von fünf oder sechs Bewohnern könne vorgelesen werden. „Senioren, die bettlägerig sind, könnte man auch auf dem Zimmer vorlesen“, hat Anne Schwarz vom sozialen Dienst des Gerhard-Berting-Hauses eine weitere Idee.

Angebote für Senioren sind derzeit ein Schwerpunktthema der Stadtbibliothek. Neben den Lesepaten wird es auch Leseboten geben, die Bücher zu den Menschen nach Hause bringen, die nicht mehr mobil sind. Für diese Aufgabe hat sich auch Lesepatin Maja Dzielendziak interessiert. Die 18-jährige Schülerin ist über den Solinger Freiwilligendienst So-Frei auf das Thema aufmerksam geworden. „Auf das Vorlesen freue ich mich schon sehr, es ist eine schöne Gelegenheit, mit den Menschen in Kontakt zu kommen.“

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