Langjährige Leiterin

ADS-Direktorin Monika Schneider geht in den Ruhestand

Seit 2007 hat Monika Schneider die August-Dicke-Schule geleitet, deren historisches Gebäude aus den 30er Jahren sie sehr schätzt.Foto: Christian Beier
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Seit 2007 hat Monika Schneider die August-Dicke-Schule geleitet, deren historisches Gebäude aus den 30er Jahren sie sehr schätzt.

Die langjährige Leiterin wird am Freitag von Schülern und Kollegen verabschiedet.

Von Anja Kriskofski

Dass sie selbst einmal Lehrerin werden will, wusste Monika Schneider bereits am Tag ihrer Einschulung. „Als ich nach Hause kam, habe ich das meinen Eltern verkündet“, erinnert sie sich. Nach 40 Jahren im Schuldienst wird die Direktorin der August-Dicke-Schule (ADS) jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Sie geht mit gemischten Gefühlen. „Ich war mit Herzblut und Leidenschaft Lehrerin und Schulleiterin.“

Prägende Lehrerpersönlichkeiten brachten sie früh zu ihrem Berufswunsch. Da war zum einen ihre Lehrerin Frau Schulz an ihrer Lüneburger Grundschule: „Sie war gleichzeitig klar und herzlich.“ Am Mädchengymnasium sei es ihr Klassenlehrer gewesen, der interessierten Schülerinnen die russische Sprache näherbrachte. Russisch wählte Schneider später neben Englisch sogar als Studienfach an der Universität Kiel. Ihr Referendariat absolvierte die Lüneburgerin Anfang der 80er Jahre am Lise-Meitner-Gymnasium in Leverkusen. Danach unterrichtete sie 17 Jahre am Abendgymnasium Düsseldorf. Im Jahr 2000 wechselte Monika Schneider als Konrektorin an die ADS und wurde 2007 Nachfolgerin von Berthold Daun als Schulleiterin.

In ihrer 14-jährigen Amtszeit ist viel passiert: 2007 wurden die zentralen Abiturprüfungen in NRW eingeführt. Durch die Einführung des Abiturs nach acht Jahren (inzwischen wurde wieder auf G9 umgestellt) gab es auch an den Gymnasien mehr Nachmittagsunterricht. An der ADS wurde daraufhin die Mensa neu gestaltet. Um längere Betreuungszeiten in der Unterstufe zu bieten, gibt es den flexiblen Ganztag mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und Arbeitsgemeinschaften.

Neu eingeführt hat die ADS unter Schneiders Ägide auch das Lernbüro-Konzept, das selbstständiges Lernen in den Kernfächern fördert. Entwickelt wurden zudem Profile: das mathematisch-naturwissenschaftliche und das musisch-künstlerische. Das Gymnasium setzt dabei viel auf Kooperationen, zum Beispiel mit der Bergischen Universität: Dort können Schüler im Leistungskurs Chemie die Labore nutzen.

„Ich war mit Herzblut und Leidenschaft Lehrerin und Schulleiterin.“

Monika Schneider ADS-Direktorin

Auf das Know-how von Externen wird auch bei der „Berufsberatung live“ gebaut: Dabei stellen ehemalige ADS-Schüler an einem Nachmittag ihre Berufe vor. Intensive Zusammenarbeit ist Schneider auch mit den Eltern wichtig. Seit 2015 gibt es eine Steuergruppe an der ADS, in der neben Lehrern und Schülern auch Elternvertreter sitzen. „Dort werden wichtige Punkte für die Schulentwicklung angestoßen.“

Das abgelaufene Schuljahr war wegen der Corona-Pandemie und der langen Schulschließungen wohl Monika Schneiders schwierigste Zeit als Leiterin. „Es gab keine Routine, auf die man hätte zurückgreifen können.“ Mit den digitalen Angeboten von Google Classroom sei die ADS zwar früh gut aufgestellt gewesen. „Glücklicherweise habe ich ein hochmotiviertes Team.“ Aber das lebendige Schulleben habe sie sehr vermisst. Denn Veranstaltungen wie das Singen vor Weihnachten, die Literaturkursaufführungen, die Konzerte und die Modenschau: „Sie machen die ADS aus.“

Am Samstag hat die scheidende Direktorin zum letzten Mal die Abiturienten verabschiedet. „Das ist immer ein ebenso bewegender Moment wie die neuen Fünftklässler in Empfang zu nehmen.“ Am Freitag verabschiedet sich Monika Schneider auf dem Schulhof von den 835 ADS-Schülern. Nachmittags findet zudem eine Feier im coronabedingt kleinen Kreis statt. Schneiders Nachfolge tritt der bisherige Konrektor Dr. Stefan Trenner an.

Dem neuen Lebensabschnitt sehe sie mit Neugier entgegen, sagt die 65-Jährige. Ebenso wie ihr Mann: Er geht ebenfalls in den Ruhestand.

Zukunftspläne

Für den Ruhestand hat sich Monika Schneider unter anderem vorgenommen, ihre Spanisch-Kenntnisse zu intensivieren. Mit der Fremdsprache hat sie vor einiger Zeit begonnen. Auf der Wunschliste stehen neben Kultur und Sport auch Reisen, sofern die Situation das zulasse. „Aber um nach Russland reisen zu können, werden wir noch etwas Geduld aufbringen müssen.“ Schneider ist Lehrerin für Russisch und Englisch. Sie und ihr Mann haben mehrere Jahre in Ohligs gewohnt, inzwischen lebt das Paar in Hilden.

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