Bessere Datenlage zur Corona-Pandemie

Abwasser soll zeigen, wie viele Solinger Corona haben

Die Kläranlage in Solingen-Burg. Archivfoto: Christian Beier
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Die Kläranlage in Solingen-Burg. Archivfoto: Christian Beier

SPD und Grüne regen eine Untersuchung an, um kommende Infektionswellen besser vorhersagen zu können. Das Thema steht im kommenden Betriebsausschuss auf der Tagesordnung.

Solingen. In die Corona-Statistik fließen lediglich Fälle ein, die ein positiver PCR-Test belegt hat. Doch manche Menschen merken nicht, dass sie infiziert sind, andere verzichten auf die offizielle Bestätigung. Deshalb vermutet die Stadt eine hohe Dunkelziffer. Daher regen die Fraktionen von SPD und Grünen im Zentralen Betriebsausschuss an, das Solinger Abwasser auf Coronaviren zu überprüfen.

Die Stadt solle sich „so schnell wie möglich dem von der EU-Kommission geforderten regionalen Abwassermonitoring“ anschließen, heißt es in dem gemeinsamen Antrag. Solingen soll mit dem Wupperverband sowie dem Bergisch-Rheinischen Wasserverband, die die Klärwerke betreiben, ein geeignetes System ausarbeiten. Es soll geprüft werden, ob dafür Fördermittel zur Verfügung stehen.

Einerseits ließen sich durch das Untersuchen des Abwassers „tatsächliche Erkrankungsquoten sehr viel genauer feststellen“, betonen die Fraktionen. Die Erfahrungen aus anderen Städten zeigten, „dass sich hierdurch nicht nur kommende Wellen von Covid-Erkrankungen sehr viel besser vorhersagen lassen, sondern sogar quartiersspezifische Entwicklungen der Inzidenzen ablesen lassen“.

Das Thema steht auf der Tagesordnung der kommenden Sitzung des Zentralen Betriebsausschusses. Sie findet am Dienstag, 22. November, ab 17 Uhr auf dem Gelände der Technischen Betriebe, Dültgenstaler Straße 61, statt. böh

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