Verkehr

A3: Viele Fragen zum achtstreifigen Ausbau

Die A 3 wird zwischen Hilden und Leverkusen ab 2030 ausgebaut. Doch auch bis 2030 wird auf der Autobahn gearbeitet. Foto: Christian Beier
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Die A 3 wird zwischen Hilden und Leverkusen ab 2030 ausgebaut. Doch auch bis 2030 wird auf der Autobahn gearbeitet.

Der „Digitale Infomarkt“ der Autobahn-GmbH verzeichnet im Internet knapp 5700 Seitenaufrufe. Dort konnten Interessierte ihre Fragen stellen.

Solingen. Der ab 2030 geplante Ausbau der Autobahn A3 zwischen Leverkusen und Hilden ist bei vielen Anliegern umstritten. Und er wirft etliche Fragen auf. Das wurde beim fünftägigen „Digitalen Infomarkt“ deutlich, zu dem die Autobahn-GmbH des Bundes eingeladen hatte.

Die Gesellschaft ist für den Ausbau zuständig. Sie hat sich angesichts vieler Widersprüche aus anliegenden Städten bei diesem Projekt eine ausführliche Bürgerbeteiligung auf die Fahnen geschrieben.

Solingen: A3: Soll der Seitenstreifen auch freigegeben werden?

Auch nach der Veranstaltung ist umstritten, ob statt eines Ausbaus auf acht Fahrspuren eine bedarfsorientierte temporäre Freigabe der Seitenstreifen für den Verkehr möglich ist. Vertreter der Bürgerinitiativen sprachen sich für diese Lösung aus. Sie sei nach den geltenden Vorgaben aber nur als Übergangslösung bis zu einem endgültigen Ausbau möglich, hielt dem Andreas Früh, Projektleiter der Autobahn-GmbH, entgegen. Für eine Übergangszeit von 2023 bis 2030 werde dies geprüft.

Wann sind die Kapazitätsgrenzen einer achtspurigen Autobahn erreicht?

Thilo Schnor, Grüne

Verkehrsgutachter Alexander Sillus erklärte bei der Abschlussveranstaltung, dass er den Ausbau für notwendig halte, damit die Autobahn den Verkehr mit im Jahr 2030 voraussichtlich 140 000 Fahrzeugen pro Tag bewältigen könne. Eine weiterhin sechsstreifige Autobahn, kombiniert mit einem 100er-Tempolimit – dies war während der fünf Tage vorgeschlagen worden – reiche nicht aus.

A3-Ausbau wird wohl Jahre nach 2030 abgeschlossen sein

Dem hielt Peter Stuhlträger, Technischer Beigeordneter der Stadt Hilden, entgegen, dass neue oder breitere Straßen immer auch neuen Verkehr anzögen. Der Solinger Grünen-Politiker Thilo Schnor gab zu bedenken, dass auch eine achtstreifige Autobahn irgendwann an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen werde. Er forderte ein Umdenken in der Verkehrspolitik. Projektleiter Früh hielt Stuhlträger entgegen, dass ein flüssigerer Verkehr auf der Autobahn auch innerörtliche Straßen entlasten werde, weil künftig weniger Autofahrer Staus umfahren würden.

Kritisiert wurde Sillus’ Gutachten dafür, dass die Prognosen sich auf das Jahr 2030 beziehen, dass der Ausbau aber wohl erst Jahre später abgeschlossen sein wird. Sillus erklärte, dass Voraussagen umso ungenauer würden, je länger der Zeitraum sei, auf den sie sich bezögen. Er kündigte aber an, dass die Prognosen für die A 3 fortgeschrieben würden.

In den Chatforen interessierten sich viele Teilnehmer des „Infomarkts“ auch für die künftige Trassenführung. Diese sei für den Schutz der umliegenden Naturschutzgebiete wichtig, sagte Umweltingenieurin Sandra Vogel.

Die Veranstaltung mit knapp 5700 Seitenaufrufen werteten Projektleiter Früh und seine Kollegin Friederike Schaffrath als Erfolg. Sie kündigten an, dass es weitere Bürgerbeteiligungsformate – nicht nur über das Internet, sondern auch in Präsenzform – geben werde.

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